CamStudio im Netz.de Test

Mit CamStudio lassen sich im Handumdrehen Videos produzieren. Neben dem Bild zeichnet das Gratis-Tool auch den Ton auf und bietet zudem viele weitere praktische Features, um Bildschirm-Ereignisse gekonnt hervorzuheben.

  • Individuelle Aufnahme: Aufzeichnung von Fullscreen-Videos oder auch von benutzerdefinierten Bereichen
  • Zahlreiche Bildeffekte: Viele verschiedene Blend-, Spotlight- und Cursor-Effekte zum Aufpeppen des eigenen Videos
  • Viele bekannte Formate: Das Screencast-Tool unterstützt das AVI-, Flash-, SWF- und natürlich auch das MP4-Format
Das übersichtliche Userinterface von CamStudio

Die Benutzeroberfläche der Open-Source-Software CamStudio wirkt übersichtlich und aufgeräumt. Die wichtigsten Funktionen sind in der Icon-Leiste unterhalb der Navigation zu finden und können mit nur einem Mausklick ausgewählt werden.

Die verschiedenen Aufnahmeformate von CamStudio

Um den Aufnahmemodus zu wechseln, reicht ein Klick auf das markierte Symbol in der Icon-Leiste. Neben dem standardmäßig gesetztem AVI- Format bietet CamStudio auch die Möglichkeit das Video als Flash-SWF oder als MP4 aufzunehmen.

Der individuelle Aufnahmeausschnitt

Neben der Fullscreen-Aufnahme hat man auch die Möglichkeit nur einen bestimmten Bereich auszuwählen, der dann von CamStudio aufgezeichnet werden soll.

Das kostenlose CamStudio bietet zahlreiche Optionen und Einstellungen

Über die Navigation kann man sich die verschiedenen Optionen anschauen und die Freeware so an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Unter anderem kann man hier auch die Audioaufnahme und die Autopan-Funktion aktivieren beziehungsweise abschalten.

Unsere Gesamtwertung
6,5 / 10
  • Funktion:
    7.0
  • Bedienung:
    6.5
  • Performance:
    6.0

CamStudio downloaden

Hersteller:  CamStudio
Vorteile
  • Zeitgleiches Abfilmen mehrerer Bildschirme
  • Ermöglicht bei Bedarf das Hinzufügen einer Tonspur
  • Unterstützt zahlreiche Formate
  • Die sogenannte Autopan-Funktion erleichtert die Aufnahme
  • Einfache aber nützliche Bildeffekte und Annotationen
Nachteile
  • Nur wenige Möglichkeiten, um das Video mit Effekten aufzuwerten
  • Keine Videobearbeitungsfunktion
  • Aufnahmequalität und Audiosynchronisation sind leider nicht immer optimal

CamStudio - So wird die Aufnahme von Bildschirmvideos zum Kinderspiel

Im Segment der Screencast-Tools ist CamStudio eine kleine aber feine Open-Source-Alternative zu kostenpflichtigen Programmen wie Camtasia Studio 8 oder FRAPS, der kommerziellen Variante der bekannten Let’s-Play-Größen. CamStudio zeichnet das Bildschirm-Geschehen auf und speichert das Video anschließend im AVI-, MP4- oder SWF-Format ab.

Das Gratis-Tool beschränkt sich dabei im Großen und Ganzen auf die Aufnahme des Bildschirms, den man entweder komplett abfilmen kann oder nur als Teilbereich des Desktops bestimmt. Neben den Bildschirmaufnahmen erkennt CamStudio natürlich auch die diversen Tonquellen des Computers, zum Beispiel von Headsets oder Mikrofonen. Dank dieser Funktion lassen sich im Handumdrehen moderierte Präsentationen oder auch Video-Tutorials produzieren, um den Zuschauern einen speziellen Sachverhalt in Bild und Ton näher zu bringen.

CamStudio bietet eine übersichtliche Anzahl an Funktionen zum Screen-Recording, weshalb es auch nicht viel Einarbeitungszeit benötigt, bis die einzelnen Kniffe der Software zur Selbstverständlichkeit werden. Dem Screencast-Tool fehlt zwar leider ein Videoeditor, doch reichen die verschiedenen Bild- und Spotlight-Effekte häufig schon aus, um dem Video das gewisse Extra zu verleihen.

