Flexibel und einfach

Smart versichern mit Trov – dem Tinder für Versicherungen

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von Sandra Eichhorn (@sandra_rockt)-

Tinder ist wohl die simpelste Dating-App überhaupt: Ein Wisch nach rechts gibt grünes Licht für ein mögliches Techtelmechtel, ein Wisch nach Links ist ein klarer Korb. Ein amerikanisches Startup führt das Tinder-Prinzip jetzt für Versicherungen ein – und will damit die Generation Y ins Boot holen.

Unflexible Angebote schrecken ab

Versicherungen sind für die Millennials, also diejenigen, die um das Jahr 2000 herum Teenager waren, kein attraktives Thema. Viele setzen sich sogar gar nicht mehr damit auseinander. Zuviel Papierkram, undurchschaubare Klauseln und wenig flexible Angebote wirken eher abschreckend. Ein amerikanisches Startup will dieser Entwicklung jetzt entgegenwirken und bringt eine App auf den Markt, die sich den Vorlieben der Digital Natives anpasst. Mit der mobilen App Trov kann man einzelne Gegenstände via Smartphone für einen frei wählbaren Zeitraum versichern – zum Beispiel die Kamera für den nächsten Mallorca-Trip oder das Fahrrad für einen nachmittäglichen Ausflug zum Badesee. Ein Swipe setzt die Versicherung in Gang, ein Swipe in die andere Richtung löst sie wieder auf – eine smarte Lösung, die flexibler kaum sein könnte.

Und wenn wirklich etwas passiert? Dann läuft auch die Schadensregulierung über das Smartphone. Ein Chatbot stellt alle nötigen Fragen, zum Beispiel wann und wie der Schaden entstand, verlangt Fotos und übernimmt automatisch die gesamte Abwicklung. "Es ist die Generation, die alles Wichtige über das Smartphone kanalisiert. Soziale Netzwerke, Essen bestellen, Dating (…). Das Team hat eine wunderschöne Nutzererfahrung kreiert, die dafür entwickelt wurde, das Versichern von Dingen so einfach zu machen, wie nach rechts zu wischen", erklärte Gründer Scott Walchek dem News-Portal news.com.au.

Die ursprüngliche App gibt es schon seit 2012, bislang konnte man damit aber nur digital sein Inventar erfassen. Die Versicherungs-Funktion für die dort gespeicherten Besitztümer wurde erst jetzt integriert und wird bislang nur für iOS-Geräte angeboten. Die App wurde in Australien gelauncht, wird aber noch in diesem Jahr in Großbritannien veröffentlicht und kommt 2017 in die USA und weitere Länder. Für jedes Land wird nur eine Versicherung als Partner fungieren, in Australien ist das Suncorp. Ob es die App auch nach Deutschland schafft, ist ungewiss.

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