Forscher registrieren 350 Schwachstellen in Androi

Trauriger Rekord: Android so löchrig wie nie

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Mit insgesamt 350 Android-Schwachstellen, die allein die Wissenschaftler vom Hasso Plattner Institut ausfindig gemacht haben, ist das Betriebssystem jetzt schon doppelt so unsicher wie vergangenes Jahr. Paradoxerweise erweist sich offenbar die hohe Beliebtheit des Betriebssystems als dessen große Schwäche.

Die weite Verbreitung von Android-Systemen macht die Software als Angriffsziel besonders attraktiv für Kriminelle...

Kaum ist mit Android Nougat die neueste Version des Google-Betriebssystems erschienen, schon gibt es schlechte Nachrichten von den Sicherheitsforschern des Hasso Plattner Instituts der Uni Potsdam. Wie die Wissenschaftler mitteilen, habe sich die Anzahl der Schwachstellen in dem Betriebssystem, dank derer sich Angreifer Zugang zu den Android-Geräten verschaffen können, seit letztem Jahr mehr als verdoppelt.

Starke Verbreitung macht Android anfällig

Insgesamt 350 Sicherheitslücken haben die Potsdamer in ihrer Datenbank bisher registriert. Ganze 70 Prozent davon sollen schwerwiegende, sogenannte kritische Schwachstellen darstellen. Der Erfolg des Betriebssystems ist dabei laut den Forschern Fluch und Segen zugleich für Google: "Die weite Verbreitung von Android-Systemen macht die Software als Angriffsziel besonders attraktiv für Kriminelle, gleichzeitig suchen Experten aber auch intensiver nach Lücken", erklärt HPI-Institutsdirektor Prof. Dr. Christoph Meinel.

Durch ständige Erweiterungen und Aktualisierungen werde Android ferner immer komplexer - und in der Folge immer fehleranfälliger. Die Experten raten daher jedem dazu, Android-Geräte nur von Herstellern zu beziehen, die regelmäßige Android-Updates durchführen.

Forscher stellen Prüf-Service bereit

In der Datenbank des Instituts sind laut eigenen Angaben circa 77.000 Schwachstellen gespeichert, die etwa 192.000 Programme und 15.000 Hersteller betreffen. Auf einer von der Universität bereitgestellten Service-Seite können Nutzer, die um ihre Sicherheit fürchten, eine Liste ihrer installierten Apps zusammenstellen und prüfen lassen.

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