Tinder gibt Attraktivitäts-Score den Laufpass

Tinder erklärt: So funktioniert das mit dem Matchen

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Tinder ist endlich mit der Sprache herausgerückt: In einer Mitteilung verraten die Macher der App jetzt, nach welchen Kriterien ihr anderen Nutzern der App vorgeschlagen werdet. Wer sich an die Regeln hält, kann somit seine Chancen auf einen Match maximieren.

Vermutlich kennt jeder jemanden, der "tindert" - oder man nutzt die App selbst. Die Gründe für die Popularität der App sind einleuchtend: Im Gegensatz zu vielen anderen Dating- und Partnersuche-Apps ist ein Profil bei Tinder in Windeseile angelegt, die Bedienung ist intuitiv und überaus leicht verständlich. Ein kleines Mysterium war hingegen bislang, nach welchen Kriterien Tinders Algorithmus die Kandidaten auswählt, die euch vorgeschlagen werden. Jetzt bringen die App-Entwickler Licht ins Dunkel.

Wir wollen, dass ihr chattet und euch im echten Leben trefft.

Tinder

Zunächst:Je aktiver ihr seid, desto besser bewertet Tinder offenbar euer Profil. Das mag unspektakulär klingen, die offizielle Bestätigung dieses Mechanismus bedeutet aber, dass Ihr tatsächlich einen nicht unerheblichen Einfluss darauf nehmen könnt, wie oft ihr anderen angezeigt werdet.

Tinder: Täglich swipen erhöht Chancen

Tinder wird in diesem Punkt recht konkret: "Wir wollen nicht eure Zeit damit vergeuden, indem wir euch Profile inaktiver Nutzer zeigen." Bedeutet: Erfolgsorientierte Tinder-Nutzer starten die App möglichst täglich, updaten ihr Profil regelmäßig, swipen häufig und werden bei Matches schnell aktiv. "Es gibt nichts Besseres, als zu matchen und sofort eine Unterhaltung anzufangen", so die App-Entwickler in ihrer Mitteilung.

Tinder verlangt bekanntlich nur wenige persönliche Angaben von Nutzern. EInkommen, Hautfarbe, Konfession - all das wird nicht von der App abgefragt und somit auch nicht vom Algorithmus berücksichtigt. Spart euch also die Prahlerei mit eurem Jahreseinkommen in der Tinder-Bio. Die wenigen Angaben, die ihr beim Erstellen eures Profils zwingend hinterlegen müsst, sind jedoch umso entscheidender. Besonders der Faktor Entfernung scheint ausschlaggebend zu sein, Tinder selbst bezeichnet räumliche Nähe sogar als "Schlüssel-Faktor". Ihr werdet Nutzern in eurer Nähe also viel häufiger vorgeschlagen.

Keine Zwei-Klassen-Gesellschaft mehr?

In den letzten Jahren machte immer wieder ein sogenannter "Attraktivitäts-Score" in den Medien die Runde. Von einer Zwei-Klassen-Gesellschaft war mitunter die Rede: Tinder bewerte User mit vielen Rechts-Swipes als besonders attraktiv und zeige diesen wiederum nur andere Nutzer mit ähnlich vielen positiven Bewertungen. Diesem Gerücht gibt Tinder nun den Laufpass. Zwar sei der Algorithmus in der Vergangenheit so vorgegangen, inzwischen sei das aber nicht mehr der Fall.

Stattdessen passiert jetzt Folgendes im Hintergrund: Nutzer, die bei anderen Profilen in dieselbe Richtung swipen, werden sich gegenseitig wahrscheinlicher vorgeschlagen. Tinder versucht dadurch wohl, den persönlichen Geschmack halbwegs treffsicher zu bestimmen. Auch ändert sich, was euch angezeigt wird, jedes Mal, wenn euer Profil nach rechts oder links gewischt wird. Wer seine Chancen auf Tinder erhöhen will, ist also möglichst aktiv und ergreift besonders bei Matches die Initiative im Chat. Auch wenn dann nichts aus dem Date wird, bewertet der Algorithmus euer Profil entsprechend positiv und ihr werdet künftig mehr Usern vorgeschlagen. Dass ihr euch dann auch wirklich bei einem Tinder-Date verliebt, ist aber zumindest laut Expertenmeinung ziemlich unwahrscheinlich.

Quelle: Tinder

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