Das hatte wohl niemand auf dem Schirm

Was ist die meistgenutzte Bezahlapp? Starbucks!

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von Benjamin Krämer -

Apple, Google und Samsung kämpfen seit Jahren um den Markt für Bezahlapps, doch das mobile Bezahlen will nicht so recht in Fahrt kommen, obwohl es als Zukunftstechnologie gehandelt wurde und immer noch wird. Nun rollt ausgerechnet Starbucks dieses Feld auf und schiebt sich mit der Starbucks-App an die Spitze des Mobile Payments-Marktes.

Bezahlapps kommen nicht wirklich aus den Startlöchern, so scheint es. Besonders 'Samsung Pay', das immerhin die größte Kompatibilität aufweist, also die meisten angeschlossenen Bezahlmöglichkeiten, fristet ein klägliches Dasein auf den hintersten Rängen. 'Apple Pay' hingegen schlägt sich so lala und 'Google Pay' ein wenig schlechter als die Konkurrenz aus Cupertino. Da liegt der Gedanke nah, dass die Nutzung nicht etwa mit größerer Bequemlichkeit oder toller Technologie erklärt werden kann, sondern mit Loyalität der Kunden - immerhin ist Apple für hohe Loyalitätswerte seitens seiner Kunden bekannt. Zu dieser Erklärung passt nun auch, dass sich ausgerechnet die 'Starbucks App' schon 2015 an die Spitze der Nutzungs- und Umsatzcharts geschoben hat und sich dort halten konnte. Über die Starbucks App kann der tägliche Kaffee direkt bezahlt und Loyalitätspunkte gesammelt werden, ähnlich wie im Supermarkt nur ohne Papier.

Beeindruckende Zahlen, die die Konkurrenz neidisch machen

Starbucks lässt die Konkurrenz links liegen, die nicht einmal wirkliche Konkurrenz ist.

Das Kuriose daran ist, dass Starbucks gar nicht besonders viel in die Bewerbung seiner App investiert hat, zumindest im Vergleich zu den vielen Charme-Offensiven von Apple, Google und Samsung, die mit Millionenbudgets versucht hatten, ihre Anwendungen auf dem Markt zu etablieren. Starbucks hat Studien zufolge eine sehr loyale Anhängerschaft, die offenbar jede Möglichkeit dankend annehmen, ihre tägliche Koffein-Dosis ein wenig günstiger zu bekommen. Da könnten natürlich auch die recht happigen Preise für die beliebten Heißgetränke eine Rolle spielen - obwohl dasselbe Prinzip für Apple gilt und dort nicht in gleicher Form zu greifen scheint. In Zahlen sieht das so aus: Von den knapp 50 Millionen In-App-Käufen in den USA entfallen etwa 40 Prozent auf die Starbucks-App, zwölf Prozent aller Zahlungen in Starbucks Filialen wurden über die App getätigt. Vielleicht kommt die Technologie ja doch noch in Fahrt, wenn auch nur für den täglichen Kaffee - aber der ist ja nicht ganz unwichtig.

Quelle: androidpolice.com

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