Neue App soll Energiefresser killen

Kaspersky Battery Life: Weniger Akku-Frust mit neuer App?

Geschätzte Lesezeit: ca. 4 Minuten

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Nach spätestens 24 Stunden ist es bei den meisten bereits so weit: Der Smartphone-Akku ist leer und das Gerät muss an die Steckdose. Eine neue App aus dem Hause Kaspersky will den Energiehaushalt auf Android-Geräten jetzt auf Vordermann bringen und stromhungrigen Apps auf eurem Smartphone den Garaus machen.

Kaum ein Tag vergeht, an dem wir unsere Smartphones nicht an die Ladestation stecken müssen, denn mit der steigenden Leistungsfähigkeit moderner Handys erhöht sich auch deren Energiebedarf. Mit jeder neuen Veröffentlichung von iOS und Android lassen sich zwar auch die Betriebssystem-Hersteller immer neue Kniffe einfallen, um möglichst viel Nutzungsdauer aus der aktuellen Akkuladung zu quetschen - doch über 24 Stunden ohne erneutes Laden kommt man als normaler Nutzer selten hinaus.

Kaspersky Battery Life sagt Stromfressern den Kampf an

Mit der App 'Kaspersky Battery Life: Saver & Booster' will das bekannte IT-Unternehmen nun zumindest Android-Usern Abhilfe verschaffen und bringt eine kostenlose App an den Start, die vermeintliche Stromfresser-Apps ausfindig macht und schließt. Überaus simpel gehalten ist dabei die Bedienbarkeit der App: Auf einen Blick erfährt der Nutzer, welche Apps derzeit laufen und wie viel zusätzliche Zeit ein Schließen selbiger einbringt - ein Tap auf den grünen Button erledigt dann den Rest. Wer sich immer wieder automatisch startender Apps entledigen will, erteilt der App die entsprechenden Rechte.

Kaspersky Battery Life: Saver & Booster

Kaspersky Battery Life: Saver & Booster zeigt minutengenau in einer Übersicht, wie lange euer Akku noch durchhält und wie viel Energie das Beenden gewisser Apps spart.

(Screenshot) 

Kaspersky Battery Life: Saver & Booster

Häufig genutzte Dienste, wie beispielsweise Messenger, könnt ihr als 'Lieblings-Apps' markieren. Kaspersky Battery Life wird euch dann nicht mehr fragen, ob ihr diese schließen möchtet.

(Screenshot) 

Kaspersky Battery Life: Saver & Booster

Das Beenden der Apps über die App dauert nur wenige Augenblicke. Im Ergebnis seht ihr, um wie viel ihr dadurch die Akkulaufzeit verlängert habt.

(Screenshot) 

Kaspersky Battery Life: Saver & Booster

Einige Apps starten sich regelmäßig automatisch neu. Wollt ihr dies unterbinden, müsst ihr erst den barrierefreien Modus für Kaspersky Battery Life aktivieren.

(Screenshot) 

Kaspersky Battery Life: Saver & Booster

Kaspersky Battery Life: Saver & Booster zeigt minutengenau in einer Übersicht, wie lange euer Akku noch durchhält und wie viel Energie das Beenden gewisser Apps spart.

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Kaspersky Battery Life: Saver & Booster

Häufig genutzte Dienste, wie beispielsweise Messenger, könnt ihr als 'Lieblings-Apps' markieren. Kaspersky Battery Life wird euch dann nicht mehr fragen, ob ihr diese schließen möchtet.

(Screenshot) 

Kaspersky Battery Life: Saver & Booster

Das Beenden der Apps über die App dauert nur wenige Augenblicke. Im Ergebnis seht ihr, um wie viel ihr dadurch die Akkulaufzeit verlängert habt.

(Screenshot) 

Kaspersky Battery Life: Saver & Booster

Einige Apps starten sich regelmäßig automatisch neu. Wollt ihr dies unterbinden, müsst ihr erst den barrierefreien Modus für Kaspersky Battery Life aktivieren.

(Screenshot) 

Über besonders energieintensive Apps informiert Kaspersky Battery Life: Saver & Booster den User zudem selbstständig und bietet ein sofortiges Schließen an. Dabei verbraucht die App, die ihrerseits konstant aktiv bleiben muss, um ihre Arbeit zu verrichten, laut Hersteller nur ein Prozent der Akkuleistung bis zur nächsten Aufladung.

Manuelles Beenden von Apps teils schädlich

Allerdings: Inwiefern sogenannte Task-Killer-Apps - also Anwendungen, die andere Apps mit dem Ziel Ressourcen zu sparen aktiv schließen - einen tatsächlichen Mehrwert bringen, darüber herrscht seit einiger Zeit eine rege Debatte. Für ziemlich viel Aufsehen hat Hiroshi Lockheimer?, heute Senior Vice President Platforms & Ecosystems bei Android, erst vergangenes Jahr mit einem Tweet zum diesem Thema gesorgt. Unter anderem schrieb er: "Grundsätzlich ist ist es besser, das System seinen Job machen zu lassen; es wurde zu dem Zweck entworfen, laufende Apps zu verwalten, damit ihr das nicht tun müsst." Manuelles Schließen, so Lockheimer? weiter, könne mitunter sogar schädlich für die Performance sein.

Auch Apple-Softwarechef Craig Federighi hat sich einem Kunden gegenüber etwa zur selben Zeit in ganz ähnlicher Manier bzgl. des Schließens von Apps unter iOS geäußert. Worauf beide jedoch nicht näher eingegangen sind, sind solche Apps, die nicht mehr korrekt funktionieren und sich dennoch weiterhin im Speicher des Geräts befinden. Schlimmstenfalls kann dies dazu führen, dass das Smartphone nicht mehr in den Standby-Modus wechseln kann und so unnötig Strom verbraucht (ein sog. 'Wakelock').

Kaspersky Battery Life schließt fehlerhafte Apps

"Wir entdecken oft Situationen, bei denen manche installierte Apps durch Bugs (Wakelock bug, Freezes) im Hintergrund aktiv bleiben und hohen Batterieverbrauch verursachen. Dem wirken wir hierdurch entgegen", lässt uns dazu ein Sprecher aus dem Hause Kaspersky wissen. Ob eine Installation der App lohnt und sich in Form von längerer Akku-Ausdauer auszahlt, sollte also am besten jeder für sich selbst ausprobieren. Herunterladen könnt ihr die App im Google Play Store. Wer mit Android 7 oder sogar schon mit Android Oreo unterwegs ist, muss ferner nicht mehr lange warten. Laut Hersteller wird Kaspersky Battery Life: Saver & Booster mit dem nächsten Update auch auf diesen Android-Versionen laufen.

Hier erfährst du mehr über: Android und Sicherheit

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