Automatische Bilderkennung

Recognize-App: Gründer aus Höxter machen Instagram Konkurrenz

Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Aktuell ist "Recognize" zwar noch in der Beta-Phase, aber das Konzept ist bereits vielversprechend: Objekte sollen in Fotos erkannt und über das Bild zum Online-Shop verlinkt werden können. Wir haben uns das Gründer-Trio und die Geschäftsidee genauer angeschaut.

Andreas Klassen, Dominik Weihe und Tobias Scheel – so heißen die drei Gründer der Spire GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Höxter. Keiner aus dem Trio ist älter als 24, trotzdem haben sie gemeinsam schon 10 Apps veröffentlicht. In einem Interview gegenüber Gruenderszene erläutert Klassen die Besonderheiten von Recognize: "Die App analysiert Bilder, die der Nutzer geschossen hat. Anschließend gibt die App, wenn ein Produkt darauf gefunden wird, einen Shop-Link zu diesem Produkt wieder. Der nächste Schritt ist, dass Nutzer, die diese Links weitergeben, damit auch Geld über Provisionen verdienen können."

Wir wollen das reale Leben wiedergeben.

Im Gegensatz zum etablierten Marktführer Instagram hat das Entwickler-Trio kein Interesse daran, dass der Fokus auf Luxus und Fashion liegt. Schaut man sich einmal die bekanntesten und erfolgreichsten Instagramer an - zum Beispiel die Fitness-Queen Pamela Reif aus Karlsruhe - wird eines ganz schnell klar: Bei Instagram geht es ums Äußere. Gestellte Fotos zeigen perfekte Make-Ups, teure Taschen, funkelnde Uhren oder perfekt sitzende Haare – und die Abonnenten stehen drauf!

Bei der Recognize-Plattform braucht man laut Klassen kein Profi, es können anonym Fotos geteilt werden. Statt dem Selfie-Hype eins draufzusetzen, soll die Foto-Community die "Welt um uns herum" zeigen. Die zusätzliche Shop-Funktion kann für eigene Bilder benutzt werden, muss aber nicht.

Ein etwas verwirrender Name

Sollte die App wirklich unter dem Namen "Recognize" veröffentlicht werden, könnte dies Verwirrung stiften, denn im iTunes Store existiert unter diesem Namen bereits eine App. Darüber hinaus gibt es ein kalifornisches Unternehmen, das sich ebenfalls diesen Begriff ausgesucht hat und darüber eine App vermarktet, die auch auf Bilderkennungs-Technologie zurückgreift. Sollten Investoren in das Startup investieren, könnte sich bald zeigen, ob sich die Nutzer wirklich dazu entscheiden, sich nicht mehr selbst ins Rampenlicht zu setzen und ob die Art der Monetarisierung gut ankommt. Wir sind gespannt! Und was denkt ihr darüber?

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