Personalausweis benötigt

Von wegen neues Farbschema: So schaltet ihr euren Twitter-Account frei [Update]

Geschätzte Lesezeit: ca. 4 Minuten

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Ihr wolltet eigentlich nur ein neues Farbschema für Twitter und jetzt ist euer Account gesperrt? Dann seid ihr vermutlich Opfer des neuesten Pranks geworden, der in der Community gerade die Runde macht. Für akute Panik gibt es aber keinen Grund: Der Aufwand für die Wiederherstellung ist überschaubar und euer Konto schon bald wieder online. So geht's.

Mit Online-Streichen oder sogenannten "Pranks" ist es so eine Sache: Einige sind clever, gut durchdacht, bringen alle zum Lachen und gewinnen sogar Preise. Andere wiederum sind einfach nur fies oder schlicht lebensgefährlich. Wie bei allen Pranks ist auch der neueste schlechte Scherz, der gerade auf Twitter die Runde macht, ein Witz auf Kosten anderer. Fallt ihr auf ihn herein, ist das zwar nicht lebensbedrohlich - ärgerlich ist es aber allemal. Folgendes macht gerade die Runde:

Twitter warnt vor Farbschema-Prank

Einigen Witzbolden zufolge könnt ihr ein neues Farbschema auf Twitter freischalten, indem ihr in den Profileinstellungen 2007 als euer Geburtsjahr angebt. Das ist natürlich Unsinn. Stattdessen werdet ihr aus eurem eigenen Account ausgesperrt, weil ihr damit jünger als 13 Jahre und somit zu jung wärt, um den Dienst überhaupt nutzen zu dürfen. Auch Twitter selbst ist der Farbschema-Prank inzwischen aufgefallen, der Support-Account warnt entsprechend vor dem Streich.

Doch was ist zu tun, wenn ihr schon darauf hereingefallen seid und nun vor verschlossenen Twitter-Toren steht? Twitter selbst sagt: Folgt den Anweisungen, die wir euch geschickt haben, nachdem ihr ausgesperrt wurdet:

Account gesperrt? So geht ihr vor

Wie ihr danach vorgehen müsst, verrät Twitter an dieser Stelle leider noch nicht. In einem Akt selbstlosen Pflichtbewusstseins habe ich das Ganze daher mal durchgespielt, damit ihr wisst, was ihr tun müsst, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Zunächst eine Benachrichtigung, die sicher niemand gerne liest : "Dein Account ist gesperrt". Begründet wird das mit dem oben erwähnten Mindestnutzungsalter bei Twitter.

Autsch. So eine Meldung sieht niemand gern.

Quelle: (Screenshot) 

Autsch. So eine Meldung sieht niemand gern.  

Quelle: (Screenshot) 

Folgt ihr dem blau hinterlegten Link, gelangt ihr zu einem Formular, mit dem ihr eine Überprüfung eures Status beantragen könnt. Derzeit fallen offenbar viele User auf den Prank herein, weshalb Twitter darauf hinweist, dass der Vorgang einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Momentan hat Twitter alle Hände voll zu tun - der Prank scheint seine Wirkung nicht zu verfehlen.

Quelle: (Screenshot) 

Momentan hat Twitter alle Hände voll zu tun - der Prank scheint seine Wirkung nicht zu verfehlen.  

Quelle: (Screenshot) 

Nach der Angabe eures Vor- und Nachnamens und der Bestätigung eurer mit dem Konto verknüpften E-Mail-Adresse werdet ihr euch ausweisen müssen. Fotografiert dazu einen Lichtbildausweis - also euren Personalausweis, Füherschein oder ähnliches. Wichtig ist, dass Vor- und Nachname sowie euer echtes Geburtsdatum darauf zu sehen sind.

Das Hochladen eines Nachweises eurer Identität ist leider unumgänglich.

Quelle: (Screenshot) 

Das Hochladen eines Nachweises eurer Identität ist leider unumgänglich.  

Quelle: (Screenshot) 

Nach Abschluss des Vorgangs schaut mal in eurem E-Mail-Posteingang nach. Dort dürfte sich nun eine Nachricht von Twitter befinden. Darin wird sich artig bedankt und darauf hingewiesen, dass der Fall nun geprüft werde. Für alles Weitere werdet ihr auf eine erneute Nachricht warten müssen.

In der E-Mail bittet Twitter um etwas Geduld, während der Fall geprüft wird.

Quelle: (Screenshot) 

In der E-Mail bittet Twitter um etwas Geduld, während der Fall geprüft wird.  

Quelle: (Screenshot) 

Darauf warten wir jetzt allerdings schon etwas länger. Seit Eingang der Mail von Twitter sind gut drei Stunden vergangen und noch gibt es keine Entwarnung. Wir gehen aber davon aus, dass es keine Schwierigkeiten gibt und der Twitter-Support mit der Flut an Anfragen schlicht überlastet ist. Das bisherige Prozedere verlief reibungslos und wir vermuten entsprechend, dass wir heute noch eine Antwort bekommen. Wir melden uns mit einem Update, sobald wir mehr wissen.

+++ (Update 01.04.2019) +++

Das hat länger gedauert, als wir erwartet hatten. Erst nach drei Tagen war mein Account wieder freigeschaltet, die erlösende E-Mail erreichte mich am Samstagnachmittag. Immerhin: Weitere Schritte, so wie es in einer Mail zuvor angedeutet wurde, waren nicht nötig.

Nach drei Tagen kann ich Twitter nun wieder ganz normal nutzen.

Quelle: (Screenshot) 

Nach drei Tagen kann ich Twitter nun wieder ganz normal nutzen.  

Quelle: (Screenshot) 

+++ (Update 01.04.2019) +++

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