Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Werbefreies Hörvergnügen: ARD plant Podcast-App

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Nicht nur das Privatfernsehen, auch die öffentlich-rechtlichen Sender machen sich Gedanken über die Digitalisierung ihrer Inhalte. In einer neuen App möchte die ARD ihre Audio-Beiträge bündeln und die vielfältigen Produktionen mobil zur Verfügung stellen.

"Mit der Audio-App geht die ARD einen weiteren Schritt auf ihrem Weg als vernetztes, föderales Content-Netzwerk, das auch in der digitalen Welt seinen Auftrag für alle erfüllt: Informieren und unterhalten. In ihrer Vielstimmigkeit ist die ARD-Audio-App eine Wahrnehmungsschule der Differenzierung, die aus Echokammern Hallräume macht", meint ARD-Vorsitzende Karola Wille. Da hat aber jemand mal tief in der Wortkiste gewühlt für diese formschöne Beschreibung einer neuen ARD-App, die Mitte 2017 released werden soll.

Hörfunk-Produktionen von mehr als 60 Sendern

Mit dieser App gibt es zum ersten Mal die ganze ARD im Hörfunk – auf einen Klick.

Nathalie Wappler, ARD-Hörfunkkommissionsvorsitzend

Vom "Joy of Use" und "kuratierter Vielfalt" ist die Rede - gemeint ist nichts anderes als eine hohe Benutzerfreundlichkeit und ein breites Podcast-Angebot, welches von den insgesamt mehr als 60 Hörfunksendern der ARD-Gruppe gespeist wird. Damit trägt man der Tatsache Rechnung, dass die Mediatheken und Online-Videos oft angeklickt werden - das Publikum also großes Interesse daran zeigt, Inhalte zeitunabhängig zu streamen.

Über eine reine Suchfunktion hinaus soll es den "Autopilot" geben, der dem User Empfehlungen aufgrund seiner Interessenlage anbietet. Redaktionelle Empfehlungen sowie "situative Sammlungen" (ähnlich wie bei Spotify) helfen dem Nutzer ebenfalls beim Aufspüren der für ihn relevanten Inhalte. Bei der Entwicklung der Audio-App verzichtet die ARD auf zusätzliche Einnahmen durch Werbeeinblendungen.

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