Mit CamStudio lässt sich das Bildschirmformat individuell anpassen

Der individuelle Aufnahmeausschnitt

Eine sehr nützliche Eigenschaft von CamStudio: die individuelle Bestimmung (Auswahl-Rahmen) des Aufnahmebereiches.  

Der individuelle Aufnahmeausschnitt

Eine sehr nützliche Eigenschaft von CamStudio: die individuelle Bestimmung (Auswahl-Rahmen) des Aufnahmebereiches.  

Verschiedenste Bildschirmaufnahmen, Online-Präsentationen oder Video-Tutorials sind ein in der Praxis anerkanntes und verlässliches Mittel, einer breiten Menge an Personen bestimmte Handlungsabläufe einfach zu verdeutlichen. Und auch komplexe Themen können mithilfe eines Screencasts deutlich einfacher und anschaulicher erklärt werden. CamStudio kommt also genau dann zum Einsatz, wenn Worte nicht ausreichen, um den Sachverhalt ausführlich verdeutlichen zu können.

Die Freeware des amerikanischen Unternehmens RenderSoft ist ein echter Download-Klassiker unter den Screencast-Tools und als Open-Source-Programm praktischerweise auch mit offenem Quelltext verfügbar. Nach der Installation empfängt CamStudio den Nutzer mit einem übersichtlichen Ausgabefenster und strukturierten Menü- und Symbolleisten. Die Optionen sind recht simpel gehalten, da für die Software die reibungslose Aufnahme des Desktops klar im Vordergrund steht.

Dabei wählt man zwischen der Möglichkeit, entweder den ganzen Desktop - mehrere Monitore gleichzeitig sind übrigens auch möglich - aufzunehmen, gezielt ein Fenster auf dem Desktop auszuwählen oder einen selbstdefinierten Bereich zum Erstellen des Bildschirmvideos festzulegen. Danach kann man auch schon mit der Erstellung des Videos beginnen.

Professioneller Screencast mit Audiounterstützung

Sofern CamStudio via die Soundkarte oder eine Audioquelle über einen der USB-Anschlüsse, wie zum Beispiel ein Headset oder ein Mikrofon, erkennt, lässt sich der Ton praktischerweise mit in die Aufnahme übernehmen. Das ist durchaus eine gängige Praxis im Bereich der Video-Tutorials - zumal ein ausgearbeitetes Textskript wahre Wunder bewirken kann, wenn man sich in diesem Bereich nicht gut genug gewappnet fühlt.

Neben dem gesprochenen Kommentar kann CamStudio, sofern diese Option aktiviert ist, auch die Ausgabe der Lautsprecher in den Screencast mit aufnehmen. Gerade im Bereich des Online-Gamings und bei der Einbettung von Filmsequenzen oder ähnlichem benötigt der smarte Desktop-Regisseur von heute genau diese Art der Funktionalität. Aber Vorsicht: Die meisten Soundkarten der neueren Generationen unterstützen dies zwar, dennoch kann es gerade bei älteren Hardware-Typen immer wieder zu Problemen kommen. Daher sollte man in jedem Fall darauf achten, dass die Treiber auf dem neusten Stand sind.

Symbolleisten und weitere Voreinstellungen von CamStudio

Die Freeware punktet mit einem übersichtlichen Userinterface

Die Symbolleiste des Gratis-Recorders ist im Grunde selbsterklärend: Neben den bekannten Buttons zum Aufnehmen, Pausieren und Stoppen einer Aufnahme, lässt sich die Schaltfläche von CamStudio bei Bedarf auch verkleinern. Neben der normalen Fenstergröße und der verkleinertem Ansicht bietet die Freeware auch eine komprimierte Darstellung, in der sich nur die Buttons der Symbolleiste wiederfinden.

Dieses Format ist vor allem dann äußerst praktisch, wenn man den kompletten Bildschirm aufnehmen möchte, ohne das störende Programmfenster in der Aufnahme zu haben. Darüber hinaus kann man auch das Aufnahmeformat an sich verändern. CamStudio nimmt die Screencasts standardmäßig im gängigen AVI-Format auf. Mit nur einem Mausklick auf den dazugehörigen Button wechselt man das Format hin zu MP4 oder in das bekannte Adobe Flash-Format SWF.

