Datenschutz

ProtonMail: Damit private Korrespondenz auch privat bleibt

Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Ursprünglich nur von CERN-Wissenschaftlern genutzt, ist der E-Mail-Client ProtonMail nun der öffentlichen Beta-Phase entschlüpft und steht ab sofort für iOS- und Android-Geräte kostenlos zur Verfügung. Mit der End-to-end Verschlüsselung ist man in puncto Datenschutz auf der sicheren Seite.

Wir haben uns selbst bei ProtonMail registriert und uns den Client, der weltweit bereits von über einer Million Usern genutzt wird, etwas genauer angeschaut. Gleich zu Beginn fällt auf: Während andere Clients im Verlauf des Anmeldeverfahrens nur die Vergabe eines einzigen Log-in-Passworts von uns verlangen, muss man hier zwei verschiedene wählen. Zum einen für den Log-in an sich und zum anderen für die Entschlüsselung der Mailbox. „Nicht mal wir selbst haben die Möglichkeit eure E-Mails zu lesen“, schreiben die Entwickler.

ProtonMail Screenshot

Neben dem erhöhten Datenschutz bietet ProtonMail weitere nützliche Features.  

Quelle: (Eigener Screenshot) ProtonMail 

ProtonMail Screenshot

Neben dem erhöhten Datenschutz bietet ProtonMail weitere nützliche Features.  

Quelle: (Eigener Screenshot) ProtonMail 

Der E-Mail-Client ist in der Lage Nachrichten von anderen Providern - wie beispielsweise Gmail - zu senden und zu empfangen. Es ist sogar möglich Korrespondenz per End-to-end Technik zu verschlüsseln, wenn der Empfänger seine Mails nicht über ProtonMail abruft. Unter dem Menüpunkt "Security" sind bei Bedarf die sogenannten Authentication Logs zu finden. Dort werden alle IP-Adressen, die Zugriff auf das Konto hatten, mit einem Zeitstempel versehen und abgespeichert. Auch fehlgeschlagene Log-in-Versuche sind so auf den ersten Blick ersichtlich. Auf diese Weise kann man schnell überprüfen, ob sich jemand am eigenen Account zu schaffen gemacht hat.

ProtonMail Screenshot

Übersichtliches E-Mail-Management durch Label-Vergabe.  

Quelle: (Eigener Screenshot) ProtonMail 

ProtonMail Screenshot

Übersichtliches E-Mail-Management durch Label-Vergabe.  

Quelle: (Eigener Screenshot) ProtonMail 

Neben der Desktop-Version ist ProtonMail auch mit Smartphones und Tablets kompatibel, egal ob iOS- oder Android-Betriebssystem. Neben den Sicherheitsvorteilen hat das Tool aber noch mehr zu bieten: Im Bereich "Settings" können diverse benutzerdefinierte Einstellungen vorgenommen werden, um das Userinterface an die persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Hier kann das Layout verändert oder sogar per CSS-Code ein Custom-Theme verwendet werden. Für das E-Mail-Management besteht außerdem die Option unterschiedliche Labels zu vergeben, um leichter die Übersicht zu behalten.

Kostenpflichtiges Upgrade

In der kostenlosen Basisversion steht den Nutzern 500 MB Speicherplatz zur Verfügung, es können 150 Nachrichten am Tag versendet und 20 verschiedene Labels vergeben werden. Wer ein größeres Datenvolumen und mehrere Mail-Adressen über den Client managen möchte, kann auf die PLUS oder VISIONARY Version upgraden.

Für einen PLUS-Account steht wahlweise Speicherplatz zwischen 5 und 20 GB bereit und es können mit fünf E-Mail-Adressen bis zu 1.000 Nachrichten am Tag verschickt werden. Dieser Service kostet 5 € pro Monat. Die Kosten des VISIONARY Tarifs liegen hingegen bei 30 € pro Monat, dafür besteht jedoch kein Limit für den E-Mail-Versand und es dürfen bis zu 50 unterschiedliche Mail-Adressen über ProtonMail verwendet werden.

Sag uns deine Meinung!

Um einen Kommentar zu verfassen, melde Dich an oder registriere Dich jetzt auf Netz.de!

Das könnte dich auch interessieren!
Werbung
Ab ins Netz mit dir