Browser-Update

Vivaldi 1.8 wertet den Browserverlauf auf

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von Michael Springer -

Bei den meisten Browsern reißt uns der Surfverlauf nicht vom Hocker: Stumpf listet die Software dort nacheinander alle Seiten auf, die wir in der letzten Zeit besucht haben. Vivaldi 1.8 macht Schluss damit und verpasst dem Browserverlauf ein schickes, überraschend frisches Gesicht. Das sieht nicht nur besser aus, sondern steigert auch den Nutzen.

Mit der Version 1.8 hat der alternative Vivaldi-Browser etwas geschafft, das so nicht zu erwarten war: Er hat seinen Browserverlauf sexy gemacht. Statt als wenig einladende, aber immerhin chronologisch sortierte Textwüste präsentiert sich Vivaldis Chronik nun als hübsch anzuschauende und überaus praktische individuelle Surf-Statistik.

Vivaldi 1.8: Surf-Historie mit ansprechendem Look

Der Browser untergliedert den Surfverlauf nun in verschiedene Teilbereiche, die jeweils andere Informationen fokussieren. Ein Kalender listet etwa auf, wie viele Seiten der User an einzelnen Tagen besucht hat und welche drei Adressen dabei jeweils am häufigsten vorkamen. Die Daten werden farbig codiert – ähnlich einer Heatmap – und erleichtern die Orientierung im Browserverlauf. Trotz aller Neuerungen hat Vivaldi die Grundlagen nicht vernachlässigt: Eine chronologisch sortierte und mit Zeitmarken versehene Tagesübersicht gibt es weiterhin.

Zusätzlich liefert der Browser optisch ansprechende Grafiken zu Seitenaufrufen und zum Nutzerverhalten. Vivaldi wäre nicht Vivaldi, wenn sich die neuen Funktionen dabei nicht flexibel zuschneiden ließen: Der User kann bestimmte Zeiträume eingrenzen und sie etwa nach ausgewählten Adressen filtern – so lässt sich etwa die Nadel im Twitter-Heuhaufen wiederfinden. Dank der verschiedenen Optionen und Rahmendaten findet ihr daher bestimmte Seiten selbst dann zügig wieder, wenn ihr genaue Stichworte oder Firmennamen vergessen habt.

Vivaldi Technologies doesn’t collect your history data. All of this information is strictly private and local to your computer. [...] Instead of trying to monetize it, we are giving you this data – for your eyes only.

John von Tetzchner, CEO von Vivaldi Technologies

Vivaldi weist außerdem darauf hin, dass das Unternehmen – anders als die Konkurrenz – diese Userdaten nicht zu monetarisieren versucht. Das von Vivaldi aufgezeichnete Surfverhalten sei ausschließlich für die Augen der Anwender selbst bestimmt. Wer auf Privatsphäre Wert legt, dürfte sich darüber freuen.

Neben dem Browserverlauf hat Vivaldi zusätzlich noch diverse Kleinigkeiten verbessert: Notizen lassen sich nun etwa jederzeit per Drag-and-Drop in der Sidebar platzieren, einzelne Tabs können bei bestimmten Konstellation auf Wunsch automatisch stumm gestellt werden. Die gesamte Liste der Neuerungen und Fixes findet ihr bei Vivaldi.

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