Shoppen ohne Kladde

Überliste: Was kann die Einkaufszettel-App aus Berlin?

Geschätzte Lesezeit: ca. 4 Minuten

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Geht ihr gerne gut vorbereitet einkaufen? Dann ist 'überliste' vielleicht die richtige App für euch: Die Einkaufslisten-App kommt puristisch daher, bietet an den richtigen Stellen aber einige Zusatzfunktionen, die die Anwendung auch für Nicht-Einkaufszettel-Schreiber zu einem nützlichen Shopping-Helfer machen.

Wie man am besten Lebensmittel einkaufen geht, daran scheiden sich ja gewissermaßen die Geister. Die einen gehen perfekt vorbereitet in den Supermarkt, um den Einkauf möglichst effizient abzuhaken. Andere wiederum (so wie der Verfasser dieser Zeilen) betreten Supermarkt und Discounter größtenteils planlos, verplämpern Zeit beim Umherirren zwischen den Regalen und ärgern sich hinterher, dass sie die Hälfte vergessen haben. Während Letztgenannte noch darauf warten, zielsicher von smarten Einkaufwagen durch Rewe, Aldi und Co gekarrt zu werden, bemühen Erstgenannte häufig Einkaufs-Apps. Ein durchaus empfehlenswertes Exemplar dieser Gattung ist 'überliste'.

Die Einkaufsliste ist nach Kategorien sortiert, auch Markennamen befinden sich in der Vorauswahl.

(Screenshot)  überliste 

In der Kaufhistorie findet ihr Produkte wieder, die ihr schon einmal besorgt habt. Waren, die ihr regelmäßig kauft, lassen sich von hier aus schnell wieder auf die Liste setzen.

(Screenshot)  überliste 

Überliste schlägt euch Produkte anhand eurer Eingaben vor. Ist etwas nicht dabei, wird der Artikel angelegt.

(Screenshot)  überliste 

Kein Juristendeutsch: Die AGB sind verständlich und einleuchtend formuliert.

(Screenshot)  überliste 

Die Einkaufsliste ist nach Kategorien sortiert, auch Markennamen befinden sich in der Vorauswahl.

(Screenshot)  überliste 

In der Kaufhistorie findet ihr Produkte wieder, die ihr schon einmal besorgt habt. Waren, die ihr regelmäßig kauft, lassen sich von hier aus schnell wieder auf die Liste setzen.

(Screenshot)  überliste 

Überliste schlägt euch Produkte anhand eurer Eingaben vor. Ist etwas nicht dabei, wird der Artikel angelegt.

(Screenshot)  überliste 

Kein Juristendeutsch: Die AGB sind verständlich und einleuchtend formuliert.

(Screenshot)  überliste 

Überliste: Besser als Stift und Zettel?

Unterm Strich ist die App für iPhone (und seit Kurzem iPad) eine Art elektronischer Einkaufszettel. Damit steigt sie in den Ring mit etablierten Apps wie beispielsweise 'Bring!', verzichtet aber - womöglich bewusst - auf von jenen Apps bekannte Features wie Rezept-Import oder KI-gestützte Produkt- oder Rabattvorschläge. Für Nutzer bedeutet das in erster Linie: Alles ist intuitiv verständlich, in 'überliste' werden Produkte entweder aus vorgefertigten Kategorien einer Einkaufsliste hinzugefügt oder eigenhändig Artikel eingepflegt. Sind die Waren im Einkaufswagen - einfach aus der Liste wischen. Doch: Warum nicht gleich Zettel und Stift nehmen?

Nützlich, weil zeitsparend, ist besonders die Einkaufshistorie.

Weil 'überliste' dann doch mit einigen Feinheiten aufwartet, die mit handschriftlichen Notizen kaum umsetzbar sind. Nützlich, weil zeitsparend ist zum einen die Einkaufshistorie: Oft wiederkehrende Artikel - etwa Gemüse, Brot, Milch, Obst und dergleichen - lassen sich so recht zügig der aktuellen Liste hinzufügen.

Sharing-Funktion überzeugt bei Party-Organisation

Zum zweiten überzeugt die Möglichkeit, Listen mit mehreren Personen gemeinsam zu erstellen und simultan abzuarbeiten. Jeder, der schon einmal eine WG-Party organisieren oder die Verpflegung für einen Festivalausflug mit Freunden organisieren musste, erkennt den Mehrwert dieser Funktion sofort. Der elektronische Einkaufszettel synchronisiert zudem zügig, das Betätigen eines entsprechenden Buttons ist nicht nötig.

Persönliche Daten werden nicht verkauft.

Für beide Funktionen ist naheliegenderweise eine Registrierung notwendig. In den vorbildlich formulierten AGB (s. Galerie) betonen die Entwickler - allesamt Werkstudenten der Berliner Agentur 'binaere bauten' - allerdings, dass keinerlei persönliche Daten verkauft oder anderweitig zu Geld gemacht werden. Auch Werbung bekommt ihr keine zu Gesicht.

Weil Angaben à la "Äpfel" oder "Milch" logischerweise viel Interpretationsspielraum zulassen, darf jedem Artikel zusätzlich eine Mengenangabe hinzugefügt werden. Die Wahlmöglichkeiten variieren hier: Kirschsaft bekommt ihr im Karton, der Flasche oder ihr macht eine Liter-Angabe. Bier kommt in Kästen, Dosen und Flaschen. Sollte auch das nicht für Klarheit sorgen, steht noch ein Kommentarfeld zur Verfügung.

Fazit: Angenehm schnörkellose Shopping-App mit Webanwendung

Wer beim Shoppen gerne bei der Hand genommen werden will und Wert legt auf Rabatthinweise und andere Komfortfunktionen, greift zwar zum Klassenprimus 'Bring!'. Wer ein griffiges, schnörkelloses Upgrade für den klassischen Einkaufszettel sucht, ist mit 'überliste' allerdings an genau der richtigen Adresse.

Eine nette Dreingabe ist übrigens die ähnlich aufgebaute Webanwendung, die ebenfalls mit sämtlichen angemeldeten Devices synchronisiert. Zwar wird man diese wohl kaum im Discounter öffnen, gerade lange Listen für Partys und sonstige Events lassen sich am Schreibtisch aber ungleich komfortabler aufstellen. Von Seiten der Entwickler heißt es, dass auch Android-User bald mit der Berliner App shoppen gehen können. iOS-Nutzer werden in der Zwischenzeit in Apples App-Store fündig.

Hier erfährst du mehr über: iOS

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1 Kommentar
Jan Kammerath

Hallo Sebastian, ich habe die letzten Tage meine Super App veröffentlich. Sie bietet neben gemeinsamen Einkaufslisten mit Push-Benachrichtigungen auch die alle Discount- und Markenmärkte sowie deren Angebote in der Nähe. iOS: https://apps.apple.com/de/app/super-app-einkaufslisten/id1478735079 Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=link.superapp Website: https://www.superapp.link/ Über die Aufnahme in die Liste oder einen kurzen Test würde ich mich natürlich sehr freuen! Viele liebe Grüße, Jan