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Wegen bevorstehendem Börsengang?

Spotify geht gegen App-User vor, die illegal Werbung abgeschaltet haben

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von Benjamin Krämer -

Spotify geht an die Börse. Nachrichten über Gratis-Nutzer, die Adblocker von Drittparteien benutzen, kommen da nicht gut an. Darum versendet der Streaming-Dienst jetzt Warnmeldungen an Nutzer, die ihre App ohne Werbung benutzen und sperrt sie zur Not. Accounts sind von den Sperrungen allerdings nicht betroffen.

Spotify ist der Streaming-Dienst für Musikbegeisterte auf der ganzen Welt. Das Unternehmen finanziert sich unter anderem mittels Werbeclips, die in regelmäßigen Abständen die Musik unterbrechen. Das kann selbstverständlich nerven, wenn gerade an der besten Stelle der zusammengestellten Playlist ein anstrengender Clip für ein Online-Spiel aus den Lautsprechern dröhnt, oder das neueste Duschgel angepriesen wird. Einige Android-Nutzer hatten dafür bisher einen Workaround: Mittels einer App-Modifikation konnte die Werbung unterbunden werden und ein komplett werbefreies Hörerlebnis ermöglicht werden. Spotify konnte diese User bisher schon identifizieren, ging aber nicht gegen sie vor. Das ändert sich jetzt und der Grund dafür scheint der bevorstehende Börsengang zu sein.

Keine Werbung in der Spotify-App, keine Anleger

Die Werbeeinnahmen sind das, was Spotify so attraktiv für die Anleger macht, die beim Börsengang möglichst kräftig zuschlagen und damit frisches Kapital in die Kassen spülen sollen. Je öfter Nutzer keine Werbung eingeblendet bekommen, desto geringer der Gewinn, so einfach ist das. Darum versendet Spotify jetzt Warnmeldungen an Personen, die die modifizierte App nutzen und sperrt ihnen den Zugang zum Musik-Stream, mit dem Hinweis, dass es sich um eine korrupte Software handle und die Original-App aus dem Playstore genutzt werden solle. Die Accounts selbst bleiben also unangetastet. In den versendeten E-Mails weist Spotify allerdings auch darauf hin, dass bei weiteren versuchen, Modifikationen zu nutzen, der Account gesperrt werden könne. Also gilt in Zukunft wieder: Wer kostenlos seine Lieblingsmusik hören möchte, muss auch die gelegentliche Werbung akzeptieren.

Quelle: computerbase.de

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