DigiFoto im Netz.de Test

DigiFoto ist ein umfangreiches Bildbearbeitungswerkzeug für die vielseitige Gestaltung neuer und vorhandener Fotos und Grafiken. Praktisch: Das Programm kann auch ohne vorherige Installation direkt gestartet werden.

  • Bemerkenswerter Funktionsumfang: Anwender finden vielschichtige Funktionen für die professionelle Bildbearbeitung
  • Zukunftsorientierte Freeware: Dem Nutzer bieten sich zahlreiche Erweiterungs- und benutzerdefinierte Einstellungsmöglichkeiten
  • Keine Installation nötig: Das praktische Grafik-Tool muss nicht installiert werden und schont daher die Systemressourcen
Der DigiFoto Startbildschirm

Auf der Startseite wird man nicht automatisch so (Hunde)-haarig empfangen. Die hier geöffnete Tieraufnahme ist nur ein Beispiel, wie eine gefüllte Arbeitsfläche aussehen kann. Am Rand sind die vielen Werkzeuge für eine umfangreiche Bildbearbeitung gut zu erkennen.

Die Textwerkzeuge in DigiFoto

Das Textwerkzeug ermöglichst es dem Anwender den Text schon vor der Platzierung auf der Bühne ausreichend zu bearbeiten. Neben Schriftarten und -größe können schon im Vorfeld zahlreiche Effekte wie Schatten, Transparenz oder Farbverläufe erstellt werden.

Das rechte Andockmenü in DigiFoto

Im rechten Andock-Menü befinden sich zahlreiche Bearbeitungsmöglichkeiten, die bei Bedarf dauerhaft sichtbar an der Oberfläche angeheftet werden können. Platziert sind hier mehrere Farbwerkzeuge mit vielen Funktionen, wie etwa die Farbauswahl, Korrekturmöglichkeiten oder die Kontrastkurven.

Die Snapshotfunktion von DigiFoto

Mit der eingebauten Snapshot-Funktion ist es möglich, bestimmte Inhalte auf dem Bildschirm auszuwählen. Danach importiert DigiFoto diese Aufnahmen - egal ob Bilder vom gesamten Desktop, selbst definierte Bildschirmbereiche oder von der Anwendung selbst - in die Arbeitsbühne zur weiteren Bearbeitung.

Das Messwerkzeug von DigiFoto

Mit dem Linealobjekt lassen sich Entfernungen auf der Arbeitsbühne bestimmen. Einmal die Funktion ausgewählt, hält man die Maustaste so lange gedrückt, bis die gewünschte Strecke auf dem Foto markiert ist. Danach zeigt DigiFoto den ausgewählten Pixelabstand zwischen den zuvor bestimmten Messpunkten an.

Unsere Gesamtwertung
7,7 / 10
  • Funktion:
    8.5
  • Bedienung:
    7.5
  • Performance:
    7.0

DigiFoto downloaden

Hersteller:  Klaus Doege
Vorteile
  • Lässt sich intuitiv bedienen
  • Zahlreiche kostenlose Plug-ins
  • Umfangreiche Werkzeugsammlung
Nachteile
  • Läuft teilweise sehr langsam
  • Häufige Fehlermeldungen
  • Programmoberfläche wirkt etwas veraltet

DigiFoto - Auf den Spuren von Photoshop

Das kostenlose Grafikbearbeitungsprogramm DigiFoto fällt mit seiner facettenreichen Werkzeugsammlung in die Sparte der umfangreichen Bildbearbeiter. Dadurch gesellt sich das Tool in Sachen Leistungsspektrum zu den Branchengrößen Adobe Photoshop und Corel PHOTO-PAINT.

Die Werkzeugleisten und Symbole wirken leider nicht so ausgereift, wie man es von professionellen Bildbearbeitungsprogrammen gewohnt ist. Wer sich bei DigiFoto mehr Übersicht wünscht, kann die Benutzeroberfläche jedoch bequem über das Menü auf eine Art Light-Version reduzieren. So zeigt sich die Anwendung mit deutlich weniger, aber immer noch mit den nützlichsten Funktionen.

