Erstes Major Release

Raus aus der Beta! Vivaldi betritt den Ring der Browser-Schwergewichte

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Bereits seit über einem Jahr verfolgen Millionen interessierter Nutzer die stetige Entwicklung von Vivaldi in der Open Beta - heute folgt nun das lang erwartete und erste Major Release der Webbrowser-Alternative in Version 1.0.

While other browsers strip down their offerings, Vivaldi adds features and powerful personalization options

Die Erwartungen an den Browser sind groß - mit Jón von Tetzchner hat sich der ehemalige CEO von Opera Software angeschickt, den Browser-Markt mit einer Alternative aufzumischen, deren Features durchaus Sinn machen. Bei der Entwicklung von Vivaldi habe die Produktivität, die Effizienz und der Spaßfaktor im Vordergrund gestanden.

Browser werden simpler - Vivaldi will anders sein

Mit ihrem Vivaldi-Browser setzen die Verantwortlichen auf einen Ansatz, der aus ihrer Sicht gegen die Gewohnheiten bei der Entwicklung populärer Browser strömt. Während sich User häufig dem verwendeten Browser anpassen müssten, mache Vivaldi es genau umgekehrt:

Vivaldi Browser Screenshot der Notes-Funktion

Markierte Texte schnell und einfach als Notiz abspeichern mit dem Notes-Feature.  

Quelle: (Screenshot) Netz.de 

Vivaldi Browser Screenshot der Notes-Funktion

Markierte Texte schnell und einfach als Notiz abspeichern mit dem Notes-Feature.  

Quelle: (Screenshot) Netz.de 

"It’s unique, because: What we try to do is - instead of providing a very simplyfied browser and maybe do things through extensions - we try to look at you as a user an recognize, that everyone is different. The goal is to be the innovator in the market", so Tetzchner.

Nimmt man die Features etwas genauer unter die Lupe, fällt sehr schnell ins Auge, dass vor allem Flexibilität und Anpassbarkeit die Credos sind, auf die es dem Team hinter Vivaldi ankommt. So lassen sich beispielsweise die Tabs übereinanderstapeln oder individuell verschieben. Außerdem lassen sich diese "Stacks" auch für Ansichten auf mehreren Monitoren aufsplitten. Darüber hinaus könnt ihr selbst komplette Sessions abspeichern.

Für ein besonders effizientes Surf-Vergnügen sorgt unter anderem die "Speed Dial"-Funktion: Favorisierte Seiten und Bookmarks sind auf diese Weise durch das Öffnen eines neuen, leeren Tabs sofort erreichbar. Ebenfalls zur Unterstützung von schnellem Surfen gedacht, lassen sich Aktionen festlegen, die Vivaldi bei bestimmten Maus-Gesten oder Keyboard-Shortcuts ausführt.

What we try to do is - instead of providing a very simplyfied browser and maybe do things through extensions - we try to look at you as a user an recognize, that everyone is different. The goal is to be the innovator in the market

Jón von Tetzchner

Eine weitere nützliche Ergänzung ist das "Notes"-Feature, das besonders bei Recherchen seinen Wert unter Beweis stellt. Interessante Textteile einer Webseite kann man einfach markieren und als Notiz abspeichern. Das Erstellen von Screenshots ist ebenfalls eine Browser-integrierte Funktion, um Erweiterungen und externe Programme überflüssig zu machen. Dieses Feature ist übrigens auch beim Edge Browser von Microsoft anzutreffen - ein Indiz dafür, dass Vivaldi mit seiner Funktionsvielfalt auf dem richtigen Weg ist. Im Vergleich zu Edge wurde die Add-on-Kompatibilität von vornherein berücksichtigt, denn: In Vivaldi lassen sich Chrome-Erweiterungen nutzen.

Um verschiedene Web-Aktivitäten simultan im Auge zu behalten, existiert zudem die Vivaldi Sidebar. Diese Sidebar kann man sich (optional) seitlich am Browser-Fenster anzeigen lassen und ermöglicht das Lesen von Tweets und Posts aus Social Media Kanälen - direkt, während ihr weiter im Netz surft.

Vivaldi Browser Screenshot der Sidebar

Die Vivaldi Sidebar erlaubt die simultane "Überwachung" der Social-Media-Kanäle  

Quelle: (Screenshot) Netz.de 

Vivaldi Browser Screenshot der Sidebar

Die Vivaldi Sidebar erlaubt die simultane "Überwachung" der Social-Media-Kanäle  

Quelle: (Screenshot) Netz.de 

Die Anfänge von Vivaldi

Die Geschichte des isländischen Unternehmens Vivaldi Technologies begann mit der Entwicklung von Opera im Jahr 1994. Jón von Tetzchner begann die Arbeit an einem Webbrowser mit zwei weiteren Programmierern, bei dem die Individualisierung durch den Nutzer im Vordergrund stehen sollte.

Erst nachdem von Tetzchner Opera Software (2013) verließ, begann er die Browser-Entwicklung unter dem Namen Vivaldi fortzuführen. Eine erste Version wurde im Februar 2015 veröffentlicht und im Anschluss regelmäßig verbessert. Diese Pre-Version wurde laut Angabe des Unternehmens innerhalb der ersten 10 Tage über eine halbe Million Mal abgerufen - was deutlich zeigt, dass es bereits in diesem frühen Stadium User gab, die sich für die neue Browser-Alternative interessierten.

Für die Zukunft ist die Einbindung weiterer Funktionen - beispielsweise die Integration eines E-Mail-Clients und der Browser-Synchronisation "Vivaldi Sync" - geplant. Sie soll es Usern ermöglichen, Bookmarks, Passwörter, Einstellungen und die Browser-History über verschiedene Geräte hinweg zu synchronisieren.

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