Mozilla arbeitet an der Browser-Zukunft

Project Quantum: Firefox soll bald noch schneller werden

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von Sven Schäfer (@kreativfrei)-

Firefox gehört - zusammen mit Google Chrome - schon jetzt zu den schnellsten Browsern auf dem Markt, doch scheint das den Entwicklern aus dem Hause Mozilla bei weitem noch nicht zu genügen. Aus diesem Grunde wurde jetzt das 'Project Quantum' ins Leben gerufen, durch das die Gecko-Engine erheblich verbessert werden soll. Das Ziel: Firefox soll in naher Zukunft spürbar schneller werden.

Ob Google Chrome, Microsoft Edge, Opera, Vivaldi oder Mozilla Firefox - wer heutzutage auf der Suche nach einem passenden Browser ist, hat die Qual der Wahl. Allerdings steht bei vielen Nutzern eine Sache ganz oben auf der Wunschliste für den 'optimalen Browser': die Schnelligkeit. Und genau hier möchte das Unternehmen Mozilla mit dem neu geschaffenen Entwicklungsprojekt ansetzen. Durch das 'Project Quantum' soll vor allem die Browser-Engine Gecko verbessert und dahingehend optimiert werden, sodass Firefox sowohl auf Mobilgeräten als auch auf dem PC erheblich schneller wird.

Gecko meets Servo - das Beste aus zwei Engines

Um die gewünschte Verbesserung der Geschwindigkeit erreichen zu können, werden zum einen optimierte Komponenten der Servo-Engine verwendet. An dieser Engine, die im Juli dieses Jahres als Preview-Version veröffentlicht wurde, arbeitet Mozilla übrigens bereits seit 2013. Zum anderen wird die Gecko-Engine zum Einsatz kommen - in einer ebenfalls verbesserten Variante. Durch die Verschmelzung der verschiedenen Elemente beider Engines erwarten sich die Verantwortlichen "erhebliche und spürbare Verbesserungen", wie David Bryant, seines Zeichens Chefentwickler von Mozilla, vor kurzem im Medium Tech-Blog bekannt gab.

Damit Firefox in Zukunft noch schneller wird, bedarf es gleich mehrerer Bestandteile. So werden beispielsweise einige der Servo-Komponenten in der Programmiersprache Rust geschrieben, die von Mozilla selbst entwickelt wurde und im Vergleich zu C++ nicht nur die Geschwindigkeit, sondern darüber hinaus auch die Sicherheit erhöht. Außerdem wird die Reaktionsschnelligkeit der Gecko-Engine dahingehend verbessert, dass der Browser auch bei einer Vielzahl an geöffneten Tabs keine Performance-Einbußen in Kauf nehmen muss.

Gleichwohl soll ein sogenanntes Grafik-Subsystem implementiert werden, wodurch die Grafikkarte (GPU) optimaler angesprochen und ausgelastet wird. Laut dem Chefentwickler Bryant wird die optimierte Engine im Laufe des kommenden Jahres finalisiert und vorerst nur für Windows, Linux, MacOS und Android erscheinen. Wann die Besitzer eines iOS-Gerätes in den Genuss der neuen Firefox-Engine kommen, steht bislang jedoch noch nicht fest.

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