Datenschutz ist reine Illusion

WhatsApp: So stimmst du den Nutzungsbedingungen nur eingeschränkt zu

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Gibt es eigentlich noch Smartphone-Besitzer, die nicht WhatsApp nutzen? Obwohl man von der Annahme ausgehen kann, dass der Dienst einfach weiter genutzt wird, gibt es einen großen Aufschrei um die Datenweitergabe an Facebook – als wäre das nicht klar gewesen, als WhatsApp zu einem Teil der Facebook-Unternehmensgruppe geworden ist.

2014 ging Facebook shoppen und kaufte den beliebtesten Messenger schlechthin ein: WhatsApp. Dass der Social-Media-Riese ein fleißiger Datensammler ist, dürfte mittlerweile jedem bekannt sein und dass dies mit dem Zukauf von WhatsApp nicht aufhört, sollte niemanden mehr überraschen.

Trotzdem ist es zu einer großen Nachricht in der Medienlandschaft geworden: WhatsApp gibt Daten an Facebook weiter! Ach, du meine Güte. Wer den neuen Nutzungsbedingungen nicht zustimmt, der soll den Dienst zukünftig nicht mehr nutzen können. Als kleiner Kompromiss steht den Usern, die auf "Lies mehr…" klicken, anstatt direkt auf "Zustimmen", die Option zur Verfügung, die neuen Bedingungen nur eingeschränkt zu akzeptieren.

Nutzungsbedingungen eingeschränkt zustimmen

Unter "Lies mehr…" ist folgender Absatz zu finden, der mit dem Entfernen eines Häkchens abgewählt werden kann: "Meine WhatsApp-Account-Informationen mit Facebook teilen, um meine Erlebnisse mit Werbung und Produkten auf Facebook zu verbessern. Unabhängig von dieser Einstellung werden deine Chats und Telefonnummer nicht auf Facebook geteilt."

Doch auch dieser Passus deckt keine Datenschutz-Ansprüche ab, trotzdem hat Facebook Zugriff auf die Informationen. Wer den Nutzungsbedingungen bereits voreilig zugestimmt hat, dies aber noch nicht länger als 30 Tage zurückliegt, kann auch im Nachgang noch etwas tun. Unter 'Einstellungen', 'Account' und 'Meine Account-Info teilen' ist es ebenfalls möglich, das Häkchen noch zu entfernen.

Fazit: User, die die Dienste in Anspruch nehmen möchten, müssen mit der Freigabe ihrer Daten schlicht und ergreifend leben - die Katze ist in diesem Fall schon längst aus dem Sack. Während die Chats seit einiger Zeit durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung abgesichert sind, sollte man sich hingegen über die eigenen Account-Informationen keine Illusionen machen – Facebook hat sie und nutzt sie.

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