FRAPS im Netz.de Test

FRAPS setzt sich aus den Wörtern "Frames per Second" zusammen und ist ein bekanntes Programm, um Videospiele am PC aufzunehmen. Zudem verfügt das Recording-Tool über eine Screenshot-Funktion und erstellt Benchmarks.

  • Benchmark-Analyse: "Frames per Second"-Display sowie Messwertermittlung zwischen zwei Punkten
  • Klassischer Schnappschuss: Screenshot-Funktion für Games und Programme, automatische Benennung und Zeitstempel
  • Aufnahmeassistent: Loop-Recording, InGame-Aufnahmen dank DirectX-/OpenGL-Unterstützung sowie Kommentarfunktion
Das FRAPS Startfenster mit Versions-Infos und Voreinstellungen

In seiner kostenlosen Version listet euch FRAPS im "General"-Fenster zunächst - etwas ernüchternd - die Einschränkungen der Demo auf. Einige Voreinstellungen wie die Autostart- und Fenstereigenschaften stellt man hier ebenfalls ein.

Das FRAPS Benchmark-Menü

Um die Performance eines Videospiels zwischen zwei Punkten zu messen, besitzt FRAPS eine Benchmark-Analyse sowie ein Frames-per-Second Display, das sich während des Spiels in eine Ecke des Bildschirms positioniert. Außerdem könnt ihr unter dem Menüpunkt "99 FPS" einen Hotkey bestimmen, die Display-Position wählen und einige weitere Einstellungen vornehmen.

Die FRAPS Aufnahmeeinstellungen im Movie-Menü

Die Stärken von FRAPS liegen in der Aufnahme qualitativ hochwertiger Videos. Mit dem Programm nimmt man selbst Szenen von Games und Programmen auf, die auf die Unterstützung von DirectX oder OpenGL setzten. Im betreffenden Menü stellt man die grundlegenden Aufnahmeeinstellungen ein, legt die Hotkey-Taste für den Start-/Stoppbefehl fest, bestimmt die FPS-Rate sowie die Optionen für Sound und Kommentar.

Die FRAPS Screenshot-Einstellungen

Für Aufnahmeprogramme gehört es mittlerweile zum guten Ton, neben dem Screencast auch eine Screenshot-Funktion anzubieten. Über ein frei wählbares Tastenkürzel gibt man FRAPS den Befehl, das ausgewählte Programmfenster zu fotografieren. Im Anschluss versieht FRAPS das Bild mit einem Zeitstempel sowie einer Benennung und speichert die Datei anschließend in das ausgewählte Verzeichnis.

Unsere Gesamtwertung
6,5 / 10
  • Funktion:
    6.0
  • Bedienung:
    7.5
  • Performance:
    6.0

FRAPS downloaden

Hersteller:  Beepa Pty Ltd
Vorteile
  • FPS-Anzeige und Benchmark-Analyse
  • Multi-Channel-Tonaufnahmen für Kommentare
  • Unterstützt DirectX- und OpenGL-Schnittstellen
  • Herausragende Aufnahme- und Bildqualität
Nachteile
  • Nimmt Einfluss auf die In-Game-Performance
  • Einfache Screenshot-Funktion ohne Features
  • Aufnahmeformat verbraucht viel Speicherplatz

FRAPS: Mit dem Screencast-Urgestein ansprechende Aufnahmen umsetzen

Für Außenstehende, die dem Charme von Videospielen nichts abgewinnen können, muss es ein Widerspruch in sich sein: Gamer schwingen nicht selbst den Controller, sondern sehen lediglich dabei zu, während andere mit dieser Form der Unterhaltung Videoplattformen wie YouTube und Co. füllen.

Es ist ein - nicht gerade neuer - Netz-Trend, der "Let’s Play" genannt wird und sich sowohl bei Jugendlichen als auch bei jungen Erwachsenen steigender Beliebtheit erfreut. Im Grunde sind es Aufnahmen, bei denen YouTuber das Spielgeschehen filmen und häufig mit viel Witz und lustigen Sprüchen kommentieren - umgesetzt mit Recording-Tools wie FRAPS.

FRAPS ist ein alter Bekannter und bereits seit 1999 im Geschäft. Seitdem sorgt das Screencast-Urgestein dafür, dass Videoaufnahmen und Screenshots so einfach wie möglich gelingen. Der digitale Desktop-Schnappschuss ist dann allerdings eher Beiwerk, denn die Stärken liegen ohne Zweifel in der Aufnahme von Programmen und Spielen, die durch DirectX oder OpenGL unterstützt werden. Um beispielsweise Aufnahmen von InGame-Inhalten zu erstellen, müssen Recording-Tools diese Schnittstellen berücksichtigen - und FRAPS ist diesbezüglich ein wahrer Profi.

