Nach Chrome kehrt auch Firefox Flash den Rücken

Zu unsicher: Firefox reduziert Flash-Unterstützung

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Nach Chrome und Safari macht jetzt auch Firefox Nägel mit Köpfen: Ab August wird Mozilla damit beginnen, Flash-Inhalte in ihrem Browser zu blockieren. Unter anderem versprechen sich die Browser-Entwickler dadurch mehr Stabilität und Geschwindigkeit beim Surfen.

Erster Flash-Content wird ab August blockiert

Der Adobe Flash Player war im Netz lange Zeit die Plattform schlechthin, wenn es darum ging, Videos oder Browser-Games abzuspielen. Leider ist das Plug-in, das gängige Browser meist automatisch installieren, in der Vergangenheit immer wieder Einfallstor für Malware gewesen. Browser-Abstürze aus heiterem Himmel sorgten, trotz regelmäßiger Updates, zusätzlich für Unmut unter den Usern.

Die Crash-Rate von Browser-Plugins über die Zeit

Ein Trend lässt sich nicht abstreiten: Je weniger Flash-Content genutzt wird, desto stabiler läuft der Browser.  

Quelle: (Karolina Shaw)  Mozilla Blog-Post 

Die Crash-Rate von Browser-Plugins über die Zeit

Ein Trend lässt sich nicht abstreiten: Je weniger Flash-Content genutzt wird, desto stabiler läuft der Browser.  

Quelle: (Karolina Shaw)  Mozilla Blog-Post 

Mozilla Firefox zieht daraus jetzt die Konsequenz und will ab August rigoros Flash-Content blockieren, der, so Benjamin Smedberg aus dem Firefox-Team, "nicht essentiell für die Nutzer-Erfahrung ist." Durch die Maßnahme erhofft er sich mehr Sicherheit beim Surfen, verbesserte Akku-Lebenszeit, kürzere Seitenlade- und schnellere Browser-Reaktionszeiten.

Firefox folgt Beispiel von Chrome und Safari

Das Firefox-Team habe sich vorgenommen, zunächst einige wenige Flash-Inhalte zu blockieren und diese stattdessen mit HTML darzustellen. Im Laufe des Jahres will Mozilla diese Blockliste sukzessive erweitern. Ab 2017 soll dann jedes Mal, sobald eine Webseite das Flash-Plug-in aktiviert, eine Erlaubnisanfrage per Pop-Up im Browser erscheinen.

Die Flash-Technologie erfreut sich schon seit Längerem keiner besonders hohen Akzeptanz mehr bei den führenden Browser-Herstellern. Erst vor Kurzem hat Google Chrome die Unterstützung des Plug-ins eingeschränkt und setzt seitdem vermehrt auf HTML 5, auch Safari 10 wird die Technologie nicht unterstützen.

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