FastPictureViewer im Netz.de Test

Mit dem FastPictureViewer lassen sich große Mengen an Fotos effizient sichten und (aus-)sortieren. Das auf Geschwindigkeit getrimmte Tool hilft vor allem Profis und Fortgeschrittenen.

  • Enorm schnell: Auch große RAW-Dateien ohne spürbare Ladezeiten durchstöbern und beurteilen
  • Alle Details im Blick: Dank RGB-Histogramm, Exif-Informationen und XMP-Metadaten
  • Sortieren, verwalten: Fotos nach verschiedenen Kategorien organisieren und filtern
Die Benutzeroberfläche des FastPictureViewers

Über den Reiter "Menü" werden die gewünschten Bilder und Ordner geöffnet (1). Fortgeschrittene Nutzer schätzen die Exif-Informationen (2) und das RGB-Histogramm (3).

Die Schnellhilfe des FastPictureViewers

Die Schnellhilfe listet die wichtigsten Tastenkürzel auf, zu finden ist sie im Reiter "Menü".

Das Funktionsmenü des FastPictureViewers

Im Funktionsmenü lassen sich viele Optionen auch per Maus anwählen, aufgerufen wird es per Rechtsklick auf die Menüleiste am unteren Bildschirmrand.

Die Einstellungen des FastPictureViewers

Die Programmoptionen werden über den Reiter "Menü" geöffnet, einzelne Funktionen lassen sich hier den eigenen Bedürfnissen anpassen.

Verbesserungswürdige Lokalisierung des FastPictureViewers

Die deutsche Lokalisierung des FastPictureViewers weist einige Fehler auf. Soll ein Bildordner geöffnet werden, erscheint diese Meldung. Die krumme Übersetzung sorgt für unnötige Verwirrung.

Unsere Gesamtwertung
7,7 / 10
  • Funktion:
    7.5
  • Bedienung:
    6.5
  • Performance:
    9.0

FastPictureViewer downloaden

Hersteller:  Axel Rietschin Software Developments
Vorteile
  • Effiziente Bildverwaltung durch zahlreiche Tastenkürzel
  • Exif-Informationen und RGB-Histogramm erleichtern Bewertung
  • Schnelle Betrachtung von RAW-Formaten ohne Import
  • Flexibel einstellbare Informationsfenster
  • Unterstützt XMP-Metadaten
Nachteile
  • Deutsche Lokalisierung verbesserungswürdig
  • Vollversion nur für einen Monat kostenlos

FastPictureViewer – die richtigen Fotos finden

Der FastPictureViewer macht möglich, was sein Name verspricht: Fotos schnell anzuschauen, sehr schnell. Auch große Mengen an RAW-Dateien lassen sich ohne merkliche Verzögerungen durchsehen, ein vorheriger Import ist nicht nötig, da der FastPictureViewer die Durchsicht im Ordner oder direkt von einer Kamera ermöglicht. Dank der zuschaltbaren Hardware-Beschleunigung sowie der Unterstützung von Mehrkernprozessoren und 64-Bit-Systemen nutzt das Programm die vorhandene Rechenleistung optimal aus.

Die Software richtet sich besonders an erfahrene Hobby- und Berufsfotografen. Profis müssen oft aus Hunderten, manchmal Tausenden Aufnahmen ihre Favoriten herausfiltern. Sie profitieren bei diesem Auswahlprozess – dem sogenannten "Culling" – von den blitzschnellen Ladezeiten und den verschiedenen Verwaltungsfunktionen des FastPictureViewers. Exif-Informationen oder das RGB-Histogramm unterstützen außerdem bei der Entscheidungsfindung.

Einen Monat lang lässt sich das Programm in der Vollversion unverbindlich testen, die Möglichkeiten der dauerhaft kostenlosen "Home Basic Edition" sind dagegen deutlich eingeschränkt: Der FastPictureViewer öffnet in diesem Modus zum Beispiel nur noch JPG-/JPG-XR-Dateien, zentrale Organisationsfunktionen stehen nicht zur Verfügung.

Aufnahmen sichten und einschätzen leicht gemacht

16.000 Fotos, durchgesehen in weniger als 6 Stunden von einem Bildredakteur auf der Suche nach dem perfekten Cover – nach Herstellerangaben gab eine solche Reportage den Anstoß zur Entwicklung des FastPictureViewers. Alle Funktionen des Programms sind optimiert für einen Zweck: aus einer Unmenge an Fotoaufnahmen die gewünschten Bilder effizient heraus zu sieben.

Die Benutzeroberfläche ist minimalistisch gehalten: Das Motiv steht im Mittelpunkt

Damit das gelingt, gibt die Software ihren Usern verschiedene Hilfsmittel an die Hand. Die grundlegende Benutzeroberfläche ist dabei bewusst minimalistisch gehalten: Im Mittelpunkt steht das Motiv, zusätzliche Informationsfenster werden beliebig verschoben, ein- und ausgeblendet. Alle Funktionen lassen sich per Tastaturkürzel anwählen – so ist das Programm auch im Vollbildmodus uneingeschränkt zu bedienen. Auf ein grafisches Interface wurde größtenteils verzichtet.

Der FastPictureViewer unterstützt außerdem eine Vielzahl an Grafik- und Fotoformaten. Auch RAW-Dateien werden ohne Verzögerung geöffnet – ein zeitaufwendiger Import wie bei Adobe Lightroom ist nicht nötig. Per Linksklick wird das aktuelle Bild in Originalgröße dargestellt, per Rechtsklick erfolgt der Zoom auf eine frei wählbare Stufe. So genügt ein Tastendruck, um festzustellen, ob das Foto die gewünschte Schärfe hat und wichtige Details zu erkennen sind.

