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Tribe 2.0: Die Revolution des Video-Chats ist Augmented Messaging

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Anfang des Jahres veröffentlichte Tribe Inc. eine Chat-App, die als 'neu erfundenes Walkie-Talkie' beworben wurde - nicht unbedingt etwas, das uns sofort vom Hocker reißt. Mit dem neuen Feature 'Magic Words' sieht das Ganze allerdings schon etwas anders aus.

Tribe App Screenshot

In der Video-Message ging es darum, sich gleich zu treffen? Tribe soll in der Lage sein, direkt Möglichkeiten anzuzeigen, um dem Treffpunkt zu erreichen. Zum Beispiel eine Wegbeschreibung von Google Maps oder die Option ein Taxi zu bestellen.  

Quelle: (Pressekit)  Tribe Inc. 

Tribe App Screenshot

In der Video-Message ging es darum, sich gleich zu treffen? Tribe soll in der Lage sein, direkt Möglichkeiten anzuzeigen, um dem Treffpunkt zu erreichen. Zum Beispiel eine Wegbeschreibung von Google Maps oder die Option ein Taxi zu bestellen.  

Quelle: (Pressekit)  Tribe Inc. 

Für verschiedene Services die App wechseln? Das ist irgendwie so 2015. Entwickler tendieren zunehmend dazu, Gesamtlösungen zu entwickeln, die das hin und her switchen zwischen Apps und Online-Services überflüssig machen. Ein gutes Beispiel dafür: Chatbots. Diese lernfähigen Programme sollen in der Lage sein, die Angebote verschiedener Dienstleister und Portale für uns anzusteuern, einfach indem wir sie danach fragen.

Alles aus einer Hand

Etwas ähnliches versucht auch das neunköpfige Entwickler-Team von Tribe. Mit der kostenlosen Chat-App, die sowohl für das iPhone als auch für Android-Geräte entworfen wurde, lassen sich Video-Nachrichten verschicken und empfangen.

Das besondere an der aktuellen Version 2.0: Empfängt man eine Botschaft, erkennt die integrierte Spracherkennungs-Technologie, ob zum Beispiel über einen Film, ein Produkt oder eine Dienstleistung gesprochen wird und bietet dazu passend relevante Infos an. Diese Infos teasert Tribe am linken Bildschirmrand an und der Anwender kann bei Bedarf durch einen Tap darauf mehr erfahren.

In Gesellschaft? Mit den Untertiteln kein Problem

Neben einer benutzerfreundlichen Navigation innerhalb der App und dem 'Magic Words' Feature haben sich die Macher des 'modernen Walkie-Talkie' aber noch weitere Funktionen einfallen lassen. So soll Tribe erkennen, wenn das Smartphone auf 'lautlos' gestellt ist und automatisch Untertitel einblenden, sobald eine Video-Nachricht abgerufen wird. Besonders praktisch, wenn sich der User in Gesellschaft befindet und nicht jeden an der privaten Konversation teilhaben lassen möchte.

If you mention a celebrity, brand, consumer good, or location in your video message, these Magic Words will appear. Magic Words link the highlighted word to more information about what you were chatting about on Instagram, Twitter, Amazon or Youtube.

Tribe Inc.

Fans der Bild- und Videobearbeitung mithilfe von Filtern dürften sich ebenfalls über die Tribe-App freuen, denn es werden unterschiedliche Möglichkeiten angeboten, die eigene Video-Botschaft aufzuhübschen oder das eigene Abbild mit dem Pixel-Filter zu verschleiern. Bezogen auf die optische Gestaltung ist es außerdem möglich verschiedene Themes zu nutzen, um Tribe an die persönlichen Vorlieben anzupassen.

Datenschutzrechtliche Bedenken

Soweit macht die Chat-App einen sehr guten Eindruck. Lediglich ein Punkt schwächt den positiven Gesamteindruck: Die Anzeige von Produkten und die direkte Weiterleitung zu Amazon riecht stark nach Werbeindustrie, gepaart mit datenschutzrechtlichen Bedenken. Denn Tribe kennt die Telefonnummer des Users (diese wird, wie bei WhatsApp, zur Verifikation genutzt) und bietet die automatische Profil-Vervollständigung über Facebook an. Es ist zwar kein Zwang, Facebook oder das eigene Adressbuch mit Tribe zu verknüpfen, aber dem Konzept haftet der Geruch des Daten-Sammelns an.

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