Foobar2000 im Netz.de Test

Foobar2000 ist ein konkurrenzfähiger Audioplayer, der zwar ausschließlich auf Windows-Betriebssystemen seinen Platz findet, dafür aber enorme Qualitäten bei der Wiedergabe der "exotischsten" Dateiformaten vorweist.

  • Tolle Formatunterstützung: Gibt so gut wie jedes Dateiformat wieder oder konvertiert diese in gebräuchlichere Formate
  • Sehr individuell: Design und Funktionen sind durch Plug-ins flexibel anpassbar, Audio-Dateien lassen sich umfangreich taggen
  • Schlanke Medienzentrale: Mit 10 MB sehr ressourcenschonend, schnell einsatzbereit und verwaltet Musik zuverlässig
Die Plattform deviantart bietet viele Erweiterungen für den Foobar

Für den Foobar2000 gibt es bei deviantart.com sehr viele Plug-ins und optische Spielereien zum freien Download. Wichtig ist, sich vorher genau die Anleitung zum Installieren anzusehen – da sonst andere Funktionen des Players beschädigt werden könnten.

Foobar 2000 Library

In der Bibliothek von Foobar 2000 kann man nach übersichtlich nach Genre, Künstler und Album suchen.

Das Design von Foobar2000 kann man individuell gestalten

Den eigenen Gestaltungsmöglichkeiten für den Foobar2000 sind kaum Grenzen gesetzt. Hier ein Beispiel für ein schickes schwarzes Outfit.

Der Lyric Show Panel von Foobar2000 zeigt den laufenden Songtext an

Fast wie Karaoke - Die Erweiterung "Lyric Show Panel" zeigt den aktuell laufenden Songtext in Echtzeit an.

Jede Audiodatei kann unter Properties vielfältig getaggt werden

Ob "Sommerhit" oder "Kuschelrock": Jede Datei kann über das Properties-Menü ganz individuell getaggt werden.

Der Foobar2000 als optisches Tonbandgerät

Nostalgiker können ihren Foobar2000 per Plug-in auch in ein Tonbandgerät verwandeln.

Unsere Gesamtwertung
7,7 / 10
  • Funktion:
    8.0
  • Bedienung:
    7.5
  • Performance:
    7.5

Foobar 2000 downloaden

Hersteller:  Peter Pawlowski
Vorteile
  • Verbaucht nur sehr wenig Speicherplatz
  • In Funktion und Design durch zahlreiche Plug-ins individuell erweiterbar
  • Spielt zuverlässig auch seltene Audio-Formate ab
Nachteile
  • Sehr schlichte Oberfläche
  • Nutzersprache ist ausschließlich Englisch

Play 'em all - mit Foobar2000

Der kostenlose Foobar2000 ist ein wahrer Formatfresser unter den Audioplayern. So gut wie alles kann an den Player verfüttert werden: VOC, AIFF, WAV und natürlich auch das bekannte MP3-Format. Die Software kann mit fast allen aktuellen Formaten jonglieren. Falls aber doch mal etwas nicht passen sollte, lässt sich der Funktionsumfang quasi nach Belieben erweitern. Denn die zahlreichen verfügbaren Plug-ins lassen auch die seltensten Formate wieder erklingen. FLAC, Speex oder SND, auch diese Dateiseltenheiten sind kein Problem für Foobar2000.

Aber nicht nur das Abspielen aus den unterschiedlichen Quellen, auch das Konvertieren und Brennen von Dateien gehört zu dem facettenreichen Funktionsangebot von Foobar2000. In Bezug auf die Formatvielfalt wurde als letzter Streich ein Add-on entwickelt, um Sound-Formate aus dem Nintendo zu decodieren - eine willkommene Spielereil.

Der Funktionsumfang kann sich also sehen lassen und wird zudem noch durch die Möglichkeit ergänzt, sich die Lyrics seiner Lieblingsstücke quasi live zum gerade abgespielten Song anzeigen zu lassen. Das "Lyric Show Panel" muss allerdings von der Website des Entwicklers heruntergeladen werden. Außerdem wird die Installation dort eingängig erklärt und es findet sich eine komplette Übersicht aller weiteren Add-ons wieder.

Foobar2000 jongliert mit zahlreichen Dateiformaten

Auch der Dateiformat-Konvertierer lässt sich - wie die meisten Funktionen in Foobar2000 - recht flexibel einsetzen. Mit ihm gelingen einzelne Umwandlungen alter Musikaufnahmen oder komplette Umwandlungen der vollständigen Musiksammlung in das bekanntere MP3-Format, ohne den Nutzer vor große Probleme zu stellen. Dazu genügt ein rechter Mausklick auf die entsprechende Datei in der Playlist, damit das Dropdown-Menü erscheint, in dem man dann einfach die Funktion "convert" auswählt.

Der Lyric Show Panel von Foobar2000 zeigt den laufenden Songtext an

Mit dem "Lyric Show Panel" greift Foobar tief in die Karaoke-Schublade und zeigt euch sämtliche Songtexte in Echtzeit an.  

Der Lyric Show Panel von Foobar2000 zeigt den laufenden Songtext an

Mit dem "Lyric Show Panel" greift Foobar tief in die Karaoke-Schublade und zeigt euch sämtliche Songtexte in Echtzeit an.  

Hier ist zu beachten, dass pro Konvertierungsvorgang immer nur in ein Zielformat umgewandelt werden kann, also beispielsweise FLAC oder WAV zu MP3. Auch interessant zu wissen: Entwickelt wurde das Tool bereits vor über 13 Jahren von Peter Pawlowski, einem früheren Mitarbeiter der Software-Schmiede Nullsoft und teilhabender Entwickler des damaligen und heutigen Platzhirsches unter den Audioplayern, dem Windows Media Player.