In einem Zusatzfenster werden die Exif-Informationen der jeweiligen Aufnahme angezeigt (soweit vorhanden), Belichtungszeit, Blendenzahl und ISO-Wert sind hervorgehoben. Mithilfe des RGB-Histogramms lassen sich etwa Über- und Unterbelichtungen oder Farbstiche erkennen. Die Lupenfunktion macht verlorene Highlights und Schatten differenziert nach Farbkanälen sichtbar.

Bewerten und sortieren von Schnappschüssen

Dank der verschiedenen Organisationsfunktionen kommt gleichzeitig Ordnung in die Bilderflut. Der FastPictureViewer unterstützt das von Adobe entwickelte Metadaten-System XMP: Bilder lassen sich in eine Sterne-Skala einordnen oder verschiedenfarbig labeln. Diese Informationen können später programmübergreifend ausgelesen und verarbeitet werden. Verschiedene interne Tags ermöglichen außerdem Stapelaktionen (etwa Löschen, Kopieren oder Veröffentlichen) für entsprechend gekennzeichnete Bilder.

Die darzustellenden Fotos lassen sich darüber hinaus auch nach diesen Angaben und Einteilungen filtern. Je nach Bedarf werden beispielsweise allein die in XMP mit 4 Sternen bewerteten oder alle für die Weiterverarbeitung vorgesehenen Aufnahmen angezeigt. Ist die Vorauswahl abgeschlossen, helfen verschiedene Export-Optionen bei der Aufbereitung für die nächsten Arbeitsschritte.

Leichte Abstriche bei der Bedienung

Diverse Einstellungen erlauben es, das Programm an die technischen Möglichkeiten des eigenen Systems anzupassen: Die Hardware-Beschleunigung wird auf Wunsch beispielsweise aktiviert und deaktiviert. Wer ausreichend Arbeitsspeicher zur Verfügung hat, erhöht die Kapazitäten der Vorausladung. Auch die verschiedenen Tools des FastPictureViewers lassen sich in den Optionen genauer konfigurieren.

Empfehlenswert

Die verbesserungswürdige deutsche Lokalisierung lässt sich umgehen: Einfach beim Setup die Sprachpakete abwählen und das Programm wird in der englischen Originalfassung installiert.

Bei der Installation wird zwar auf das hilfreiche Online-Tutorial (nur in Englisch verfügbar) hingewiesen, aber eine programminterne Einführung in die Grundfunktionen wäre trotzdem wünschenswert gewesen. Dass sich etwa per Rechtsklick auf die schwarze Menüleiste ein kleines Funktionsmenü öffnen lässt, erschließt sich nicht von selbst. Unverständlich bleibt außerdem, weshalb in der "Schnellhilfe" nicht alle Tastaturkürzel aufgelistet sind – stattdessen verweist das Programm auf eine lieblos wirkende Text-Datei.

Die stellenweise nicht wirklich gelungene deutsche Lokalisierung sorgt für zusätzliche Verwirrung. Holprige Übersetzungen können das Verständnis erschweren – wer sich im Englischen sicher fühlt, sollte auf die originale Sprachfassung zurückgreifen.

Fotoselektion für Fortgeschrittene

Der FastPictureViewer liefert starke Funktionen zur effizienten Vorverarbeitung großer Mengen digitaler Fotoaufnahmen. Dank der technischen Umsetzung und der fokussierten Benutzeroberfläche ermöglicht das Programm erfahrenen Anwendern einen hohen Workflow. Dabei betrachten die Entwickler selbst die Software nicht als "Schweizer Taschenmesser" der Bildbetrachtung, sondern als spezialisiertes Tool für bestimmte Aufgaben wie das "Culling".

Wer hunderte, tausende RAW-Fotos auszuwerten hat, findet im FastPictureViewer einen leistungsstarken Helfer – allerdings nur in der Vollversion. Die dauerhaft kostenlose "Home Basic"-Variante beschneidet den Funktionsumfang erheblich. Zur entspannten Durchsicht der Urlaubsschnappschüsse eignen sich Alternativprogramme daher besser.

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Die Benutzeroberfläche des FastPictureViewers

Über den Reiter "Menü" werden die gewünschten Bilder und Ordner geöffnet (1). Fortgeschrittene Nutzer schätzen die Exif-Informationen (2) und das RGB-Histogramm (3).

Die Schnellhilfe des FastPictureViewers

Die Schnellhilfe listet die wichtigsten Tastenkürzel auf, zu finden ist sie im Reiter "Menü".

Das Funktionsmenü des FastPictureViewers

Im Funktionsmenü lassen sich viele Optionen auch per Maus anwählen, aufgerufen wird es per Rechtsklick auf die Menüleiste am unteren Bildschirmrand.

Die Einstellungen des FastPictureViewers

Die Programmoptionen werden über den Reiter "Menü" geöffnet, einzelne Funktionen lassen sich hier den eigenen Bedürfnissen anpassen.

Verbesserungswürdige Lokalisierung des FastPictureViewers

Die deutsche Lokalisierung des FastPictureViewers weist einige Fehler auf. Soll ein Bildordner geöffnet werden, erscheint diese Meldung. Die krumme Übersetzung sorgt für unnötige Verwirrung.