Infizierte Werbung angeblich gelöscht

Spotify Free: Schon der zweite Malware-Angriff

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Schon zum zweiten Mal musste sich der Streaming-Dienst Spotify letzte Woche für einen Schadsoftware-Angriff auf seine Nutzer entschuldigen. Cyberkriminelle hatten die Werbeanzeigen des Gratis-Dienstes infiziert und Nutzer millionenfach auf korrumpierte Seiten gelockt. Angeblich ist die Gefahr mittlerweile gebannt.

Spotify gehört, gemeinsam mit Amazon Prime und Deezer, zu den beliebtesten Musik-Streaming-Anbietern hierzulande. Weltweit hören laut Statista fast 100 Millionen aktive Nutzer täglich ihre Lieblings-Songs über den Dienst. Für Cyber-Kriminelle macht dies Spotify zu einem lukrativen Ziel für Infektionen. So gab es vergangene Woche bereits den zweiten groß angelegten Angriff auf die Nutzer der beliebten Plattform.

"We have now identified the source of the problem and have shut it down. We will continue to monitor the situation."

Spotify

Wie zahlreiche Anwender berichteten, habe sich nach dem Starten von Spotify wiederholt der Standard-Browser mit einer mit Malware verseuchten Website geöffnet. Betroffen davon waren ausschließlich Kunden der Variante 'Spotify Free' - gut 80 Prozent der Anwender nutzen diese kostenlose Variante des Streaming-Dienstes. Wie Spotify unterdessen mitteilte, haben sie das Problem isolieren und unter Kontrolle bringen können. Offenbar hatte sich ein Schadprogramm in eine der im Gratis-Tarif eingeblendeten Werbeanzeigen eingenistet.

Malvertising: besonders perfide Vorgehensweise

Diese Vorgehensweise ist nicht neu, erst 2011 hatte der Dienst mit einem ähnlichen Angriff, dem sogenannten 'Malvertising', zu kämpfen. Dabei werden zunächst harmlose Anzeigen auf einer stark frequentierten Plattform geschaltet, um sie im Nachhinein mit einem Virus zu versehen. Das Perfide daran ist, dass eine Infektion des heimischen Rechners dadurch auch 'Pre-Click' geschehen kann - also ohne, dass der Nutzer auf die infizierte Werbeanzeige klickt.

Wer die ungewollten Browser-Popups trotz Entwarnung seitens Spotify noch immer nicht losgeworden ist, dem sei ein vollständiger Virus-Scan, zum Beispiel mit Malwarebytes Anti-Malware, angeraten. Wer komplett auf Nummer sicher gehen will, beißt in den sauren Apfel und deinstalliert den Dienst bis auf Weiteres.

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