Tschüss, Trending - hallo, Erkundungstour

YouTube Explore: Links und rechts mehr Content entdecken als zuvor

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von Julius Zunker -

YouTube sucht immer nach neuen Wegen uns länger an den Bildschirmen zu halten und hochwertigeren Content zu bieten - natürlich personalisiert und individuell zugeschnitten. Mit dem 'Explore'-Feature testet die Google-Tochter einen Weg um Inhalte zu präsentieren, auf die die meisten User so nicht stoßen würden.

Ganz neu ist die 'Explore'-Funktion nicht. Sie wird nur dem größten Teil der YouTube-Nutzer schlicht nicht bekannt sein. Im vergangenen Jahr wurde diese nämlich bereits innerhalb der iPhone-App einer kleinen Anzahl von Usern präsentiert. Sie erinnert nicht von ungefähr stark an die Explore-Funktion auf Instagram: Personalisierte Inhalte, basierend auf den bisher gesehenen Videos, sollen eine breitere, abwechslungsreiche Palette an Vorschlägen bieten. An sich nichts Neues. Nun wird dieses Feature auf allen Plattformen wenigen Auserwählten testweise zur Verfügung gestellt und ist um zusätzliche Funktionen erweitert worden.

YouTube: "Explore als Experiment mit Unterexperiment"

Vergangene Woche stellte YouTube diese Änderungen in einem 'Creator Insider'-Video vor und bezeichnet die neuen Funktionen darin als "Experiment in einem Experiment". In diesem Kanal stellt YouTube häufiger potentielle oder kommende Features vor, oftmals weit vor tatsächlichen Tests. Schon im letzten Jahr hat der Konzern hier auch angekündigt, innerhalb der eignen App einen Weg zu finden, Usern Inhalte zu präsentieren, auf die sie sonst nicht stoßen würden und mit denen sie ihren eigenen Horizont erweitern können.

Im Gegensatz zu den üblichen Vorschlägen finden sich deswegen unter der Explore-Funktion nun auch Empfehlungen, die über die üblichen hinausgehen. Die inhaltliche Nähe ist dabei weitergefasst. Im Creator-Insider-Clip wird in einem Screenshot als Beispiel angeführt, dass dort Videos zu Katzen und Hundewelpen vorgeschlagen würden, basierend darauf, dass zuvor Tier-Videos geschaut wurden.

Spotlight an für lokale Inhalte

Unter der Explore-Funktion soll es aber noch weiter in den inhaltlichen Kaninchenbau YouTubes gehen. Die Unterfunktion 'On the Rise', repräsentiert durch eine startende Retro-Rakete, soll zukünftig YouTuber empfehlen, die lokal um den User herum verortet sind und solche, die bisher unter 10.000 Abonnenten haben. Diese Auswahl basiert in beiden Fällen wie gehabt auf dem bisherigen Nutzerverhalten innerhalb YouTubes. Es soll eine Begrenzung eingeführt werden, bis zu welcher Kanalgröße YouTuber unter On the Rise eine Plattform finden werden, diese soll sich um jene 10.000 Follower herumbewegen, genaue Zahlen stehen allerdings bisher noch nicht fest.

Die Explore-Funktion ersetzt auf den Geräten der Tester die bisherige Trending-Funktion. Trending findet sich bei ihnen unverändert als Unterkategorie zu Explore wieder. YouTube selber bezeichnet Explore als Experiment und On the Rise als Experiment in einem Experiment. Mit der vergrößerten Testerschaft soll mehr Feedback generiert werden, bevor überhaupt beschlossen wird, ob das Feature allen Usern permanent zur Verfügung gestellt wird.

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