DiskCryptor im Netz.de Test

Das Open-Source-Programm ermöglicht eine wirkungsvolle Verschlüsselung von Festplattenpartitionen und mobilen Speichermedien auf Basis unterschiedlicher Algorithmen - ohne merkliche Einbußen bei der Rechnerleistung.

  • Mobile Verschlüsselung: Sichert auch mobile Speichergeräte und Laufwerke auf USB-Basis sowie CDs und DVDs
  • Fokus auf Intel-Core: Das Programm ist optimiert für Intel-Core Prozessoren, funktioniert aber auch für alle anderen CPUs
  • Algorithmen-Auswahl: Zur Verschlüsselung stehen AES, Serpent und Twofish zur Auswahl - entweder miteinander kombiniert oder abgestimmt auf den Prozessor
Das Passwort sollte keine Umlaute enthalten

Das Passwort für den späteren Zugriff auf die Festplatte sollte keine Umlaute enthalten. Zudem ist es die wirklich einzige Möglichkeit, auf die Festplatte zuzugreifen - also ohne Netz und doppelten Boden. Es gilt also: Unbedingt merken.

Das Startfenster listet alle Laufwerke auf

Im Startfenster von DiskCryptor sind alle angeschlossenen Laufwerke aufgelistet. Nun kann man der Reihe nach verschlüsseln.

Der Algorithmus ist auf den jeweiligen Prozessor abgestimmt

Nach dem Markieren der Partition und dem Encrypt-Befehl öffnet sich ein Dialogfenster mit dem von DiskCryptor vorgeschlagenen Verschlüsselungs-Algorithmus. Dieser ist auf den jeweiligen Prozessor abgestimmt. Es kann manuell aber auch ein anderer Algorithmus ausgewählt werden - wie hier auf dem Bild eine Kombination von Serpent und AES.

Der DiskCryptor arbeitet auch problemlos im RAID-Betrieb

Die gleichzeitige Abspeicherung von Daten in zwei separaten Festplatten nennt man RAID-Betrieb. So können Daten schneller gelesen werden und sind zur Sicherheit physisch getrennt. DiskCryptor arbeitet - wie hier auf dem Bild - auch auf RAID-basierten Rechnern ohne Probleme.

Unsere Gesamtwertung
7,2 / 10
  • Funktion:
    5.0
  • Bedienung:
    7.5
  • Performance:
    9.0

DiskCryptor downloaden

Hersteller:  DiskCryptor
Vorteile
  • Keine eingebauten Hintertürchen
  • Große Auswahl an Verschlüsselungs-Algorithmen
  • Leichte Bedienung
Nachteile
  • Fehlende Anleitung

Keine Chance für Hacker

Dank DiskCryptor heißt es ab sofort "No Access" für Hacker, die unbefugt auf Eure Daten zugreifen wollen. Die Open-Source-Software ermöglicht die Sicherung sämtlicher Datenträger und schützt so nicht nur Betriebsgeheimnisse und Firmendaten, sondern ebenso private Fotos und vieles mehr.

DiskCryptor erlaubt es, alle Festplattenpartitionen - einschließlich der Systempartition - wirkungsvoll zu verschlüsseln. Und nicht nur das: Auch auf tragbaren Geräten bleiben Eure Daten in Sicherheit. Die Software verschlüsselt ebenso CDs, DVDs und sämtliche Speichermedien auf USB-Basis - also Sticks, Festplatten, MP3-Player und andere.

DiskCryptor: Dank Open Source keine Hintertürchen

Der DiskCryptor befindet sich als Open-Source-Software in der stetigen (Weiter-) Entwicklung, kann jedoch trotzdem als zuverlässig funktionierende Sicherung für die eigenen Festplatten und Speichermedien benutzt werden. Verwendet werden dabei die Verschlüsselungsalgorithmen AES, Twofish und Serpent, die allesamt als sehr sicher gelten.

