FreeFileSync im Netz.de Test

FreeFileSync ist ein schlankes Synchronisations-Tool, das mit hoher Funktionsvielfalt und intuitiver Bedienbarkeit punktet. Als portable Version installiert, findet es zudem Platz auf jedem USB-Stick.

  • Intuitiv bedienbar: Per Drag-and-Drop lassen sich spielend leicht Verzeichnisse synchronisieren
  • Mit Tiefgang: Die übersichtliche Benutzeroberfläche täuscht, das Tool bietet einen beachtlichen Funktionsumfang
  • Gutes Timing: Synchronisierungs-Vorgänge lassen sich in wenigen Schritten automatisieren.
FreeFileSync Benutzeroberfläche

FreeFileSync

FreeFileSync Filter-Funktion

FreeFileSync

FreeFileSync Vergleichen-Funktion

FreeFileSync Vergleichen

FreeFileSync Synchronisation

FreeFileSync

FreeFileSync Ergebnis-Screen

FreeFileSync

Unsere Gesamtwertung
8,2 / 10
  • Funktion:
    8.0
  • Bedienung:
    8.5
  • Performance:
    8.0

FreeFileSync downloaden

Hersteller:  Zenju
Vorteile
  • Sehr einsteigerfreundlicher Aufbau
  • Großer Funktionsumfang
  • Individualisierbare Synchronisierungs-Regeln
  • Installation auch als portable Version möglich
Nachteile
  • Bei Installation wird ggf. Adware installiert

Mit FreeFileSync sämtliche Dateien einfach managen

Die Zeiten, in denen Dateien an nur einem Ort abgelegt wurden, sind eindeutig vorbei. Seien es geschäftskritische Daten, Office-Dokumente für die Uni oder die private Musiksammlung: Um immer und überall bequem auf die Daten zugreifen zu können, werden sie längst auf mehreren Datenträgern gleichzeitig gespeichert – beispielsweise auf der lokalen Festplatte, dem Smartphone oder dem USB-Stick.

Je nach Häufigkeit der Aktualisierung und Umfang der Dateien entsteht dabei aber folgendes Problem: Wie stellen Nutzer möglichst ohne großen Aufwand sicher, dass sämtliche Versionen auf allen Speichermedien auf dem selben Stand sind? Hier bieten Synchronisations-Tools wie FreeFileSync Abhilfe. Die Freeware verspricht, unterschiedliche Dateiversionen an verschiedenen Speicherorten in nur wenigen Schritten kongruent zu halten.

Zu diesem Zweck vergleicht FreeFileSync die Dateien an den vom Nutzer ausgewählten Datei-Speicherorten anhand vorab festgelegter Kriterien. Hat das Tool Unterschiede zwischen Quell- und Zielordner festgestellt, werden diese zunächst detailliert aufgelistet und dann auf Wunsch – unter Berücksichtigung von im Vorfeld festgelegten Regeln – synchronisiert. Über eine Filter-Funktion lassen sich ferner Dateitypen festlegen, die bei der Synchronisation nicht berücksichtigt werden sollen.

Eine Beschränkung für gleichzeitig zu bearbeitende Dateien gibt es übrigens nicht, lediglich der auf dem System verfügbare Arbeitsspeicher bildet eine theoretische Obergrenze: Nach Entwicklerangaben lassen sich pro 1 GB RAM etwa 1,7 Millionen Dateien-Paare synchronisieren.

Augen auf bei der Installation

Durchaus bemerkenswert ist die hohe Flexibilität der Open-Source-Software. Denn synchronisieren lassen sich auch Smartphones (Android und iOS) oder Tablets. Plattformübergreifendes Arbeiten zwischen Linux und Windows ist ebenfalls möglich, und selbst das Kopieren schreibgeschützter Dateien verursacht keinerlei Probleme.

FreeFilesync Adware

Vorsicht ist während der Installation von FreeFileSync geboten: Wer nicht ungewollt Adware mitinstallieren will, sollte jedes gesetzte Häkchen sorgsam prüfen.  

Quelle: (Screenshot)  FreeFileSync 

FreeFilesync Adware

Vorsicht ist während der Installation von FreeFileSync geboten: Wer nicht ungewollt Adware mitinstallieren will, sollte jedes gesetzte Häkchen sorgsam prüfen.  

Quelle: (Screenshot)  FreeFileSync 

Während der Installation der kompakten Software wird deutlich, dass die Entwickler sich offensichtlich Gedanken im Hinblick auf den konkreten Anwendungsfall gemacht haben: Gleich zu Beginn steht dem Nutzer die Möglichkeit frei, das Tool als portable Version, also beispielsweise auf einem USB-Stick zu installieren. Synchronisierungen und Sicherungen lassen sich so schnell und unkompliziert auch auf Fremdrechnern durchführen, ohne dass die Software Einträge in der Windows Registry vornimmt.