Die kostenlose Version ist zeitlich uneingeschränkt nutzbar, verfügt jedoch über einige Funktionseinschränkungen, die im Grunde nicht mehr zulassen, als einen runden Ersteindruck. Neben einem eingebetteten Wasserzeichen und der maximalen Aufnahmedauer von nur 30 Sekunden verzichtet die kostenlose Version auch auf das sogenannte Loop-Recording.

Der Einstieg: Vier Menüpunkte sorgen für Übersicht

Wer sich das erste Mal mit Aufnahmeprogrammen auseinandersetzt, findet in FRAPS einen einsteigerfreundlichen Assistenten mit recht überschaubaren Einstellungsmöglichkeiten. Bereits im Umgang erweist sich das Tool als intuitiv - vier horizontal angeordnete Menüpunkte, die sich am oberen Rand des Programmfensters auflisten, darunter das jeweilige Eingabefeld mit den entsprechenden Einstellungsoptionen.

Thematischer Bezug

Bei all der Benutzerfreundlichkeit macht es dennoch Sinn, sich vorab mit ein paar Begrifflichkeiten und deren Auswirkungen auseinander zu setzen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Der erste Menüpunkt nennt sich "General". Hier findet man zunächst alle wesentlichen Informationen zur Version und dem Funktionsumfang. Darüber hinaus lassen sich die Grundeinstellungen wie Autostart oder die Positionierung des Programmfensters bestimmen. Anschließend drehen sich die nachfolgenden drei Menüs um die Hauptfunktionen des Aufnahmeprogramms.

Im Reiter "99 FPS" (Frames per Second) legt man alle grundlegenden Einstellungen des Benchmarks fest, bestimmt den Hotkey für den Start des Leistungs-Checks und wählt den Fensterbereich aus, in dem die Bildwiederholrate von FRAPS vor und während der Aufnahme dargestellt wird. Der Test lässt sich außerdem zu einem fest definierten Zeitpunkt ausführen, wodurch FRAPS eine Leistungsauswertung zwischen zwei gesetzten Punkten ermöglicht.

Das Herzstück: Bildschirmaufnahmen von Spielszenen

Im Gegensatz zu Aufnahmeprogrammen wie Bandicam oder CamStudio, die jeweils mit einem Aufnahmerahmen arbeiten, startet FRAPS seinen Dienst erst nach dem Öffnen eines Fensters, indem man ein im Vorfeld definiertes Tastenkürzel betätigt. Vorher gilt es jedoch, einige Grundeinstellungen zur bevorstehenden Aufnahme zu tätigen. Mit einem Klick auf den Reiter "Movies" öffnen sich die Aufnahmeeinstellungen.

Neben der Auswahl des Speicherorts und dem Festlegen eines Tastenkürzels für den Start-/Stoppbefehl bestimmt man hier beispielsweise auch, ob der Cursor ein- oder ausgeblendet wird und legt zudem die Aufnahmeeinstellungen für Bild und Ton fest. Je höher die Bildwiederholfrequenz, desto flüssiger verlaufen Übergänge oder schnelle Bewegungen während einer Sequenz.

Eine zu hohe FPS-Zahl drückt hingegen die Performance - unschöne Ruckler sind dann die Folge der zu hohen Systembeanspruchung. Hier gilt es anhand von Probeläufen die bestmöglichen Werte für das eigene System zu bestimmen, damit sich FRAPS nicht negativ auf das Spielerlebnis auswirkt.

Mit dem Loop immer den idealen Aufnahmezeitpunkt treffen

Wie bereits eingangs kurz angerissen, ist das Loop-Recording eine besonders interessante Funktion in FRAPS. Während für Anwender der kostenlosen Version lediglich ein Fenster erscheint, in dem darauf verwiesen wird, dass ausschließlich registrierte User "loopen" dürfen, können die registrierten Nutzer hier aus dem Vollen schöpfen.

Die FRAPS Aufnahmeeinstellungen im Movie-Menü

Mithilfe der Sekundenangabe "Loop buffer lenght" legt man die Zeit für den Zwischenspeicher fest.  

Die FRAPS Aufnahmeeinstellungen im Movie-Menü

Mithilfe der Sekundenangabe "Loop buffer lenght" legt man die Zeit für den Zwischenspeicher fest.  

Zunächst bestimmt man eine Zeit im Sekundenbereich, in der das Loop-Recording zum Einsatz kommt. Nun nimmt die Funktion das Bildschirmgeschehen auf, ohne das Ergebnis auf der Festplatte abzuspeichern - die Sequenz "buffert" also und wird für den gewählten Zeitraum zwischengespeichert. Der Buffer sorgt dafür, dass sich die Aufnahme auch nachträglich noch starten lässt.

