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Schnell, schneller, D-Wave

Foto von Sven Schäfer

von Sven Schäfer (@kreativfrei)-

Google und NASA bringen in Kooperation einen neune Supercomputer auf den Markt, der es in seiner Schaffensphase nicht immer ganz einfach hatte.

Googles Quantensprung in ein neues Computerzeitalter

Seit mittlerweile rund zwei Jahren arbeiten Google und die US-amerikanische Weltraumorganisation NASA zusammen an einem neuen "Super-PC", dem sogenannten D-Wave X2. Dabei handelt es sich um einen Quantencomputer, der unter anderem dazu dienen soll, komplexe Weltraummissionen zu planen und zu simulieren. Das Projekt musste in der Vergangenheit zwar immer wieder Rückschläge hinnehmen, doch wie Google vor kurzem offiziell mitteilte, konnten die Ingenieure jetzt den ersten sehenswerten Erfolg verbuchen.

D-Wave Twitterfeed

Google Research gibt neue Informationen über ihren Supercomputer preis.  

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Google Research gibt neue Informationen über ihren Supercomputer preis.  

Wie die ersten Testläufe zeigten, schickt sich der D-Wave X2 an, die Computertechnologie in ein neues Zeitalter zu katapultieren. Der im NASA Ames Research Center beheimatete Super-Rechner arbeitet mit einer schier unglaublichen Geschwindigkeit und löst die ihm gestellten Aufgaben sage und schreibe 100 Millionen Mal (10⁸) schneller als ein normaler Standard-PC. Laut Hartmut Neven, dem Direktor des Google Quantum Artificial Intelligence Lab, bräuchte ein konventioneller Computer etwa 10.000 Jahre, um das zu erreichen, was der D-Wave in nur einer Sekunde schafft.

D-Wave Graph

Diese Grafik zeigt die relative Performance des D-Wave Quantencomputers im Vergleich zu einigen simulierten Algorithmen.  

D-Wave Graph

Diese Grafik zeigt die relative Performance des D-Wave Quantencomputers im Vergleich zu einigen simulierten Algorithmen.  

Doch wie funktioniert das Ganze überhaupt? Während herkömmliche Computer sämtliche Daten in einem binären Code verschlüsseln, der aus Nullen und Einsen besteht, verwendet der Quantencomputer D-Wave sogenannte subatomare Partikel - auch als "Qubits" bekannt. Diese bestehen ebenfalls aus Nullen und Einsen, verwenden zudem aber auch eine Kombination der beiden. Diese Überlagerung ermöglicht eine signifikante Leistungssteigerung, die unter der Verwendung eines speziellen Algorithmus die Rechenleistung eines normalen PCs um das 10⁸-fache übersteigt.

Mit dieser neuartigen Quantentechnologie soll es zukünftig möglich sein, langjährige Probleme im Bereich der fortgeschrittenen Maschinenintelligenz zu lösen. Als potentielle Einsatzgebiete gelten unter anderem der medizinische Sektor und die Weltraumwissenschaft. Fraglich ist derzeit allerdings, ob auch private Anwender in naher Zukunft von der Weiterentwicklung des D-Wave X2 profitieren werden.

Quellen: googleresearch.blogspot.ca, arstechnica.com, wired.co.uk

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