... kontrolliert werdet ihr aber nicht

WhatsApp fragt euch bald, ob ihr schon 16 seid

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Schreck lass nach, WhatsApp ist bald ab 16. Was schon länger spekuliert wurde, ist jetzt gewiss. 12-jährige Dauertexter können aber aufatmen: Eine echte Kontrolle oder gar Sanktionen wird es nicht geben. Warum auch? Die DSGVO verlangt ja schließlich keine.

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union steht vor der Tür und und IT-Unternehmen weltweit bereiten sich händeringend auf die strengen neuen Regelungen vor. Gerade in Sachen Datenschutz und -verarbeitung sollen Nutzer künftig besser informiert und vor Missbrauch bewahrt werden. Dazu gehört auch, dass Dienste, denen Nutzer Daten anvertrauen, mit Inkrafttreten der Verordnung 16 Jahre alt sein müssen. Der wohl erfolgreichste Messengerdienst WhatsApp beugt sich nun den neuen Vorgaben: Die Chat-App wird künftig "ab 16" sein.

WhatsApp ab sofort ab 16

Spekuliert worden ist über diesen Schritt schon länger, offiziell gemacht hat WhatsApp es aber erst gestern Abend in einem Blog-Eintrag. Demnach gilt in der gesamten EU jetzt ein Mindestalter von 16 Jahren für den Messenger. Folgendes steht ab sofort in den 'Terms of Service':

Um WhatsApp nutzen zu können. müsst ihr ab sofort 16 Jahre alt sein. Lebt ihr außerhalb der EU, gilt das Mindestalter von 13 Jahren.

Quelle: (Screenshot)  WhatsApp 

Um WhatsApp nutzen zu können. müsst ihr ab sofort 16 Jahre alt sein. Lebt ihr außerhalb der EU, gilt das Mindestalter von 13 Jahren.  

Quelle: (Screenshot)  WhatsApp 

Wer beim Alter flunkert, dem passiert ... nichts

Doch wie schon der Kollege Benjamin in seinem Vorabbericht orakelt hat, ist dieser Schritt bestenfalls eine gut gemeinte Geste. Denn die DSGVO sieht kurioserweise keine tatsächliche Alterskontrolle vor, entsprechend wird WhatsApp auch keine einbinden. Denkbar, wenn auch mit viel Aufwand verbunden, wäre beispielsweise ein Hochladen des Personalausweises.

Lediglich eine Abfrage des Alters des Nutzers, womöglich mit einem simplen Ja/Nein-Dialogfeld, will WhatsApp demnächst bei neuen und bestehenden Nutzern einblenden. Der DSGVO reicht das als Absicherung völlig. Dass diese aber auch von Minderjährigen wahrheitsgemäß beantwortet wird, darf ernsthaft bezweifelt werden. Durch die Abwesenheit von Kontroll- oder Sanktionsmechanismen wird die Altersbeschränkung also vermutlich ähnlich effektiv sein wie die Altersabfragen auf gängigen Schmuddelportalen.

Quelle. WhatsApp-Blog

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