Exifer im Netz.de Test

Mit Exifer lassen sich die Exif- und IPTC-Daten von Bilddateien auslesen und bearbeiten. Funktionen zur Stapelverarbeitung erleichtern die Verwaltung von Fotoarchiven zusätzlich.

  • Unkompliziert: Metadaten von JPG-Dateien problemlos bearbeiten und verwalten
  • Zeitsparend: Viele Dateien in einem Schritt umbenennen oder mit Wasserzeichen versehen
  • Komplett kostenlos: Exifer gibt es gratis – das Programm wird allerdings seit längerer Zeit nicht mehr geupdatet
Die Benutzeroberfläche von Exifer

Die Benutzeroberfläche von Exifer ist simpel gehalten. Korrigierbare Exif-Daten sind mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet.

Die Benutzeroberfläche von Exifer

Die Benutzeroberfläche von Exifer ist simpel gehalten. Korrigierbare Exif-Daten sind mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet.

Mehrere Dateien umbenennen in Exifer

Über das markierte Symbol lassen sich mehrere Dateien gleichzeitig umbenennen. Der Nutzer legt dazu bestimmte Regeln fest, die Variablen lassen sich auch per Klick hinzufügen.

Bilder mit Texten/Wasserzeichen versehen in Exifer

Über die Text-Funktion lassen sich Bilder einfach beschriften. Der Text wird an der gewünschten Stelle eingefügt – ähnlich wie ein Wasserzeichen.

Das Optionsmenü von Exifer

Im Optionsmenü lassen sich einige Einstellungen vornehmen – vor allem individuelle Tastenkürzel können die Arbeit erleichtern.

Unsere Gesamtwertung
6,3 / 10
  • Funktion:
    5.5
  • Bedienung:
    7.0
  • Performance:
    6.5

Exifer downloaden

Hersteller:  Friedemann Schmidt
Vorteile
  • Individuelle Einstellmöglichkeiten
  • Flexible Wasserzeichen-Funktion
  • Dateien gesammelt umbenennen
  • Exif- und TCIP-Metadaten verarbeiten
Nachteile
  • Einige Funktionen sind in die Jahre gekommen
  • Unterstützt nur JPG-Dateien

Exifer – JPG-Bilddateien inklusive Metadaten verwalten

Exif- und IPTC-Daten liefern detaillierte Informationen über eine Bilddatei – von der Belichtungszeit über den Namen des Fotografen bis hin zu den GPS-Koordinaten des Aufnahmeortes. Mithilfe des kostenlosen Programms Exifer können diese Informationen ausgelesen, bearbeitet, verwaltet, gelöscht, importiert und exportiert werden. Wer seine Fotosammlung systematisch ordnen möchte, bekommt mit dem leicht verständlichen Tool einen nützlichen Helfer an die Hand: Dank der Metadaten-Verwaltung werden wichtige Informationen direkt in die Bilddatei eingeschrieben und gehen nicht verloren.

Verschiedene Möglichkeiten zur gesammelten Bearbeitung einer Vielzahl von Fotos steigern dabei die Effizienz. So ist es problemlos möglich, Hunderte Dateien nach variabel einstellbaren Regeln in einem Vorgang umzubenennen. Wenige Klicks genügen außerdem, um Bildreihen mit einem grafischen Wasserzeichen zu versehen – etwa dem Copyright oder den Kontaktinformationen des Fotografen. Die Konfigurationsfenster dieser Funktionen sind übersichtlich gestaltet und einfach zu bedienen.

Obwohl das Programm seit 2002 nicht mehr weiterentwickelt wurde, funktioniert es selbst unter Windows 10 reibungslos. Leider unterstützt Exifer lediglich JPG-Dateien – andere Formate wie RAW oder PNG lassen sich nicht öffnen und auf einen Support von XMP-Metadaten müssen User ebenso verzichten.

Exif- und IPTC-Daten bearbeiten

Metadaten sind bei der Arbeit mit großen Bildarchiven unabdingbar. In den Exif-Informationen sind Fotoparameter wie Aufnahmedatum, Brennweite, Belichtungszeit und Blendeneinstellung vermerkt, Digitalkameras tragen diese Angaben meist automatisch in die jeweiligen Dateien ein. Per IPTC-Standard fügen Benutzer im Folgenden weitere Daten an – von Schlagwörtern über Motivbeschreibungen bis hin zu Urheberrechtsvermerken. Mit Exifer lassen sich diese Informationen bequem auslesen, anpassen und verwalten.

