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Windows 10 Upgrade schiefgegangen? Wir haben die Lösungen

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Gehören wir nicht alle hin und wieder zu einer Minderheit? Zu der Minderheit, bei der Upgrades irgendwie nie "einfach so" funktionieren und man auf einmal Stunden vor dem PC sitzt, um den Fehler zu finden? Lösungsansätze für Probleme beim Upgrade auf Windows 10 erklären wir Euch hier.

"Windows 10 was a nightmare"

Trotz des großflächigen Erfolgs von Microsofts aktuellem Betriebssystem-Flagschiff Windows 10 sind nicht alle User begeistert. Gegenüber der NY Times berichten zahlreiche Nutzer von kuriosen Problemen: Hier dauert der Download einfach mal den ganzen Tag und dann passiert einfach gar nichts mehr. An anderer Stelle kann auf einmal keine Netzwerkverbindung mehr hergestellt werden und der Drucker will auch nicht so, wie er sollte… Ein Problem nach dem anderen.

Was kann man tun?

Erster Hinweis: Gebt die Hoffnung auf mit Raubkopien ein erfolgreiches Upgrade zu starten – Windows bemerkt solche Versuche. Wer von Windows 7 letztendlich bei Windows 10 landen möchte, muss auf dem Weg dahin Geld für Original-Software investieren. Da das Upgrade von Win 8 auf 10 nicht mehr lange kostenlos ist, sollte man nicht zu lange warten.

Wird das Upgrade einfach nicht durchgeführt, ihr erhaltet aber keine konkrete Fehlermeldung? Dafür stellt Microsoft den "Windows Update Troubleshooter" zur Verfügung, der Euer System checkt und wichtige Hinweise ausgibt, warum das Update nicht funktioniert.

Eine weitere Option ist die manuelle Aktualisierung durch die Erstellung einer Boot-CD mithilfe des "Media Creation Tools". Ein kleines hilfreiches Microsoft-Programm, das ebenfalls erst heruntergeladen werden muss (jeweils für 32 oder 64 Bit Versionen erhältlich). Mit diesem Tool kann ein USB-Stick oder eine Setup-CD zum Booten präpariert werden – das Assistenz-Programm ist selbsterklärend. Jetzt denkt ihr: Hey, das ist doch auch noch recht einfach, alles kein Problem?

Tja… aus eigener Erfahrung muss ich Euch enttäuschen: Es kann nämlich sein, dass das Media Creation Tool auch nicht ordnungsgemäß arbeitet. Dann ist es am einfachsten die Boot-CD mit einem anderen Computer - der mit dem aktuellen Update auf dem neuesten Stand gebracht ist - zu erstellen. Dazu muss im Setup des Media Creation Tools den Befehl "Installationsmedien für einen anderen PC erstellen" ausführen.

Im nächsten Schritt ist die gewünschte Sprache und die Bit-Version auszuwählen. Darüber hinaus hat man die Möglichkeit, sich für einen USB-Stick oder eine ISO-Datei zu entscheiden.

Fehlersuche - wo liegt das Problem?

Durch unzureichenden Speicherplatz, verkehrte Firewall-Einstellungen oder hartnäckige Virenscanner können sich weitere Probleme ergeben. Abhilfe schafft dort beispielsweise die Freeware iObit Uninstaller, mit der sich Software restlos vom System entfernen lässt, um dem Upgrade nicht mehr im Weg zu stehen. Des Weiteren eignet sich für die "Ermittlung der Übeltäter" ein Blick in "System und Sicherheit" (unter "Systemsteuerung" zu finden).

Dort ist unter "Windows Update" der Verlauf des Upgrade-Prozesses aufgeführt. Über "Upgrade auf Windows 10" gelangt man zu weiteren Informationen - gegebenenfalls werden Fehlercodes angezeigt. Diese Codes sind bereits bei mehreren Usern in Erscheinung getreten und Erklärungen zur Bedeutung der Codes lassen sich via Google-Suche leicht auffinden.

Was zu tun ist, wenn nach dem Update Daten fehlen

In der Regel werden beim Upgrade auf Windows 10 alle Programme und Nutzerdaten übernommen. Fehlt ein Programm, obwohl es mit dem neuen Betriebssystem kompatibel gewesen wäre, kann dies damit zusammenhängen, dass das alte Benutzerprofil nicht registriert worden ist. Eine Änderung in der Registry behebt das Problem. Dafür trägt man im Kommandofenster "regedit" ein und ruft im Anschluss den Schlüssel "HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWARENTVersion" auf. Mithilfe der eigenen Nutzer-ID geht man in den Unterschlüssel und legt den Pfad zum alten Nutzer-Profil (diese ist nicht gelöscht worden) im "ProfilImage Path" an.

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