Da es sich bei dem DiskCryptor um eine Open-Source-Software handelt, muss der Quellcode konstant zugänglich und eine freie Modifikation möglich sein. Dies mag zunächst wenig erbaulich klingen - soll die Software doch sensible Daten vor dem Zugriff Dritter schützen. Bei eingehender Betrachtung stellt aber vor allem das Offenlegen des Quellcodes sicher, dass in dem Programm keine Hintertüren eingebaut sind.

Gut zu wissen

Der Schlüssel wird zufällig erzeugt und danach im ersten Sektor der jeweiligen Partition abgelegt.

Schließlich sorgt diese Transparenz dafür, dass alle beteiligten Entwickler jederzeit sehen können, wann und wie die Anwendung verändert wurde - um notfalls darauf zu reagieren. Wie bei anderen Freeware-Programmen ist eine aussagekräftige Anleitung bisher Mangelware. Eine ausführliche Dokumentation ist aber laut dem Entwickler eines der nächsten Ziele. Sicher wird Euch aber schon nach dem Lesen dieses Artikels einiges klarer.

Nicht vergessen: Backup erstellen

Die Programmsprache ist ausschließlich Englisch, was bei einem so wichtigen Thema möglicherweise ein kleiner Nachteil sein kann - schließlich verschlüsselt man hier seine Festplattenpartition. Wichtig ist es aber ohnehin, vorher ein Backup des Systems zu erstellen, damit bei eventuell auftretenden Problemen nicht sämtliche Daten futsch ist sind. Denn beim Vergessen des Passworts hilft in diesem Falle wirklich nichts, außer noch mal scharf nachzudenken...

Passwort vergessen? Jetzt hilft nur scharfes Nachdenken!

Nach dem Download und der üblichen Installation ist erst einmal ein Neustart des Systems notwendig. Das Startfenster des DiskCryptors ist aufgrund der wenigen Funktionen recht überschaubar und listet in dem Hauptfeld Eure Partitionen beziehungsweise die angeschlossenen mobilen Speichergeräte auf.

Zuerst sollte C: als wichtigste Festplatte verschlüsselt werden. Mit einem Mausklick lässt sich das jeweilige Speichermedium markieren. Ist das geschehen, öffnet sich ein Dialogfenster und stellt die Verschlüsselungsalgorithmen AES, Twofish und Serpent zur Auswahl. Ganz oben wird automatisch der Algorithmus aufgelistet, der mit Eurem Prozessor am schnellsten funktioniert.

Bei der Passwortvergabe auf die Buchstaben achten

Wer um seine Daten besonders besorgt ist, kann auch zwei oder gar alle drei Algorithmen miteinander kombinieren. Ganz ohne Geschwindigkeitsverlust des Rechners ist diese Lösung allerdings nicht zu haben. Im nächsten Schritt bietet der DiskCryptor eine Partition zum Installieren eines Boot-Loaders an, also eines Programms, welches das Betriebssystem im Notfall wieder in Gang bringen kann.

Danach ist die Eingabe eines Passwortes erforderlich, welches zukünftig den Zugriff auf die jeweilige Partition schützt. Wichtig zu beachten ist, dass an dieser Stelle keine Umlaute wie Ö, Ä oder Ü benutzt werden dürfen. Auch die Buchstaben Y und Z sollten aufgrund der unterschiedlichen Tastaturbelegung in englischsprachigen Ländern gemieden werden.

Das optionale Abspeichern des Passwortes erleichtert die Bedienung des Programms. Denn beim Hochfahren des Systems oder beim Hinzufügen eines neuen, mobilen Laufwerkes wird die Anmeldung mit dem jeweils gespeicherten Passwort durchgeführt. Passt keines der gespeicherten Passwörter, erscheint ein Dialogfenster zur manuellen Passworteingabe.

Optimiert auf Intel-Core-Prozessoren

Mobile Festplatten oder USB-Sticks werden also automatisch erkannt und angemeldet, sofern das Passwort im System hinterlegt ist. Sollten alle Partitionen mit demselben Passwort verschlüsselt sein, genügt eine einmalige Eingabe beim Starten des Betriebssystems.

