VTech

Spielzeughersteller gehackt! Datensätze von über 200.000 Kindern gestohlen

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von Dennie Beneke (@debeneke)-

Schlechte Nachrichten für VTech-Kunden – Hacker klauen fast 5 Mio. Datensätze, darunter auch die von Kindern

Der asiatische Spielzeughersteller VTech hat ein Statement abgegeben, aus dem hervorgeht, dass der hauseigene App-Store Opfer eines Hacker-Angriffs wurde. Besonders heikel: nicht nur Passwörter, E-Mail-Adressen und Sicherheitsabfragen haben den Besitzer gewechselt. Über 200.000 personenbezogene Informationen sollen von Kindern stammen, die sich im Zuge der Registration dort mit Namen und weiteren kennzeichnenden Informationen anmeldeten.

4,8 Millionen User-Profile aus dem hauseigenen App-Store gestohlen

Der Vorfall soll sich nach eigenen Angaben bereits am 15. Oktober ereignet haben. Während einige Medien durch die aufgetauchten Daten im Netz bereits über diesen Vorfall berichteten, zog der Hersteller für Lernkonsolen erst am vergangenen Wochenende nach und gab eine offizielle Erklärung ab. Insgesamt soll der Datenklau ca. 4,8 Millionen Kunden betreffen, die ihre Produkte in VTechs Learning Lodge samt Anmeldeinformationen und personenbezogenen Daten registriert haben.

Allerdings sind es vor allem die ca. 200.000 registrierten Kinder samt Namens-, Alters- und Wohnortsangaben, die diesen Hack so besonders brisant machen. Nach dem Erwerb der Spielzeuge können VTech-Kunden aus dem hauseigenen App-Store vor allem geräteabhängige Lern-Software, e-Books oder spiele herunterladen, sofern sie sich vorab registrieren. Neben den generellen User-Profilen sind demnach also Namen, E-Mails und die verschlüsselten Passwörter samt Sicherheitsabfragen in die Hände der Diebe gefallen.

Der Hersteller für Lern-Software und Spielzeug vertreibt seine Produkte weltweit, weshalb davon auszugehen ist, dass auch deutsche Kunden betroffen sind. Diese Annahme bestätigt vor allem die Erklärung auf der firmeneigenen Webseite, in der VTech angibt, den potenziell betroffenen Kunden eine E-Mail zukommen zu lassen - neben dem amerikanischen und asiatischen Markt gehen auch E-Mails an deutsche, französische oder niederländische Kunden.

Weiterhin versichert das Unternehmen, dass keine Kreditkarten- sowie Bankverbindungsinformationen gestohlen wurden. VTech leitet die Bezahlvorgänge im App-Store an einen Drittanbieter weiter, weshalb keine Informationen dieser Art in der Datenbank der Learning Lodge hinterlegt werden. Ein schwacher Trost – bedenkt man die möglichen Auswirkungen, die es nach sich ziehen kann, wenn private Informationen wie Adresse, Name und Alter von Kindern in Zusammenhang mit ihren Eltern in die falschen Hände wandern.

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