Zudem bietet die werbefinanzierte Software Anwendern die Möglichkeit, dem Entwickler eine Spende in beliebiger Höhe per PayPal zukommen zu lassen. Die gelegentlichen Werbeeinblendungen während des Arbeitens sind damit passé. Allerdings ist im Zuge der Installation auch Vorsicht geboten – denn das Setup-Programm installiert unter Umständen Adware. Hier gilt es, aufmerksam zu sein und unbedingt jedes gesetzte Häkchen genau zu prüfen.

FreeFileSync: Gute Bedienbarkeit trotz Umfang

Die Benutzeroberfläche von FreeFileSync ist auf das Nötigste beschränkt und bietet auch jenen, die sich bislang nie mit Backup oder Daten-Synchronisierung beschäftigt haben, einen schnellen Einstieg. Der Anwender gibt lediglich Quell- und Zielverzeichnis in die zwei dafür vorgesehen Zeilen ein und fährt dann mit den folgenden Schritten fort. Praktisch: Ob einzelne Ordner oder ganze Festplatten, jeder Speicherort lässt sich auch ganz intuitiv per Drag-and-Drop in die entsprechenden Felder einfügen.

Sind Quelle und Ziel ausgewählt, empfiehlt sich nunmehr der Klick auf die Vergleichseinstellungen am oberen linken Rand der Benutzeroberfläche, mit denen sich die Dateiversionen anhand der Kriterien Größe, Datum und Inhalt gegenüberstellen lassen. Mit einem Klick auf den Button "Vergleichen“ spuckt das Programm in der Folge sämtliche Dateien in den ausgewählten Verzeichnissen in einer übersichtlichen Auflistung aus und gibt die zur Synchronisation des jeweiligen Dateien-Paares erforderliche Aktion an. Sollen einzelne Dateien von der Synchronisation ausgeschlossen werden, lässt sich eine entsprechende Regel ferner unter dem Button "Filter“ anlegen.

Synchronisierung nach eigenen Vorlieben

Ein vorschneller Klick auf "Synchronisieren“ jedoch ist in jedem Fall zu vermeiden. Vielmehr ist es ratsam, vorab eine der vier Regeln auszuwählen, nach der die Software bei der Synchronisierung vorgehen soll. Vier Varianten stehen dem Anwender unter diesem Menüpunkt zu Verfügung:

  • Zwei Wege: Synchronisation in beide Richtungen
  • Spiegeln: Ziel wird exakte Kopie der Quelle
  • Aktualisieren: Nur neue/aktualisierte Dateien werden übertragen
  • Eigene: Individuelle Einstellungen

Zudem lässt sich an dieser Stelle festlegen, wie das Programm mit gelöschten Dateien und bei Fehlermeldungen verfahren soll. Sind alle Einstellungen vorgenommen, beginnt die Software nach einem Klick auf "Synchronisieren“ mit eben jenem Vorgang und präsentiert zum Abschluss eine Statistik inklusive Verlauf, Protokoll und übersichtlicher Visualisierung. Einmal vorgenommene Einstellungen lassen sich dabei jederzeit als Vorlage für spätere, gegebenenfalls automatisierte Arbeitsaufträge abspeichern. Laut Hersteller ist die Nutzung des Tools im Übrigen ausdrücklich für geschäftliche Zwecke nutzbar, womit es eine echte Alternative zu kostenpflichtigen Business-Lösungen darstellt.

Foto von Sebastian Hardt
(@hardtboiled)
Unkomplizierter Datensynchronisierer mit vielen Funktionen

Keine Frage, Datensynchronisation ist eine eher lästige Pflichtübung. Umso besser, dass es FreeFileSync dem Anwender so leicht wie möglich macht, seine Dateien kongruent zu halten. Denn die Entwickler haben den Spagat zwischen Benutzerfreundlichkeit und Funktionsvielfalt erstaunlich gut gemeistert: Geradezu spielend einfach synchronisieren auch unerfahrene User ihre Dateien, Ordner oder ganze Laufwerke in nur wenigen Schritten. Dank individuell anpassbarer Synchronisierungsregeln und frei wählbarer Filter bietet das schlanke Programm dennoch genügend Gestaltungsspielraum für detailverliebte Datenmanager.

Ein fader Beigeschmack wegen des unsauberen Installers allerdings bleibt. Wer bei der Installation nicht schläft und an richtiger Stelle die entsprechenden Häkchen entfernt, bekommt mit FreeFileSync aber eine sehr nützliche Alternative zu den oftmals kostenpflichtigen Lösungen anderer Anbieter.

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