Persönlichere Kommunikation

Push-to-Talk-App "Roger": Voice-Nachrichten an Facebook, Twitter & Co. senden

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Spätestens seitdem es sie bei WhatsApp gibt, ist das Verschicken von Sprachnachrichten eine beliebte Option, wenn es mal schnell gehen muss. Wir haben die App "Roger" getestet, mit der das Voice-Messaging auch auf Facebook, Slack und weiteren Kanälen funktionieren soll.

Lass uns reden...

… so fangen bekanntlich recht häufig eher unangenehme Gespräche an - anders als mit Roger in unserem Test. Nach der kostenfreien Installation der App, die sowohl auf Android als auch auf iOS läuft, haben wir uns mit wenigen Klicks ein Konto angelegt. Die Anwendung fragt uns nach diversen Zugriffsrechten, zum Beispiel auf das Mikrofon, die Kontaktliste und mehr. Diese darf man selektiv verweigern oder zulassen. Das ist grundsätzlich eine angenehme Vorgehensweise in datenschutzrechtlicher Hinsicht.

Roger App Screenshot

In diesem Modus können Nachrichten an die verschiedensten Plattformen geschickt werden.  

Quelle: (Eigener Screenshot) Roger 

Roger App Screenshot

In diesem Modus können Nachrichten an die verschiedensten Plattformen geschickt werden.  

Quelle: (Eigener Screenshot) Roger 

Wer den Zugriff auf das eigene Adressbuch erlaubt, kann sofort loslegen und an jeden Kontakt - übrigens auch an passive Benutzer, die Roger nicht nutzen - eine Voice-Nachricht versenden. Dafür hält man lediglich das Mikrofon-Symbol gedrückt (ähnlich wie bei WhatsApp). Die Aufzeichnung lässt sich dann auf recht intuitive Weise mit den Personen aus der Kontaktliste teilen. Um Voice-Nachrichten auf anderen Kanälen zu verschicken, muss man diese Option über die Schaltfläche "Freigeben - Deine Stimme auf jeder App" zunächst aktivieren.

Sprachnachrichten können per Link auf den Plattformen Facebook, Slack, Dropbox oder Twitter geteilt werden. Die Verlinkung führt direkt zu einer Unterseite von rogertalk.com, auf der man die Message abhören kann. Sprachaufzeichnungen bleiben für einen Zeitraum von 48 Stunden gespeichert, danach - so die Entwickler - werden die Nachrichten aus der Anwendung und vom Server gelöscht.

Wer steckt hinter Roger?

Ein sechsköpfiges Team aus fünf verschiedenen Ländern arbeitet an der Weiterentwicklung von Roger. Laut Angaben von The Verge möchte das Unternehmen mit Sitz in New York im nächsten Schritt eine komplette „voice platform“ kreieren, auf der auch die Kommunikation mit Chat Bots eine Option darstellen könnte.

Unser Urteil: Der persönliche Charakter einer Voice-Message lässt sich super dazu einsetzen, um Nachrichten zeitunabhängig zu verbreiten. Was wir schade finden: Dass man lediglich einen Link auf anderen Plattformen teilt und nicht direkt auf Play klicken kann.

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