Foobar2000 wurde als reiner Audioplayer entwickelt - seine Funktionen werden bis heute immer wieder verbessert, erweitert und angepasst. Verschönert wird das Gratis-Tool aber offensichtlich nicht: Die Standard-Benutzeroberfläche kommt eher schlicht und wenig aufregend daher. Allerdings bieten sich diverse Möglichkeiten, um das Aussehen des Players an die eigenen Vorstellungen anzupassen.

Kreative Designs für einen individuellen Player

Vor allem die bekannte Design-Plattform deviantart.com ist ein Tummelplatz mit zahlreichen Skins für das digitale Ton-Talent. Allerdings empfiehlt es sich, den Installationshinweisen Aufmerksamkeit zu schenken, damit nicht die Funktionalität des Players beschädigt wird. Hat man aber erst einmal einen Überblick verschafft, sind den Möglichkeiten zur Anpassung kaum Grenzen gesetzt.

Für Tonband-Nostalgiker sind die angebotenen Layouts eine wahre Fundgrube. Ist man der Meinung, dass sich beim Abspielen der Musik etwas drehen muss, kann der Foobar2000 ruckzuck in ein optisches Tonbandgerät verwandelt werden. Auf diese Weise bekommt auch die Generation der Nuller-Jahre einen kleinen Einblick davon, wie zu Zeiten der Altvorderen Musik abgespielt wurde: "Da schau her, zwei Spulen!"

Für den ein oder anderen gewöhnungsbedürftig ist vielleicht die Tatsache, dass die Benutzeroberfläche ausschließlich in englischer Sprache angeboten wird. Zwar funktioniert die Bedienung in ihren Grundfunktionen fast intuitiv, sobald man den Player jedoch erweitern oder konfigurieren möchte, sollten zumindest die Software- und computerbezogenen Fachbegriffe sitzen.

Die Möglichkeiten, Musikdateien zu taggen und zu ordnen, sind vielfältig.

Die Funktionserweiterungen des Players heißen hier "components" und werden direkt nach dem Download unter dem gleichnamigen Installationspfad gespeichert. Durch einen Neustart des Programms werden sie aktiviert. Darüber hinaus ist der Player auch ein wahres Organisationstalent, denn die Möglichkeiten, eigene Musikdateien zu taggen und entsprechend zu ordnen (und damit auch wieder zu finden), sind wirklich vielfältig.

Dazu wählt man aus dem Dropdown-Menü einer Musikdatei (Rechtsklick) zunächst den letzten Punkt "Properties" aus. Hier hat man anschließend die Möglichkeit, nicht nur die gängigen Tags wie Interpret, Genre oder Titel zu wählen, sondern beispielsweise - etwa bei klassischer Musik - auch die tatsächlichen Komponisten zu nennen oder einen eigenen Kommentar zu speichern.

Foobar2000 für Mobilgeräte als Wegpunkt für die Zukunft

Eine Einschränkung hat der ansonsten recht vielseitige Audioplayer allerdings: Er verrichtet seine Arbeit ausschließlich unter Windows - lässt andere Betriebssysteme also außen vor. Besser sieht es hier im Bereich der Mobilgeräte aus, für die der Hersteller eine umfassende Unterstützung der Betriebssysteme anpeilt. Neben Windows-Phones und den dazugehörigen Tablet soll zukünftig auch iOS mit seinen iPhones und den diversen iPad-Versionen unterstützt werden. Wer dieser Idee unter die Arme greifen möchte, kann die Weiterentwicklung der kostenlosen Software auf der Webseite mit einer Spende unterstützen.

Eine spannende Alternative zu den bekannten Playern

Foobar2000 ist ein Player, der zuverlässig mit einer großen Bandbreite an Audiodateien umgeht. Hier und da stößt aber auch das Formatwunder an die Grenzen des Machbaren. Alles in allem könnte der Audioplayer neben seinen ebenfalls stark auftrumpfenden Konkurrenten wie dem VLC Player, Windows Media Player und dem immer noch sehr beliebten Winamp die Software eurer Wahl sein - eine Probe lohnt sich in jedem Fall.

Die schlichte Benutzeroberfläche lässt sich durch kreative Plug-ins verschönern und der ohnehin schon gewaltige Funktionsumfang kann über diesen Weg ebenfalls im Handumdrehen erweitert werden. Wer eine Alternative zu den bekannteren Playern ausprobieren möchte, ist Foobar2000 an der richtigen Adresse.

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Die Plattform deviantart bietet viele Erweiterungen für den Foobar

Für den Foobar2000 gibt es bei deviantart.com sehr viele Plug-ins und optische Spielereien zum freien Download. Wichtig ist, sich vorher genau die Anleitung zum Installieren anzusehen – da sonst andere Funktionen des Players beschädigt werden könnten.

Foobar 2000 Library

In der Bibliothek von Foobar 2000 kann man nach übersichtlich nach Genre, Künstler und Album suchen.

Das Design von Foobar2000 kann man individuell gestalten

Den eigenen Gestaltungsmöglichkeiten für den Foobar2000 sind kaum Grenzen gesetzt. Hier ein Beispiel für ein schickes schwarzes Outfit.

Der Lyric Show Panel von Foobar2000 zeigt den laufenden Songtext an

Fast wie Karaoke - Die Erweiterung "Lyric Show Panel" zeigt den aktuell laufenden Songtext in Echtzeit an.

Jede Audiodatei kann unter Properties vielfältig getaggt werden

Ob "Sommerhit" oder "Kuschelrock": Jede Datei kann über das Properties-Menü ganz individuell getaggt werden.

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