Die grundlegenden Funktionen

Durchaus angenehm ist die Möglichkeit, sich seine Vorlage für die anstehenden Gestaltungsaufgaben selbst zu erstellen. Dabei kann diese hinsichtlich der Größe, dem Hintergrundstil und der Auflösung schon im Vorfeld genau definiert werden. Natürlich können auch eigene Fotos oder bereits bearbeitete Objekte in das Programm geladen werden. Das Öffnen einer Datei, die programmeigene Bildersuche oder die Scanfunktion sind Wege, um gewünschte Bildmaterialien schnell und einfach in die Anwendung zu importieren.

Wer sich an dieser Stelle ein erstes Bild der umfangreichen Benutzeroberfläche machen konnte, der hat sicher schon erkannt, dass auch die Importfunktion kaum zu wünschen übrig lässt. Neben den bekannten Standardbildformaten wie JPG, TIFF oder PNG werden praktischerweise auch Photoshop- und verschiedene RAW-Formate ohne Probleme unterstützt. Mit dem eingebauten Videograbber lassen sich zudem sogar Videos öffnen und erstellen. Das Programm beschränkt sich hier aktuell allerdings nur auf das AVI-Format.

Das rechte Andockmenü in DigiFoto

Auf den ersten Blick wirkt die Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten erschlagend. Es lohnt sich jedoch, wenn man sich ein wenig mit dem Tool auseinandersetzt.  

Das rechte Andockmenü in DigiFoto

Auf den ersten Blick wirkt die Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten erschlagend. Es lohnt sich jedoch, wenn man sich ein wenig mit dem Tool auseinandersetzt.  

Mit Hilfe eines speziellen Editors, wie ihn auch zahlreiche Videoschnittprogramme - wie etwa Adobe Premiere - in ähnlicher Form verwenden, können so spielend leicht Textelemente vorbereitet werden, um sie anschließend in das jeweilige Projekt einzubinden. Die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten lassen die Textelemente schon vor der Anwendung im gewünschten Look erscheinen.

Die Befehlsleiste birgt viele Möglichkeiten

Unterschiedliche Bildfunktionen, wie Farbkorrekturen, Spiegelungen, Masken und Schattierungen sind bei DigiFoto genauso mit an Bord, wie verschiedene Ebenen- und Objektfunktionen. Spätestens hier entsteht bei dem Nutzer der positive Eindruck bezüglich der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von DigiFoto.

Das Filtermenü hält nicht nur die gewohnt nützlichen Effekte und Weichzeichner, sondern zudem auch eine Verzerrungsfunktion und viele weitere praktische Features bereit. Ganz besonders positiv überrascht der mitgelieferte Weißabgleich. So können unsaubere Aufnahmen mit ungewolltem Farbstich mit nur wenigen Mausklicks ins rechte Licht gerückt werden.

DigiFoto bietet vielfältige Speichermöglichkeiten

Anders als bei Photoshop, ist das "Für Web speichern" in der normalen "Speichern unter"-Funktion eingebettet. Über die erweiterte Bearbeitung erhält man eine Parameter-Vorschau und kann für das gewünschte Dateiausgabeformat die Qualität anpassen und zeitgleich auch die komprimierte Ausgabegröße einsehen.

Auch verschlüsselte Speicherungen sind mit DigiFoto möglich - aktuell allerdings nur für PNG- und BMP-Dateien. Die Ausgabe der geschützten Dokumente ist hingegen wieder in zahlreichen Formaten möglich. Darunter findet der Anwender auch eine praktische Exportoption für PDF-Dateien.

Die Fenster und ihre Werkzeuge

Die Leiste mit den wichtigsten Werkzeugen, wie Auswahl- und Malinstrumenten, sowie Wisch-, Lösch-, und Zuschneidefunktionen, ist links angeordnet. Wie man es heute von vielen Anwendungen gewohnt ist, lässt sich die komplette Werkzeugleiste nach Belieben frei auf der Arbeitsfläche anordnen. Diese "mobile Funktion" gilt auch für die Werkzeugleisten oberhalb der Arbeitsfläche, wodurch eine absolut individuelle Anpassung der Arbeitsgeräte möglich ist.

