Avira Internet Security Suite im Netz.de Test

Ein nochmals weiter entwickelter Komplexschutz für das System. Dabei wird das Herzstück Antivirus Pro von einigen sehr nützlichen Tools flankiert, die zusammen dann die Avira Internet Security Suite bilden.

  • All-in-One Schutzschirm: Alle Vitalfunktionen des Rechners genießen dank Echtzeitscanner, Firewall oder Webschutz beruhigende Sicherheit
  • Beschleunigt das System: Sorgt mit dem Extra-Feature System Speedup für eine Bereinigung der Festplatte und der Registry
  • Hohe Malware-Erkennung: Schon fast traditionell hohe Erkennungsraten lassen Online-Schädlingen so gut wie keine Chance
Das Hauptmenü von Avira Internet Security Suite.

Hier wird Sicherheit groß geschrieben. Dies ist sozusagen die Hauptschalttafel von Avira Internet Security Suite. Alle Funktionen sind von hier erreichbar. Ein Eingreifen ist grundsätzlich jedoch nur erforderlich, wenn statt des weißen Hakens auf grünem Grund das rot untermalte Ausrufezeichen erscheint.

Das Tool System Speedup verringert die Zahl der Autostart-Apps.

Wenn´s mal nicht rundläuft mit dem Rechner, kann das an störenden Objekten liegen, die zeitgleich mit dem System hochgefahren werden, ohne dass dies nötig wäre. Das Avira System Speedup verringert die die Zahl dieser Dateien beziehungsweise verzögert den Startzeitpunkt.

Der Echtzeit-Scanner bei der Arbeit.

Der gute alte Luke Filewalker ist besonders gründlich beim Scannen, das muss man ihm lassen. Er scheint allerdings auch etwas in die Tage gekommen zu sein, denn an diesem Tag brauchte er doch schon einige Minuten, um den Test-PC zu untersuchen.

Der Avira Systemscanner kann detailliert konfiguriert werden.

Der Systemscanner von Avira Internet Security Suite kann bis in kleinste Details hinein konfiguriert werden. Liebhaber von Antiviren-Programmen kommen hier voll auf ihre Kosten.

Die Konfiguration zum E-Mail-Schutz bei Avira Internet Security Suite.

Ein Haupt-Einfalltor für Malware ist das E-Mail-Postfach. Ist Avira Internet Security Suite mit dem eingerichteten E-Mail-Client verknüpft, dann wird nicht nur jede eingehende E-Mail untersucht, sondern auch die ausgewählten Konten, egal ob sie nach POP3- oder nach IMAP-Protokoll funktionieren.

Unsere Gesamtwertung
7,5 / 10
  • Funktion:
    8.5
  • Bedienung:
    7.0
  • Performance:
    7.0

Avira Internet Security downloaden

Hersteller:  Avira Operations GmbH & Co. KG.
Vorteile
  • Passgenau konfigurierbar
  • Paket deckt alle sicherheitsrelevanten Bereiche ab
  • Schützt auch mobile Endgeräte
Nachteile
  • Nur eingeschränkte Phantom-VPN nutzbar
  • System-Scan könnte schneller sein

Avira Internet Security Suite – denn die Schurken schlafen nie

Die Flut der Malware-Angriffe scheint beständig zuzunehmen. Nach eigenen Angaben blockiert allein Avira jeden Monat mehr als 570 Millionen Attacken auf die Endgeräte seiner Kunden. Angesichts der Unmenge dieser Online-Schurkereien ist eine umfassende Sicherheits-Software unumgänglich.

Avira bietet mit der Internet Security Suite eine interessante Kombination aus dem bewährten Avira Antivirus Pro und mehreren, sehr nützlichen Tools zum Schutz und zur Unterstützung des Systems. Beispielsweise gehören eine sichere VPN-Verbindung und ein Browserschutz-Tool zu dem Paket. Diese und andere Werkzeuge können optional während des – im Test recht langwierigen – Installationsvorganges dazugewählt werden.

Der Motor: Avira Antivirus Pro

Der Kern der Avira Internet Security Suite ist natürlich Avira Antivirus Pro, die in ihrem Funktionsumfang gegenüber der kostenlosen Freeware erweiterte Antivirus-Software. So werden in der weiterentwickelten Version etwa Würmer oder andere manipulative Softwares daran gehindert, Einstellungen an dem Programm vorzunehmen oder es gar ganz zu deaktivieren.

Sollten einmal tatsächlich Dateien von einer Malware beschädigt werden, repariert Antivirus Pro diese Schäden umgehend auf Knopfdruck und stellt die Originale wieder her. Dass dieser Fall aber niemals eintritt, daran arbeitet das Programm auf Eurem Rechner von früh bis spät.