Dies hat einen recht praktischen Nutzen: Befindet man sich beispielsweise in einer länger andauernden Spielsequenz, macht es meist keinen Sinn, sich ziehende Gaming-Passagen "unnötig" aufzunehmen. Passiert dann allerdings etwas Unerwartetes, ist das Bedauern um die verpasste Chance einer gelungenen Aufnahme meist größer, als der vergeudete Speicherplatz. Dank des Loops ist gewährleistet, dass man den idealen Aufnahmezeitpunkt niemals verpasst.

Die Screenshot-Funktion kann nicht nachhaltig beeindrucken

Um einen Sachverhalt oder ein Problem am PC zu erläutern, bietet es sich in den meisten Fällen an, einen Screenshot zu erstellen. Für den Gegenüber ist es somit um ein vielfaches leichter, eine passende Antwort zu geben. Aus diesem Grund hat FRAPS bereits in seinen Grundfunktionen eine Screenshot-Funktion mit an Bord, die - sofern FRAPS im Hintergrund ausgeführt wird - mit einem Tastenkürzel das ausgewählte Fenster aufnimmt.

Wirklich herausstechend ist diese Funktion allerdings nicht - ihr fehlt es schlichtweg an Unterfunktionen, die jedes halbwegs gute Standalone Screenshot-Programm auf dem Kasten hat. Außer der Wahl des Speicherorts kann man in der Vollversion noch zwischen den Formaten BMP, JPG, PNG, und TGA wählen - ohne Registrierung steht jedoch lediglich nur das BMP-Format zur Verfügung.

Foto von Dennie Beneke
(@deBeneke)
Ideal für anspruchsvolle Gaming-Videos und -Screenshots

Ist man auf der Suche nach einer Software, die in Echtzeit und in hochgestochen scharfen Bildern InGame-Szenen aufnimmt, kann man sich getrost auf die Dienste von FRAPS verlassen. Das Recording-Tool hält das Geschehen mit einer Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 FPS und einer sogenannten Multichannel-Audioaufnahme fest, sodass man gleichzeitig spielen und kommentieren kann. Die Aufnahmen im AVI-Format sind in der Regel jedoch recht groß, weshalb man vor und nach der Aufnahme ein Auge auf den verbleibenden Speicherplatz haben sollte.

Darüber hinaus lässt FRAPS leider hier und da Federn, beispielsweise in Bezug auf die eher funktionsarme Screenshot-Aufnahme oder auf die Performance-Belastung - alles zugunsten der Bildqualität. Die Schnittstellenunterstützung zu DirectX und OpenGL ist dann letztendlich ein entscheidender Pluspunkt. Denn will man InGame-Sequenzen oder allgemeine Applikationen - die auf diese Technik zurückgreifen - aufnehmen, leisten Programme wie FRAPS oder Bandicam treue Dienste.

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Das FRAPS Startfenster mit Versions-Infos und Voreinstellungen

In seiner kostenlosen Version listet euch FRAPS im "General"-Fenster zunächst - etwas ernüchternd - die Einschränkungen der Demo auf. Einige Voreinstellungen wie die Autostart- und Fenstereigenschaften stellt man hier ebenfalls ein.

Das FRAPS Benchmark-Menü

Um die Performance eines Videospiels zwischen zwei Punkten zu messen, besitzt FRAPS eine Benchmark-Analyse sowie ein Frames-per-Second Display, das sich während des Spiels in eine Ecke des Bildschirms positioniert. Außerdem könnt ihr unter dem Menüpunkt "99 FPS" einen Hotkey bestimmen, die Display-Position wählen und einige weitere Einstellungen vornehmen.

Die FRAPS Aufnahmeeinstellungen im Movie-Menü

Die Stärken von FRAPS liegen in der Aufnahme qualitativ hochwertiger Videos. Mit dem Programm nimmt man selbst Szenen von Games und Programmen auf, die auf die Unterstützung von DirectX oder OpenGL setzten. Im betreffenden Menü stellt man die grundlegenden Aufnahmeeinstellungen ein, legt die Hotkey-Taste für den Start-/Stoppbefehl fest, bestimmt die FPS-Rate sowie die Optionen für Sound und Kommentar.

Die FRAPS Screenshot-Einstellungen

Für Aufnahmeprogramme gehört es mittlerweile zum guten Ton, neben dem Screencast auch eine Screenshot-Funktion anzubieten. Über ein frei wählbares Tastenkürzel gibt man FRAPS den Befehl, das ausgewählte Programmfenster zu fotografieren. Im Anschluss versieht FRAPS das Bild mit einem Zeitstempel sowie einer Benennung und speichert die Datei anschließend in das ausgewählte Verzeichnis.