Mehr Kontrolle über Playlists

Spotify: Bald weniger Shuffle in der Gratis-Variante? [Update]

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Spotify Free ärgert viele Nutzer der Mobile-App mit einen automatischen Zufallsmodus, der das Auswählen bestimmter Songs unmöglich macht. Jetzt berichten anonyme Quellen über Pläne, Gratis-Nutzern "mehr Kontrolle" über die Playlists zu geben. Lässt sich das ungeliebte Feature also bald deaktivieren?

+++ (Update 18.04.2018) +++

Es sieht ganz danach aus, als würden die Gerüchte stimmen: Spotify arbeitet an einem umfassenden Redesign von 'Spotify Free', der Gratis-Version der Streaming-App für Mobilgeräte. Wie The Verge jetzt herausgefunden hat, wird der ungeliebte automatische Zufallsmodus tatsächlich, wenn auch nur zum Teil, schon bald der Vergangenheit angehören. Ausgewählte Playlists werden sich also direkt aufrufen und direkt nach einzelnen Songs durchsuchen lassen. Playlists, die weiterhin nur im Shuffle-Modus angehört werden können, werden mit dem Update hingegen mit einem deutlichen blauen Symbol gekennzeichnet:

Viele Playlists werden bald direkt anwählbar sein (links), andere wiederum bleiben nur im Shuffle-Modus abspielbar, werden dann aber mit einem blauen Symbol gekennzeichnet (rechts). Auch die Suche (Mitte) erhält ein Redesign.

Quelle: (Screenshot / Spotify)  The Verge 

Viele Playlists werden bald direkt anwählbar sein (links), andere wiederum bleiben nur im Shuffle-Modus abspielbar, werden dann aber mit einem blauen Symbol gekennzeichnet (rechts). Auch die Suche (Mitte) erhält ein Redesign.  

Quelle: (Screenshot / Spotify)  The Verge 

Anscheinend erhält Spotify Free aber wohl noch weitere Änderungen: Auf der Suchseite erscheinen dann Vorschläge in auffälligen, farbigen Kästen. Unter Playlist-Icons erscheint demnächst außerdem ein 'Preview', also eine Vorschau einiger enthaltener Songs. Insgesamt scheint Spotify das Gratis-Angebot in Sachen Design und Funktionen also in der Tat näher an das kostenpflichtige Premium-Angebot rücken zu wollen. Gerechnet wird mit dem Update schon in der nächsten Woche, zumindest in den USA.

+++ (Update 18.04.2018) +++

Der Musikstreaming-Dienst 'Spotify' kann seit je auf zwei Arten genutzt werden: Entweder als uneingeschränkter Premium-Dienst für knapp zehn Euro im Monat oder als die abgespeckte Version 'Spotify Free'. Für letztgenannte Variante fallen dem Nutzer dann zwar keine Kosten an, dafür muss er aber zwei Einschränkungen in Kauf nehmen - jedenfalls dann, wenn er nicht schummelt: Regelmäßige Werbung zwischen den Liedern und, zumindest auf Mobilgeräten, ein nicht deaktivierbarer Zufalls-Modus, der das direkte Auswählen einen spezifischen Tracks unmöglich macht.

Spotify-App: Automatische Zufallswiedergabe wird vielleicht abgeschafft

Dieser automatische Shuffle-Modus könnte aber bald der Vergangenheit angehören, wie die Nachrichtenseite Bloomberg unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet. Das Unternehmen wolle den Dienst speziell für App-Nutzer "einfacher nutzbar" machen, heißt es dort. Diese Aussage allein ist natürlich denkbar vage und könnte quasi alles und nichts heißen, doch die Informanten werden noch konkreter: "Mit dem Update werden Nutzer des kostenlosen Dienstes auf Mobilgeräten schneller auf Playlists zugreifen können und, so wie beim kostenpflichtigen Produkt, mehr Kontrolle darüber haben, welche Songs sie in Top-Playlists hören können."

Nutzer bekommen mehr Kontrolle darüber, welche Songs sie hören können.

Aus unserer Sicht kann das eigentlich nur bedeuten, dass das ungeliebte Auto-Shuffle in Spotifys Android- und iOS-Apps abgeschafft oder zumindest an gewissen Stellen deaktivierbar sein wird - ein ziemlich starkes Argument für Nicht-Nutzer, mal in Spotify hereinzuschnuppern. Für viele Spotify-Free-User allerdings sicher auch Grund genug, kein Upgrade auf Premium durchzuführen. Fest steht: Stellt sich das Gerücht als wahr heraus, dürfte der Musikstreaming-Dienst demnächst einen weiteren Schub neuer Nutzer generieren.

Und genau das könnte das neuerdings börsennotierte Unternehmen im Sinn haben. Denn die neuen Kunden zahlen zwar vorerst nicht, Investoren nehmen wachsende Nutzerzahlen allerdings zunächst als positives Signal wahr. An dem Gerücht könnte also durchaus etwas dran sein. Jetzt fehlt nur noch ein offizielles Statement von Spotify zu der Angelegenheit. Bloomberg rechnet mit einer Stellungnahme in den kommenden Wochen.

Quelle: Bloomberg

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