Luke Filewalker schlägt zurück

Ein großes Plus von Avira ist natürlich der fast schon legendäre Virenscanner namens Luke Filewalker. Die erste Tat von Luke, der für Avira unter diesem Namen immerhin schon seit 1988 gegen die dunkle Seite des Internets kämpft, ist die Überprüfung aller Ordner und Dateien in den Partitionen und in der Registry auf unerwünschte Besucher.

Statt einem Lichtschwert nutzt er dabei allerdings einen hoch entwickelten Echtzeit-Scanner, der permanent den Datenverkehr überwacht und Alarm schlägt, falls eine als gefährlich eingestufte Datei auffällt.

Sicherung durch Passwort

Der Zugriff auf einzelne oder alle Programmfunktionen kann in den allgemeinen Einstellungen des Echtzeit-Scanners durch ein Kennwort gesichert werden.

Auch gänzlich unbekannte Daten hindert die Software dabei am Eindringen in das System. Ein integriertes Frühwarnsystem stoppt nicht vertrauenswürdig erscheinende Dateien und lädt sie in die Avira-Cloud hoch. Dort werden sie auf Malware gescannt und – wenn sie keine Bedrohung darstellen – freigegeben.

Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden über die Avira Community laufend geteilt und fließen in die Liste der Virensignaturen ein. Updates finden zu diesem Zweck mehrmals täglich in unregelmäßigen Abständen statt. Die entsprechenden Gegenmittel werden ebenfalls in dem Netzwerk geteilt und so schnell wie möglich bereitgestellt.

Avira prüft die Systemsicherheit auf Wunsch nach Dateiendung

Dennoch kann es manchmal sinnvoll sein, den Datei-Check im Echtzeit-Scanner zu konfigurieren. Für die Dateien-Überprüfung bedeutet dies, dass dem Programm entweder die Möglichkeit eingeräumt wird, sämtliche Dateien auf dem Rechner zu prüfen, eine intelligente Auswahl zu treffen oder den Scan anhand von Dateiendungen durchzuführen. Dabei werden alle Dateitypen durchforstet, die Viren oder andere teuflische Programme enthalten können - beispielsweise .ASP, .EXE oder .RAR.

Ebenso ist es möglich, die Liste der voreingestellten Dateiendungen manuell zu editieren. Die Schaltfläche "Dateierweiterungen" im Konfigurationsmenü ruft ein Dialogfenster mit etwa einhundert Dateiendungen auf. Alle standardmäßig vorgegebenen Einträge in dieser Liste lassen sich nun über die Funktionen "Einfügen" und "Löschen" verändern.

Bei einer Aktivierung des Schalters "Standard" wird die Auswahl wieder in den voreingestellten Modus zurückgesetzt.

Die Auswahl der voreingestellten Dateiendungen kann sich aber auch ändern, wenn neue Virentypen in Umlauf kommen. Im Verfahren "Intelligente Dateiauswahl" entscheidet die Avira Internet Security Suite selbstständig anhand von Dateiinhalten, ob das Objekt untersucht werden soll. Dieser Vorgang dauert lediglich etwas länger als eine Überprüfung von Dateierweiterungen, wird aber von den Herstellern als noch sicherer eingestuft.

Ein Riesen-Extra: Das Avira System Speedup

Der zusätzliche Nutzen von Avira Internet Security gegenüber der bloßen Pro-Version ist ein Paket namens Avira System Speedup. Dies wird zusammen mit der originären Antivirus-Software mitinstalliert und über die Sidebar des Avira-Launchers gestartet.

Eine ordentliche Defragmentierung ab und zu sorgt für mehr Platz, als man denkt.

Neben einigen Werkzeugen, die das System entrümpeln und flotter machen, gehören auch handfeste Sicherheits-Features dazu. So ermöglicht das Tool nicht nur das Shreddern von Dateien oder das schnelle Auffinden von platzraubenden, ungenutzten Duplikaten. Sollen sensible Daten abgeschirmt werden, dann könnt Ihr diese mit einem Passwort verschlüsseln.

Regelmäßige Anwendung finden sollten auch die Optionen zum Aufräumen der Festplatte. Eine ordentliche Defragmentierung (in regelmäßigen Abständen) sorgt zum beispielsweise für mehr Platz, als man denkt, und räumt dem System auf dem Weg zu seiner nächsten Aufgabe den Datenmüll aus dem Weg.

Das Programm fasst dabei alle Datei-Bruchstücke zusammen und legt sie zusammenhängend ab. Dieses Vorgehen sorgt für spürbar schnelleren Dateizugriff. Ist es doch einmal zu viel und alles muss raus, dann hilft die Festplattenreinigung weiter – Sie entfernt jeden Dateikrümel von der Partition auf Nimmerwiedersehen.

Browserschutz gefällig?