Auf der rechten Seite der Programmoberfläche finden sich einige Klappfenster wieder, die bei Bedarf auch dauerhaft sichtbar an die Arbeitsfläche angeheftet werden können. Untergebracht sind hier unter anderem die Farbauswahl, die Schnellkorrektur, sowie verschiedene Schärfe- und Kontrastfunktionen mit zahlreichen Bearbeitungsvarianten.

Wichtige Informationen immer im Blick behalten

Die meisten Anwendungsmöglichkeiten und Hilfsmittel sind im oberen Programmbereich in Form von Symbolen abgelegt. Neben der Größenanpassung von Fotos findet sich hier auch eine Linealfunktion wieder, die als Messwerkzeug fungiert. Damit können genaue Strecken und Bereiche der Bilder "ausgelesen" werden, was für eine pixelgenaue Arbeitsweise sehr hilfreich sein kann.

Am unteren Bildrand werden durchgehend Informationen zu den bearbeiteten Grafiken und der Systemleistung des Rechners angezeigt. Parameter wie Bildgröße in Pixeln, der aktuelle Zoomfaktor einer Darstellung und der freie Arbeitsspeicher, welcher in der Anwendung noch "verbraucht" werden könnte, gehören zu den angezeigten Fakten.

Weitere nennenswerte Funktionen von DigiFoto

Für die Optik der Benutzeroberfläche hat Klaus Döge, der Entwickler des Grafikpaketes, einige alternative Vorlagen bereitgestellt. So kann die Darstellung im Stil verschiedener Microsoft Office Anwendungen oder in unterschiedlichen Windows-Optiken angepasst werden - allerdings wirken diese Designs leider eher altbacken.

Der hohe Funktionsumfang ist für kostenlose Tools nicht selbstverständlich

Eine weitere tolle Zugabe ist die Snapshot-Funktion. Auf der Arbeitsfläche erscheinen auf Wunsch Sofortaufnahmen vom Bildschirm. Dabei kann der Anwender den Inhalt komplett selber festlegen, egal ob ein Bild vom gesamten Desktop, der Anwendung selbst oder ein definierter Ausschnitt der aktuellen Fotovorlage.

Ebenen - eine äußerst nützliche Funktion

Was das große Photoshop kann, dem wollte wohl auch DigiFoto in nahezu nichts nachstehen und stellt in seiner Grafikwerkstatt die Möglichkeit der Ebenen-Bearbeitung zur Verfügung. Ebenen sind vergleichbar mit durchsichtigen Folien, die übereinander angeordnet werden können. Auf den einzelnen Ebenen können nun Inhalte positioniert und bearbeitet werden. Alle "Folien" übereinander gelegt ergeben dann das sichtbare Ergebnis der Bearbeitung.

DigiFoto setzt in Sachen Erweiterungen aber noch einen obendrauf: Über das Plug-in Menü ist die Anwendung nahezu beliebig erweiterbar. Die bereits vorhandenen Module können natürlich genauso genutzt werden, wie die zahlreichen weiteren Plug-ins, die problemlos nachträglich in die Programmstruktur integriert werden können.

Die ersten Hindernisse gekonnt bei der Installation hinter sich lassen

Die Installation ist zwar etwas untypisch, stellt aber keine besonders große Hürde dar. Nachdem die Download-Datei entpackt wurde, sucht man sich die Startdatei Digifoto.exe und klickt diese an. Die nachfolgenden Warnhinweise "Error Videoedit.ocx ! DigiFoto need adminrights!", "Error Viscomwave.dll!" und "Achtung! Dcrawlib.dll fehlt" können beruhigt mit dem OK-Button weggeklickt werden. Dahinter verbergen sich diverse Bibliotheken, die nur mit administrativen Rechten geladen werden können, jedoch keine spürbaren Einbußen bei der Programmnutzung darstellen.

