Zeitfenster von 5 bis 30 Sekunden

Tweets nachträglich korrigieren: Twitter-Chef denkt laut über Edit-Funktion nach

Geschätzte Lesezeit: ca. 1 Minute

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Auf Twitter ist das nachträgliche Bearbeiten bereits abgeschickter Tweets bislang unmöglich. Leider, würden sicher die meisten User sagen. Wohl jeder hat sich schon mal darüber geärgert, einen Tweet abgefeuert zu haben, der einen Buchstabendreher enthält. Ein aktuelles Interview mit Twitter-CEO Jack Dorsay lässt jetzt hoffen: Vielleicht kommt bald die Edit-Funktion.

Auf Instagram geht es, auf Facebook auch: Posts und Bildunterschriften lassen sich nachträglich bearbeiten. Zum Beispiel weil man nach dem Absenden einen Schreibfehler entdeckt hat. Oder weil man zu spät gemerkt hat, dass man unbeabsichtigt alternative Fakten geteilt hat. Auf Twitter aber ist ein solches Editieren bislang unmöglich - eine Tatsache, die viele Nutzer stört. Findet man in einem hastig abgesetzten Tweet im Nachhinein einen Tippfehler, gibt es derzeit nur eine Option: Tweet löschen, neu schreiben und erneut absenden. Eine wenig elegante Vorgehensweise, die aber mit etwas Glück schon bald nicht mehr nötig sein wird.

Twitter: Zeitfenster zum Editieren im Gespräch

Das hat Twitter-Chef Jack Dorsay jetzt höchstpersönlich in einem Interview auf YouTube durchblicken lassen. In dem fast zweistündigen Gespräch werden ziemlich viele Themen angeschnitten - Bots, Fake-News, natürlich Donald Trumps geistige Ergüsse, der raketenhafte Aufstieg des Kurznachrichtendienstes und, und, und. Aber eben auch das bisher noch fehlende Feature, das der Gastgeber Joe Rogan offenbar ebenfalls schmerzlich vermisst.

Bislang sei diese Funktion ganz bewusst noch nicht eingeführt worden, berichtet der Twitter-Boss. Der Kurznachrichtendienst basierte auf SMS - dort könne man ja schließlich auch nichts nachträglich zurücknehmen. Diesen Echtzeit-Ansatz wolle man auf jeden Fall beibehalten, es werde aber dennoch gerade über eine Alternative nachgedacht: Ein 5- bis 30-sekündiges Zeitfenster, während dem es möglich wäre, Änderungen am Tweet vorzunehmen. Rogan schlug zudem vor, dass der Originaltweet zusätzlich bestehen bleibt, damit jeder die Originalnachricht sehen kann. Eine gute Idee, bedenkt man, wie viel virales Potenzial Vertipper wie #covfefe in der Vergangenheit entfalten konnten.

Quelle: Joe Rogan/YouTube

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1 Kommentar
Rolf Oehen

Tweets nachträglich korrigieren: Wäre sehr dankbar, wenn Sie an diesem Thema bleiben würden. Denn nichts ist ärgerlicher als im Nachhinein seine eigenen Tippfehler entdecken zu müssen bzw. nicht mehr korrigieren zu können!