In übersichtlichen Textfeldern werden die Exif- und IPTC-Daten bearbeitet. Diese Angaben können in Schriftform in die Zwischenablage kopiert, in Dateiform exportiert und importiert oder komplett gelöscht werden. Fehlerhafte Datums- und Zeitangaben lassen sich auf Wunsch stapelweise anpassen, um Usern die Bearbeitung jedes einzelnen Fotos zu ersparen. Für alle Operationen lassen sich genaue Einstellungen vornehmen, sodass der Nutzer stets die Kontrolle darüber hat, welche Daten er wie verwendet.

Die grundlegende Benutzeroberfläche ist dabei simpel gehalten: Im Mittelpunkt steht ein Datei-Explorer samt Bildvorschau (die in unserem Test allerdings etwas behäbig agierte), über die Werkzeugleiste am oberen Bildschirmrand lassen sich alle wichtigen Funktionen direkt anwählen. Im rechten Bildbereich werden die jeweils verfügbaren Zusatzinformationen angezeigt.

Die Metadaten sind oft umfangreich. User konfigurieren bei Bedarf deshalb eine "Benutzeransicht", die allein die vorher festgelegten Informationen enthält. So lassen sich zentrale Exif- und IPTC-Daten in einem Fenster bündeln, unerwünschte Angaben werden ausgeblendet.

Einfache Verwaltungs-Tools in Exifer

Mit den Stapelfunktionen Zeit und Mühe sparen

Außerdem bietet Exifer simple Werkzeuge zur besseren Organisation des eigenen Fotoarchivs. Wenige Klicks reichen aus, um beliebig viele Dateien nach vorher festlegten Regeln umzubenennen und anschließend in ein Zielverzeichnis zu kopieren. Ähnlich funktioniert das Text-Werkzeug: Im Handumdrehen versieht Exifer eine ganze Bilderreihe mit grafischen Wasserzeichen – Formatierung und Beschriftung werden vorher bestimmt. Über Variablen ist es in beiden Funktionen möglich, auch Exif- und IPTC-Daten zu verwerten.

Wer möchte, passt in den Einstellungen die Tastaturkürzel seinen Bedürfnissen an und erhöht so die Arbeitsgeschwindigkeit. An anderen Stellen ist das Alter der Software hingegen deutlich spürbar. Etwa bei der programminternen Slideshow: Sie wirkt altbacken, ist umständlich zu bedienen und nicht unbedingt flott. Selbst die Windows-Fotoanzeige eignet sich wesentlich besser zur reinen Bildbetrachtung. Auch die Möglichkeit, Bilder um 90 Grad zu drehen, lässt sich heute nicht mehr als Funktion anpreisen.

Schwerer wiegt, dass neben JPG kein anderes Bildformat unterstützt wird – RAW-Dateien lassen sich mit Exifer also nicht verarbeiten. Auch das aktuelle Metadaten-System XMP unterstützt das Programm nicht.

Tut, was es soll – aber nur mit JPG-Dateien

Mit Exifer lassen sich die Metadaten von Digitalfotos unkompliziert bearbeiten, Exif- und IPTC-Angaben werden direkt in die betreffende Datei geschrieben. Auch in größeren Fotosammlungen können wichtige Informationen so nicht verloren gehen. Die Stapelfunktionen helfen außerdem dabei, das eigene Bildarchiv zu organisieren.

Der Haken: Exifer öffnet nur JPG-Dateien. Wer etwa mit RAW-Formaten arbeitet, guckt in die Röhre. Die Software wird seit über 10 Jahren nicht mehr weiterentwickelt, in dieser Zeit hat sich vieles geändert. Grundlegende Metadaten lassen sich heute selbst mit dem Windows Explorer auslesen und anpassen. Im Testlauf entscheidet jeder selbst, ob ihm das Tool nützlich ist – ohne Risiko, denn Exifer ist komplett kostenlos.

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Die Benutzeroberfläche von Exifer

Die Benutzeroberfläche von Exifer ist simpel gehalten. Korrigierbare Exif-Daten sind mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet.

Die Benutzeroberfläche von Exifer

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Mehrere Dateien umbenennen in Exifer

Über das markierte Symbol lassen sich mehrere Dateien gleichzeitig umbenennen. Der Nutzer legt dazu bestimmte Regeln fest, die Variablen lassen sich auch per Klick hinzufügen.

Bilder mit Texten/Wasserzeichen versehen in Exifer

Über die Text-Funktion lassen sich Bilder einfach beschriften. Der Text wird an der gewünschten Stelle eingefügt – ähnlich wie ein Wasserzeichen.

Das Optionsmenü von Exifer

Im Optionsmenü lassen sich einige Einstellungen vornehmen – vor allem individuelle Tastenkürzel können die Arbeit erleichtern.