Die Avira Internet Security Suite enthält in ihrem Lieferumfang einen Browserschutz. Er ist allerdings nur für die Browser Chrome, Firefox und den Internet Explorer verfügbar, nicht aber für den Explorer-Nachfolger Microsoft Edge (Stand 26.09.16).

Das Tool appliziert sich nach dem Aktivieren mit dem Avira-Launcher automatisch auf die im System vorhandenen Browser und schützt fortan Eure Privatsphäre durch das zuverlässige Blockieren von Online-Gefahren. Dazu gehören infizierte Webseiten oder versteckte, schädliche Programme auf unseriösen Download-Portalen. Zusätzlich verhindert der Browserschutz, dass Werbenetzwerke Euer Surfverhalten tracken und für aufdringliche Werbung nutzen.

Die Phantom-VPN von Avira Internet Security Suite

Das Stichwort VPN-Verbindung spielt eine zunehmend größere Rolle bei Antiviren-Softwares, so auch bei der Avira Internet Security Suite. Der Service "Phantom VPN", aktivierbar über die Launch-Sidebar, schafft eine sichere Ende-zu-Ende-Verbindung ins Internet dank diverser Login-Server – von denen eine verschlüsselte IP-Adresse zur Verfügung gestellt wird.

Das kann sehr hilfreich sein, wenn man sich etwa an einem öffentlichen Hotspot befindet und ein offenes Netz nutzt. Die dabei leicht einzuspeisende Tracking-Software verfolgt zwar meist das Ziel, gezielte Werbung zu platzieren – doch es gibt bekanntlich auch schwarze Schafe. Bei der Avira Internet Security Suite könnt Ihr die sichere VPN-Verbindung leider nur wenige Tage testen.

Außerdem ist es nur in der Upgrade-Version möglich, eine VPN-Verbindung außerhalb Deutschlands zu nutzen und somit beispielsweise das Geoblocking für Video-Inhalte zu umgehen. Günstig ist der Spaß wahrlich nicht: Allein dieses VPN-Tool kostet gleich mal stolze 60 Euro für ein Jahr. Wer diesen Bedarf bei sich allerdings erkannt hat, wird dies sicherlich gerne in Kauf nehmen.

Erfüllt Erwartungen, übertrifft sie aber nicht

Die gewohnt guten Avira-Eigenschaften sind auch bei der Internet Security Suite zu finden. Zusammen mit den umfangreichen Extra-Tools wie dem System Speedup, dem Browserschutz oder der Phantom VPN ergeben sie ein Package, welches sich souverän der Sicherheit Eures PCs annimmt.

Sollen auch mobile Endgeräte geschützt werden oder die sichere VPN-Verbindung geografisch erweitert werden, sind Registrierungen oder Zahlungen nötig. Das ist etwas schade, zumal es bereits Freeware-Testpakete gibt, die beides kostenlos anbieten - doch sicherlich nicht in diesem Umfang.

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Das Hauptmenü von Avira Internet Security Suite.

Hier wird Sicherheit groß geschrieben. Dies ist sozusagen die Hauptschalttafel von Avira Internet Security Suite. Alle Funktionen sind von hier erreichbar. Ein Eingreifen ist grundsätzlich jedoch nur erforderlich, wenn statt des weißen Hakens auf grünem Grund das rot untermalte Ausrufezeichen erscheint.

Das Tool System Speedup verringert die Zahl der Autostart-Apps.

Wenn´s mal nicht rundläuft mit dem Rechner, kann das an störenden Objekten liegen, die zeitgleich mit dem System hochgefahren werden, ohne dass dies nötig wäre. Das Avira System Speedup verringert die die Zahl dieser Dateien beziehungsweise verzögert den Startzeitpunkt.

Der Echtzeit-Scanner bei der Arbeit.

Der gute alte Luke Filewalker ist besonders gründlich beim Scannen, das muss man ihm lassen. Er scheint allerdings auch etwas in die Tage gekommen zu sein, denn an diesem Tag brauchte er doch schon einige Minuten, um den Test-PC zu untersuchen.

Der Avira Systemscanner kann detailliert konfiguriert werden.

Der Systemscanner von Avira Internet Security Suite kann bis in kleinste Details hinein konfiguriert werden. Liebhaber von Antiviren-Programmen kommen hier voll auf ihre Kosten.

Die Konfiguration zum E-Mail-Schutz bei Avira Internet Security Suite.

Ein Haupt-Einfalltor für Malware ist das E-Mail-Postfach. Ist Avira Internet Security Suite mit dem eingerichteten E-Mail-Client verknüpft, dann wird nicht nur jede eingehende E-Mail untersucht, sondern auch die ausgewählten Konten, egal ob sie nach POP3- oder nach IMAP-Protokoll funktionieren.