Alles muss man selber machen

Snapchat: Mit Lens Studio können User jetzt eigene AR-Filter entwerfen

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von Michael Springer -

Dass Snapchats AR-Filter das Netz in Ekstase versetzen können, hat der tanzende Hotdog vor einigen Monaten allen klargemacht. Vielleicht wird es solche Hypes in Zukunft öfter geben: Denn 'Lens Studio' ist ein Tool, mit dem Snapchat-User nun ihre eigenen AR-Filter erschaffen dürfen.

Wirklich gut wird es nur, wenn man es selbst macht. Und wer lieber seine eigenen AR-Filter zusammenbastelt, anstatt die vorgefertigten von Snapchat zu verwenden, der bekommt mit der Desktop-App 'Lens Studio' nun die Möglichkeit dazu – Selfie-Filter sind davon allerdings ausgeschlossen. Die animierten 3D-Figuren, die sich via Smartphone-Kamera in der Realität "platzieren" lassen, sind eines der am meisten genutzten Snapchat-Features – rund ein Drittel der Snapchat-Nutzer spielt täglich mit ihnen herum. Dass die AR-Filter zum viralen Phänomen werden können, hat der tanzende Hotdog im Sommer bewiesen: Das animierte Würstchen tauchte in allen sozialen Kanälen auf, eroberte virtuell die Sehenswürdigkeiten der Welt.

Lens Studio: Mach dir die AR-Welt, wie sie dir gefällt

'Lens Studio' öffnet Snapchat nun für Eigenkreationen: In der Desktop-App, die für Windows und Mac zum Download bereitsteht, lassen sich die fertigen 3D-Objekte samt Animationsroutinen importieren und für die Nutzung in Snapchat konfigurieren. Ein ausführliches Online-Handbuch, das bis jetzt nur auf Englisch abrufbar ist, hilft beim Einstieg in das eher komplexe Programm. Ist der individuelle AR-Filter fertiggestellt, kann er per Link oder Snapcode direkt mit Freunden und Bekannten geteilt werden. Diese dürfen ihn dann in ihren Snaps verwenden.

Ob das neue Tool viele Amateure dazu animieren wird, ihre eigenen AR-Filter für Snapchat zu bauen, ist allerdings fraglich. Denn 3D-Modellierung und –Animation sind nicht unbedingt Fähigkeiten, die man gemeinhin von Snapchats eher junger Zielgruppe erwartet. Viel wahrscheinlicher dürfte es sein, dass 'Lens Studio' vor allem Profis – Unternehmen und Werbetreiber – anzieht. Die könnten das neue Tool nutzen, um ihren Produkten und Events eine größere Reichweite zu sichern. Das wäre auf jeden Fall in Snapchats Interesse: Das Unternehmen kämpft schon seit längerem mit schrumpfendem Userzuwachs und unzureichenden Werbeeinnahmen.

Quelle: Lens Studio

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