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[UPDATE] Microsoft Keynote: Neues von Windows 10, HoloLens und Xbox

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Windows 10 befindet sich bereits auf über 270 Millionen Computern weltweit und auch andere Microsoft-Produkte sind weiterhin auf Erfolgskurs. Auf der Keynote "Microsoft Build 2016" in San Francisco enthüllt das Unternehmen zahlreiche neue Innovationen und Updates, auf die sich die Nutzer freuen können.

Laut Terry Myerson, seines Zeichens Head of Windows, hat sich Windows 10 schneller verbreitet, als alle anderen Vorgänger-Systeme. Nur acht Monate nach dem Release befindet sich das Betriebssystem mittlerweile auf über 270 Millionen Rechnern von Privatpersonen und Unternehmen. Aber auch Linux-Fans können sich auf die kommenden Updates freuen

6.6 million hours of Xbox One games streamed to Windows 10 PCs

Denn Microsoft hat gemeinsam mit den Ubuntu-Machern ein sogenanntes Linux-Subsystem entwickelt, mit dem sich Linux-Binaries im ELF-Format ausführen lassen - ohne dass diese erst passend für Windows transformiert werden müssen. Wie schon bei früheren Updates sollen auch in diesem Fall zuerst die Entwickler Zugriff auf das neue Feature bekommen, bevor es allen Windows 10-Usern zugänglich gemacht wird.

Redstone bringt zahlreiche Neuerungen

Die nächste große Aktualisierung, bekannt als "Redstone-Update", soll im Sommer 2016 erscheinen - sowohl für den PC als auch für das Smartphone (wobei die Mobile-Version laut Microsoft vorerst hinten ansteht), die Xbox und die HoloLens. Neben dem Linux-Subsystem, dass besonders für Entwickler interessant ist, soll Windows 10 um eine weitere Funktion bereichert werden: Windows Ink.

Mit Windows Ink verbessert Microsoft die Stifteingabe und stellt neue Möglichkeiten der Pen-Nutzung vor, die Stylus-User begeistern könnten. Unter anderem unterstützt Windows Ink Sticky Notes (virtuelle Notizen) und arbeitet auf beeindruckende Weise mit Maps zusammen: Eine mit dem Stift eingezeichnete Strecke wird vom System automatisch als Route integriert.

HoloLens zunächst nur für Entwickler

Microsoft verschickt in Kürze die Datenbrille HoloLens für 3.000 US-Dollar pro Stück an Entwickler, die sich mit dem Programmieren vertraut machen und die VR-Brille für eigene Projekte nutzen können. Über die Hardware hinaus veröffentlichte Microsoft außerdem den Quellcode und die App des Galaxy-Explorers, dem Gewinner-Projekt aus dem ausgeschriebenen Ideenwettbewerb zur Nutzung der HoloLens.

Hologramme lassen sich ab einem Abstand von 85cm bis hin zu fünf Metern mit der VR-Brille erkennen. Das AR-Headset bietet 2 GB Arbeitsspeicher, 64 GB Speicherplatz und wird von einem 32-Bit-Chip aus dem Hause Intel angetrieben. Um auch Inhalte datenintensiver Plattformen zu streamen, kann ein WLAN-ac-Modul eingesetzt werden. Des Weiteren verfügt die HoloLens über eine 2-Megapixel-Kamera, mit der Fotos und Videos mit einer maximalen Auflösung von 1.408 x 792 Pixeln möglich ist.

Persönliche Assistentin auf allen Geräten

Auch Cortana bekommt ein Update. Laut Marcus Ash, einer der Entwickler im Cortana-Team, reagiert die Assistentin mit der freundlichen Stimme auf über eine Million Sprach-Fragen pro Tag. Rund 1.000 Apps haben den Dienst integriert, um die Steuerung via Sprachbefehl möglich zu machen. In einer Cortana Store Collection präsentiert Microsoft den Nutzern die vielfältigen Integrationsoptionen. Übrigens: Netflix, Shazam, Wunderlist und andere populäre Anwendungen nutzen das Siri-Pendant bereits.

Ein weiteres heiß diskutiertes Thema aus der Kategorie "What is the next big thing?" auf der Build 2016 war die Anwendung von App-Bots, also Anwendungen, die in Chat-Form mit dem User interagieren. Die Cortana Intelligence Suite ermöglicht in Zukunft die Entwicklung dieser intelligenten Bots. So kann man zum Beispiel per Chat Pizza ordern und der Bot reagiert automatisch und fragt beispielsweise nach Zusatzwünschen. In Folge des Redstone-Updates gelangt Cortana übrigens endlich auch auf die Xbox. Als neues Feature für die Xbox wird sich außerdem Musik im Hintergrund abspielen lassen.

[UPDATE]

Am zweiten Tag der Build 2016 stellte Microsoft einen Neuerwerb vor: Mit Xamarin steht Visual Studio-Usern in Zukunft kostenlos eine crossmediale App-Entwicklungsplattform zur Verfügung. Über die Xamarin-Cloud können Entwickler ihre Apps auf über 2.000 realen Endgeräten testen, um Bugs aufzuspüren und die Performance zu prüfen. Zudem bietet die Plattform die Teilnahme an Online-Klassen an, in denen Experten die neuesten Techniken erklären.

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