Facebook muss Datenaustausch stoppen

Sieg für die Privatsphäre? EU verpasst WhatsApp den Datenknebel

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Facebook muss bis auf Weiteres den Datenaustausch mit WhatsApp stoppen. Die erst im Sommer eingeführten neuen Nutzungsbedingungen für den Messenger-Dienst, die die Weitergabe privater Daten an Facebook vorsahen, hatten massive Proteste unter den Usern provoziert. Jetzt prüft die EU weitere Schritte.

Dass sowohl Facebook als auch WhatsApp ihr Geld unter anderem mit der Verwendung persönlicher Daten ihrer Nutzer verdienen, sollte ja eigentlich ein alter Hut sein. Als Facebook im August dieses Jahres die Nutzungsbedingungen derart änderte, dass WhatsApp-Daten, beispielsweise die Telefonnummern der Nutzer, künftig auch an Facebook übertragen werden dürfen, ging dennoch ein Aufschrei durch die Netzgemeinde.

WhatsApp beteuert Kooperation

“We’re working with data protection authorities to address their questions.”

WhatsApp via Bloomberg

Die Datenschutzbeauftragten der EU haben sich jetzt diesem Sachverhalt angenommen und wollen die Bedenken eingehend prüfen, heißt es in einem Bericht der Wirtschaftsnachrichten-Seite Bloomberg.

Bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, muss WhatsApp nun die Weitergabe der Daten an den Mutterkonzern unterlassen - so jedenfalls die Forderung.

In der Zwischenzeit haben die WhatsApp-Verantwortlichen ihren Willen zur Zusammenarbeit signalisiert. Gegenüber dem Nachrichtenportal Bloomberg sagten sie, dass sie mit den Datenschutzbeauftragten kooperieren und bereits konstruktive Gespräche gehabt hätten. Geltendes Recht, so der Sprecher weiter, wolle der Konzern auch weiterhin respektieren.

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