Des Weiteren können die Videooptionen vor der Aufnahme individuell angepasst werden, um so ein optimales Ergebnis zu erzielen. Neben der Dateigröße und der Videoqualität lässt sich ebenso die Frame-Rate der Aufnahme schnell und unkompliziert festgelegt. Dabei ist die Faustregel wie üblich: Je besser die Qualität, desto größer das Ausgabeformat des Bildschirmvideos.

Cursor-Effekte und Annotationen in das Video einbauen

CamStudio bietet leider nur eine recht übersichtliche Auswahl an hinzufügbaren Elementen, um ein Video visuell ansprechender zu gestalten. Neben den verschiedenen Annotationen hat das Screencast-Tool ansonsten nur noch einige Cursor-Effekte mit an Bord. Zunächst kann man sich entscheiden, ob man überhaupt mit einem Cursor im Video arbeiten möchte oder ob dieser versteckt sein soll.

Videos lassen sich im Handumdrehen optisch aufwerten

Bei Präsentationen ist es beispielsweise nicht hilfreich, wenn der Cursor ständig durch den Bildschirm fliegt. Neben der Auswahl weiterer Cursor-Bilder lässt sich zudem auch dessen Größe einstellen. Darüber hinaus kann man aus der praktischen Farbpalette wählen, wie der Cursor hervorgehoben werden soll. Außerdem lassen sich Klickeffekte in verschiedenen Farben hinzufügen. Einfache Hervorhebungen von relevanten Aktionen auf dem Desktop lassen sich mit den Annotationen erzeugen.

CamStudio stellt für diesen Zweck einfache Symbole wie Pfeile, Wolken oder Textfeldern bereit. Weitere Elemente zum Einbinden in ein Video sind zum Beispiel Wasserzeichen, Zeit- und Datumsangaben oder Textfelder, die sich durch die gesamte Aufnahme ziehen - oder bei Bedarf über die Pausenfunktion einfach zur Aufnahme hinzugefügt oder wieder entfernt werden können.

Foto von Dennie Beneke
(@deBeneke)
Kostenloser Screen-Recorder mit Fokus auf Funktionalität

CamStudio eignet sich perfekt dazu, um das Geschehen auf dem eigenen Bildschirm oder in einem selbstdefinierten Bereich aufzunehmen. Dabei verfügt die Open-Source-Software über wenige, auf das Recording-Feature spezialisierte Funktionen, wie unter anderem die Autopan-Funktion, mit dessen Hilfe der Cursor im Mittelpunkt steht und CamStudio so der Maus folgen kann. Die Auswahl einiger Cursor-Effekte und Annotationen ist allerdings recht überschaubar im Vergleich zu kommerziellen Produkten.

Wer seine Videos noch weiter aufwerten oder genauer bearbeiten möchte, der sollte lieber zu einer kostenpflichtigen Videobearbeitungs-Software greifen. Abschließend lässt sich sagen, dass CamStudio zum Teil etwas altbacken wirkt und, auch wenn es kostenlos ist, nicht entscheidend mit FRAPS, BandiCam und Co. mithalten kann. Für einfache Screencasts eignet sich die Software aber allemal und für einen Einstieg in die Materie ist CamStudio durchaus zu empfehlen.

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Das übersichtliche Userinterface von CamStudio

Die Benutzeroberfläche der Open-Source-Software CamStudio wirkt übersichtlich und aufgeräumt. Die wichtigsten Funktionen sind in der Icon-Leiste unterhalb der Navigation zu finden und können mit nur einem Mausklick ausgewählt werden.

Die verschiedenen Aufnahmeformate von CamStudio

Um den Aufnahmemodus zu wechseln, reicht ein Klick auf das markierte Symbol in der Icon-Leiste. Neben dem standardmäßig gesetztem AVI- Format bietet CamStudio auch die Möglichkeit das Video als Flash-SWF oder als MP4 aufzunehmen.

Der individuelle Aufnahmeausschnitt

Neben der Fullscreen-Aufnahme hat man auch die Möglichkeit nur einen bestimmten Bereich auszuwählen, der dann von CamStudio aufgezeichnet werden soll.

Das kostenlose CamStudio bietet zahlreiche Optionen und Einstellungen

Über die Navigation kann man sich die verschiedenen Optionen anschauen und die Freeware so an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Unter anderem kann man hier auch die Audioaufnahme und die Autopan-Funktion aktivieren beziehungsweise abschalten.