Die nachfolgende Installationsroutine sorgt dafür, dass die Anwendung nun eine Verknüpfung auf dem Desktop erstellt. Noch bevor die Freeware genutzt werden kann, gibt es eine Updatemöglichkeit. Diese empfehlen wir immer wahrzunehmen, um stets auf dem neuesten Stand zu bleiben. Im Test ist direkt positiv aufgefallen, dass die Anwendung mit komplett deutscher Benutzeroberfläche an den Start geht. Über das Menü kann die Sprache bei Bedarf aber auch auf Englisch umgestellt werden.

DigiFoto ist ein Alleskönner mit leichten Performance-Defiziten

DigiFoto dürfte für Anfänger in diesem Arbeitsbereich schon wegen der Fülle an Funktionen und Einstellmöglichkeiten eher erschlagend wirken. Selbst professionelle Anwender, die parallel zu Photoshop eine Alternative suchen, haben mitunter Schwierigkeiten sich zurecht zu finden, da DigiFoto an vielen Stellen anders strukturiert ist und die ein oder andere Funktion vermissen lässt. Einigen Arbeitsbereichen fehlen die sonst gewohnten Funktionen auf der rechten Maustaste, was das Programm zwar nicht unbedingt schlechter, dafür jedoch um einiges ungewöhnlicher macht.

Auch wenn Photoshop oder Corel PHOTO-PAINT eine höhere Stabilität aufweisen, so kann sich der kostenlose Mitbewerber trotzdem gut halten. Die Fehlermeldungen zu Beginn, die einfach weggeklickt werden können, schmälern den Funktionsumfang der Anwendung aber nicht. Leider stürzt das Programm hin und wieder auch mal ab - an Konstanz besteht hier also noch deutlicher Nachholbedarf. DigiFoto kann aber insgesamt eine saubere Landung hinlegen, nicht zuletzt da es kostenlos ist und sich dank der zahlreichen Plug-ins kinderleicht erweitern lässt.

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Der DigiFoto Startbildschirm

Auf der Startseite wird man nicht automatisch so (Hunde)-haarig empfangen. Die hier geöffnete Tieraufnahme ist nur ein Beispiel, wie eine gefüllte Arbeitsfläche aussehen kann. Am Rand sind die vielen Werkzeuge für eine umfangreiche Bildbearbeitung gut zu erkennen.

Die Textwerkzeuge in DigiFoto

Das Textwerkzeug ermöglichst es dem Anwender den Text schon vor der Platzierung auf der Bühne ausreichend zu bearbeiten. Neben Schriftarten und -größe können schon im Vorfeld zahlreiche Effekte wie Schatten, Transparenz oder Farbverläufe erstellt werden.

Das rechte Andockmenü in DigiFoto

Im rechten Andock-Menü befinden sich zahlreiche Bearbeitungsmöglichkeiten, die bei Bedarf dauerhaft sichtbar an der Oberfläche angeheftet werden können. Platziert sind hier mehrere Farbwerkzeuge mit vielen Funktionen, wie etwa die Farbauswahl, Korrekturmöglichkeiten oder die Kontrastkurven.

Die Snapshotfunktion von DigiFoto

Mit der eingebauten Snapshot-Funktion ist es möglich, bestimmte Inhalte auf dem Bildschirm auszuwählen. Danach importiert DigiFoto diese Aufnahmen - egal ob Bilder vom gesamten Desktop, selbst definierte Bildschirmbereiche oder von der Anwendung selbst - in die Arbeitsbühne zur weiteren Bearbeitung.

Das Messwerkzeug von DigiFoto

Mit dem Linealobjekt lassen sich Entfernungen auf der Arbeitsbühne bestimmen. Einmal die Funktion ausgewählt, hält man die Maustaste so lange gedrückt, bis die gewünschte Strecke auf dem Foto markiert ist. Danach zeigt DigiFoto den ausgewählten Pixelabstand zwischen den zuvor bestimmten Messpunkten an.