Mobile Laufwerke werden automatisch erkannt, sobald das Passwort hinterlegt ist.

Das Passwort wurde gut überlegt und eingegeben? Dann startet ein anschließender Mausklick auf den "OK"-Button den Verschlüsselungsvorgang. Die Verschlüsselungsalgorithmen des DiskCryptors sind zwar auf die Prozessor der Intel-Core-Linie optimiert, machen aber auch andere Büchsen nicht spürbar langsamer.

Ein zusätzlicher Virenschutz ist unverzichtbar

Wer seine Partitionen mit einer Verschlüsselungsmaschine schützt, will auf Nummer sicher gehen. Aber Bedrohungen lauern ja auch anderswo: Selbst die Daten in einer verschlüsselten Partition können durch Malware angegriffen und geöffnet werden. Die Entwickler weisen darauf hin, dass es Schadsoftware zusammen mit Administratorrechten zulässt, „den Schlüssel aus dem flüchtigen Speicher zu lesen und beliebige Daten zu lesen.“

In solchen Fällen bietet der DiskCryptor keinen ausreichenden Schutz, dazu reicht allein der Einsatz von Verschlüsselungs-Software nicht aus. Das System sollte also zusätzlich mit einer guten Antiviren-Software wie etwa der Norman Security Suite, Avast oder G Data geschützt werden - um auch vor Trojanern und anderer Malware sicher zu sein. Erst das Zusammenspiel verschiedener Schutzmechanismen ermöglicht eine Rundum-Sicherheit. Damit es am ende für Datendiebe heißt: „No access“.

Die Verschlüsselungsmacht für Partitionen

Zwar dreht es sich bei DiskCryptor um Fachbegriffe wie Algorithmen, Quellcodes und Partitionen, aber keine Sorge: Das Programm an sich ist bequem zu bedienen und für den normalen Nutzer völlig ausreichend. Etwas aufwändig, aber dennoch notwendig ist es, vor der Installation der Software ein System-Backup zu erstellen, falls mit der Verschlüsselung etwas schief laufen sollte.

Die Möglichkeiten zur Verschlüsselung von Datenträgern sind im Normalfall genau auf den eigenen Prozessor abgestimmt und aufgrund der Auswahl an Algorithmen vielfältig. Eine theoretische Algorithmus-Kombination von AES, Serpent und Twofish macht es jedem Eindringling sehr schwer in das System einzudringen. Was man bei DiskCryptor aber vermisst, ist eine Dokumentation über die genauen und erweiterten Funktionsweisen.

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Das Passwort sollte keine Umlaute enthalten

Das Passwort für den späteren Zugriff auf die Festplatte sollte keine Umlaute enthalten. Zudem ist es die wirklich einzige Möglichkeit, auf die Festplatte zuzugreifen - also ohne Netz und doppelten Boden. Es gilt also: Unbedingt merken.

Das Startfenster listet alle Laufwerke auf

Im Startfenster von DiskCryptor sind alle angeschlossenen Laufwerke aufgelistet. Nun kann man der Reihe nach verschlüsseln.

Der Algorithmus ist auf den jeweiligen Prozessor abgestimmt

Nach dem Markieren der Partition und dem Encrypt-Befehl öffnet sich ein Dialogfenster mit dem von DiskCryptor vorgeschlagenen Verschlüsselungs-Algorithmus. Dieser ist auf den jeweiligen Prozessor abgestimmt. Es kann manuell aber auch ein anderer Algorithmus ausgewählt werden - wie hier auf dem Bild eine Kombination von Serpent und AES.

Der DiskCryptor arbeitet auch problemlos im RAID-Betrieb

Die gleichzeitige Abspeicherung von Daten in zwei separaten Festplatten nennt man RAID-Betrieb. So können Daten schneller gelesen werden und sind zur Sicherheit physisch getrennt. DiskCryptor arbeitet - wie hier auf dem Bild - auch auf RAID-basierten Rechnern ohne Probleme.