Mehr Kontrolle

WhatsApp: Nie mehr Einladungen zu unerwünschten Gruppen-Chats

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von Michael Springer -

158 Nachrichten in 2 neuen Gruppen, die es beide vor ein paar Stunden noch gar nicht gab – wer bei WhatsApp auf unerwünschte Gruppeneinladungen und solche Nachrichtenbomben verzichten kann, der darf das künftig in den Einstellungen auch so festlegen.

Das hat wahrscheinlich jeder schon einmal erlebt: Vor wenigen Augenblicken lag das Smartphone noch seelenruhig auf dem Tisch, gab keinen Ton von sich. Doch plötzlich erwacht etwas zum Leben und das Gerät rattert und bimmelt und leuchtet wie besessen. Gut, das mag vielleicht ein ganz klein wenig zugespitzt sein, aber der Kern stimmt. Man fragt sich: Was ist denn nun kaputt?

De facto nichts – es hat einfach nur eine neue WhatsApp-Gruppe, in der irgendein Event geplant oder zu irgendeiner Party eingeladen werden soll, das Licht der Welt erblickt und man wurde ungefragt hinzugefügt. 200 Nachrichten und 500 Emojis später wurde im Prinzip noch nichts erreicht, aber ein Ende der Betriebsamkeit ist trotzdem nicht in Sicht. Wer diesen Nachrichtenschleudern von Anfang an fernbleiben möchte, bekommt jetzt von WhatsApp die Möglichkeit dazu.

WhatsApp-Gruppen: Mehr Kontrolle über Chat-Einladungen

Der zu Facebook gehörende Instant-Messenger gibt seinen Usern nämlich ab sofort mehr Kontrolle: Der Nutzer selbst darf künftig festlegen, wer ihn zu WhatsApp-Gruppen hinzufügen darf und wer nicht – eine entsprechende Option findet sich in den Einstellungen. Die steuert man über die drei Punkte in der oberen rechten Ecke der App an, von dort lautet der Weg: Account - Privatsphäre - Gruppen.

Gruppenchat Einladungs-Menü bei WhatsApp

Ab sofort mehr Kontrolle bei Gruppenchats: Wer möchte, kann auf eine persönliche Einladung bestehen, bevor er Gruppen hinzugefügt werden darf.

Quelle:  WhatsApp 

Gruppenchat Einladungs-Menü bei WhatsApp

Ab sofort mehr Kontrolle bei Gruppenchats: Wer möchte, kann auf eine persönliche Einladung bestehen, bevor er Gruppen hinzugefügt werden darf.  

Quelle:  WhatsApp 

Nutzer können in Puncto Gruppeneinladungen nun aus drei möglichen Varianten wählen:

  • Jeder darf den User zu Gruppen hinzufügen. Das funktioniert so, wie man es bisher gewohnt war: Der Gruppenadministrator trägt die entsprechende Nummer, den entsprechenden Kontakt in die Mitgliederliste der Gruppe ein und schon taucht der Gruppenchat in der Nachrichtenübersicht des hinzugefügten Users auf. Es gibt keine weitere Nachfrage.
  • Niemand darf den User ohne Weiteres zu Gruppen hinzufügen. In der Gruppenverwaltung wird das Hinzufügen des Nutzers blockiert – nur wenn der Administrator dem User eine direkte Einladung in einem privaten Chat zukommen lässt (ein entsprechender Button wird eingeblendet) und dieser sie innerhalb von drei Tagen annimmt, wird der User der Gruppe hinzugefügt. Anders ausgedrückt: Kein Gruppen-Chat ohne vorab akzeptierte Einladung.
  • Nur Kontakte dürfen den User ohne Weiteres zu Gruppen hinzufügen. Wenn der einladende Gruppenadministrator sich in der Kontaktliste des eingeladenen Users befindet, wird der Beitritt wie bisher durchgewunken – ansonsten muss der neu eingeführte Umweg über die persönliche Einladung genommen werden.

Unerwünschten Spam-Gruppen kann nun also dauerhaft ein Riegel vorgeschoben werden. Laut WhatsApp beginnt der Rollout heute, wir haben das entsprechende Update allerdings noch nicht erhalten. Das ist jedoch üblich, denn neue Features werden in der Regel in Wellen verteilt. WhatsApp verspricht deshalb, dass das Update "in den kommenden Wochen" weltweit verfügbar sein wird.

Quelle: WhatsApp

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