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Zu guter Letzt: Mit LifeCompanion Nachrichten nach dem Tod verschicken

Geschätzte Lesezeit: ca. 2 Minuten

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Auch wenn der Tod alles andere als ein angenehmes Thema ist, gibt es viele Gedanken, die jeder von uns hin und wieder dazu hegt. Mit der App von LifeCompanion stehen euch Optionen zur Verfügung, um euren Liebsten eine Botschaft zu schicken, wenn ihr nicht mehr unter ihnen weilt - in Form eines Songs, eines Facebook-Posts oder per E-Mail.

Ihr müsst einen Vertreter bestimmen, der auf jeden Fall davon erfahren würde, wenn euch etwas zustößt.

Die Überschrift dieses Artikels ist nicht zufällig gewählt: In dem Film "Zu guter Letzt", der gerade im Kino läuft, geht es um eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Da sie es gewohnt ist, alles im Leben fest im Griff zu haben, möchte sie sich noch zu Lebzeiten um ihren eigenen Nachruf kümmern. Der Film beschäftigt sich mit einem Thema, dass hierzulande in Gesprächen häufig ein Tabu darstellt: Sich mit dem Tod auseinanderzusetzen. Diesen Aspekt möchte die TomorrowBits GmbH vereinfachen und bietet einen "Wegbegleiter durch’s Leben und darüber hinaus".

Was LifeCompanion den Kunden bietet

Sowohl für Android, als auch für iOS stellt das Münchener Unternehmen eine kostenlose App bereit, in der ihr eure Wünsche und wichtige Informationen hinterlegen könnt. Welchen Song soll man auf eurer Beerdigung spielen? Welche Nachrichten sollen bestimmten Personen nach eurem Ableben übermittelt werden? Wie möchtet ihr euch auf Facebook von Freunden und Bekannten verabschieden? All diese Dinge lassen sich in der LifeCompanion-App festhalten.

Wenn ihr im größeren Umfang digitale Erinnerungen oder wichtige Dokumente hinterlassen möchtet, besteht die Möglichkeit unter dem Menüpunkt "Cloudvermächtnis" entsprechende Daten zu hinterlegen und Personen eurer Wahl die Zugangsdaten zu senden, sollte das Unvermeidliche eintreten. Dabei könnte es sich zum Beispiel um Versicherungs- und Vertragsunterlagen oder emotionale Fotosammlungen handeln.

LifeCompanion Screenshots

Um LifeCompanion zu nutzen, müsst ihr einen Vertreter und zwei Zeugen bestimmen.

Quelle: (Screenshot)  TomorrowBits GmbH 

LifeCompanion Screenshots

Um LifeCompanion zu nutzen, müsst ihr einen Vertreter und zwei Zeugen bestimmen.  

Quelle: (Screenshot)  TomorrowBits GmbH 

Wie funktioniert LifeCompanion?

Logischerweise könnt ihr selbst keine Buttons mehr betätigen, wenn ihr tot seid. Also erfordert der Service ein großes Vertrauen in Menschen, die euch nahe stehen: Ihr müsst einen Vertreter bestimmen, der auf jeden Fall davon erfahren würde, wenn euch etwas zustößt. Tritt dieser Fall ein, informiert der Vertreter über die App die zwei "Zeugen", die ihr ebenfalls bestimmen müsst. Diese überprüfen, ob der Vertreter recht hat und - wenn beide verifizieren, dass ihr nicht mehr auf der Erde weilt - schickt der Vertreter für euch die hinterlassenen Informationen ab. Er trägt dafür Sorge, dass euren letzten Wünschen Rechnung getragen wird.

Neben den genannten Kernfunktionen bietet die LifeCompanion-App nützliche Informationen zur Nahtod- und Sterbeforschung und zum Thema Tod und Religionen. Wohl um die Sache etwas positiver wirken zu lassen, hat man außerdem einen Bereich in die App integriert, in dem ihr eure Lebensziele festhalten könnt: "Trage hier ein, was Du vor Deinem Schritt in die Unendlichkeit erleben willst & überprüfe es regelmäßig!"

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