FreeMind im Netz.de Test

FreeMind ist eine freie Mindmap-Software, welche mithilfe von Knotenpunkten, Verbindungsästen und vielen weiteren Funktionen eine Gedächtnislandkarte erzeugt, um großen Projekten in der Planungsphase Struktur zu geben.

  • Sinnvoller Projektplaner: Knotenpunkte, Äste und Verzweigungen verleihen der Mindmap Struktur
  • Überzeugende Visualisierung: FreeMind bietet zahlreiche Icons, Grafiken und einen Text-Editor
  • Praktische Exportfunktion: Projekte können als HTML-, Java- oder Flash-Datei gespeichert werden
FreeMind bietet ein übersichtliches Userinterface

Die Benutzeroberfläche der Open-Source-Anwendung Freemind punktet mit viel Übersicht und gut strukturierten Menü- und Icon-Leisten. Aufgrund der Funktionsvielfalt bedarf es allerdings einer gewissen Einarbeitungsphase.

Die einzelnen Knotenpunkte können miteinander verbunden werden

Die kostenlose Software bietet zahlreiche Möglichkeiten, um eine aussagekräftige Mindmap zu erstellen. Der Hauptknotenpunkt kann über nahezu unzählige Verästelungen mit den übrigen Elementen verbunden werden, sodass eine übersichtliche Gedächtnislandkarte entsteht.

FreeMind bietet zahlreiche grafische Elemente

Mit den praktischen Icons können besonders wichtige Knotenpunkte optisch hervorgehoben werden.

Die farbigen Verbindungen in FreeMind sorgen für mehr Übersicht

Bei der Erstellung einer neuen Mindmap sollte man darauf achten, dass man nicht zu viele Verbindungen benutzt, da man ansonsten schnell die Übersicht verlieren kann. Praktischerweise lassen sich die verschiedenen Elemente jedoch farblich anpassen und so besser unterscheiden.

Unsere Gesamtwertung
7,0 / 10
  • Funktion:
    7.5
  • Bedienung:
    7.0
  • Performance:
    6.5

FreeMind downloaden

Hersteller:  Jörg Müller
Vorteile
  • Einfache Navigation mit Maus und Pfeiltasten
  • Exportiert Projekte in Java, Flash oder HTML
  • Intuitive Steuerung der grafisch ansprechenden Oberfläche
  • Alle Grundfunktionen eines gut ausgestatteten Mindmap-Tools
  • Benötigt wenig Speicherplatz und ist ressourcenschonend
  • Die Open-Source-Software läuft auf allen Plattformen
  • Über die Tab-Funktion mehrere Projekte gleichzeitig bearbeitet
Nachteile
  • Knotenpunktplatzierung teilweise sehr umständlich
  • Keine Integration von Office-Anwendungen

FreeMind - Die freie Mindmap-Software zum Planen von Projekten

Dieses Szenario ist wahrscheinlich jedem bekannt: An guten Ideen mangelt es meist nicht, aber schon kurz nach dem ersten Geistesblitz wird man unerwartet aus seinem Gedanken gerissen. Entweder vergisst man die Hälfte oder steht mit seiner Idee genau in der Mitte einer realen Umsetzung, ohne den Anfang oder das Ende erkennen zu können. Genau an diesem Punkt kommt die kostenlose Mindmap-Software FreeMind ins Spiel.

Wem die Arbeit mit Mindmaps nicht bereits schon aus der Schulzeit vertraut ist, der wird wohl spätestens bei der Planung eigener Projekte und der anschließenden Suche nach dem berühmten roten Faden nach Techniken suchen, um die eigenen Gedanken in geordnete Bahnen zu lenken.

Mindmaps sind sinngemäß übersetzt Gedächtnislandkarten, welche während der Realisierungsphase großer Projekte, sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld, eine anerkannte und hilfreiche Arbeitstechnik bieten, um schweifende Gedanken mittels optischen Darstellungen zielgerichtet zu kanalisieren. FreeMind kann genau für diesen Zweck Abhilfe schaffen. Das Tool erstellt Mindmaps am Computer, in dem es einen Editor mit einigen wirklich nützlichen Funktionen anbietet.

Zu Beginn startet man mit nur einem Knotenpunkt, um im Anschluss unbegrenzt viele Unterknoten mit weiteren Verästelungen anzulegen, die sich in weitere Knoten und Unterzweige gliedern. Diese Knoten lassen sich mit einem kleinen Text-Editor beschriften und außerdem mit Hyperlinks, Bildern, Grafiken, Symbolen und weiteren visuellen Elementen versehen.

Grafische Elemente, Links und Icons in FreeMind

Damit größere Mindmaps überhaupt Sinn ergeben, muss man Unterknoten mithilfe von Verbindungen miteinander in Relation setzten können. Viele der Knoten stehen häufig in Beziehung zueinander, allerdings muss diese Verbindung auch optisch dargestellt werden, damit eine logische Struktur entstehen kann. Zu diesem Zweck lassen sich Knoten und Zweige mit grafischen Links versehen, welche man beispielsweise über die Drop-Down-Liste in der Menüleiste oder direkt über die praktische Symbolleiste auswählt.

Mit FreeMind erstellt man ansprechende Mindmaps

Die grafischen Links führen vom erstmarkierten Knoten zu den weiteren Markierungspunkten, die man mithilfe der gehaltenen Steuerungstaste - ähnlich der Funktion in einem Word-Dokument - auswählt und beibehält. Zweige und Verbindungslinien kann man bei Bedarf auch einfärben, damit sich die Beziehungen deutlicher voneinander unterscheiden. Außerdem stellt FreeMind zahlreiche Icons bereit, die sich in die Maske einfügen lassen.

Diese kleinen grafischen Elemente sind am linken Fensterrand in einer Scrollbar untereinander aufgelistet und sind praktischerweise mit nur einem einfachen Mausklick auswählbar. Die Open-Source-Software bietet zudem die Möglichkeit Zahlen von Null bis Neun, einige Pfeile und Smileys, sowie diverse Hinweis-Symbole in die Mindmap einzufügen - allerdings fällt die Auswahl recht übersichtlich aus. Abhilfe schafft hier jedoch die FreeMind Community, die weitere kostenlose Icon-Packs zum Download auf SourceForge.net zur Verfügung stellt.

Die weiteren Funktionen und Möglichkeiten von FreeMind

Nach dem kostenlosen Download und der Installation erwartet uns FreeMind mit einer sehr übersichtlichen Benutzeroberfläche und einem großflächigen Arbeitsbereich, auf dem ein Ursprungsknoten den Anfang des Baumdiagramms markiert. Dank dem klar strukturierten Userinterface und den meist selbsterklärenden Funktionen eignet sich die kostenlose Software übrigens auch hervorragend für Einsteiger.

Anhand des ersten Knotenpunktes kann man sich hierarchisch und immer tiefer in die Projektstruktur einarbeiten, indem weitere Unterknoten angelegt werden, die untereinander mit Ästen verbunden sind. Diese Unterknoten lassen sich mithilfe einiger Grundfunktionen des Text-Editors im Windows-Stil unter anderem in der Schriftgröße und der Schriftart anpassen. Nach und nach entsteht so eine optisch ansprechende Mindmap, die im nächsten Meeting für Aufsehen sorgen wird.

Bilder und Hyperlinks in die FreeMind-Maske implementieren

Neben Texten, Icons und grafischen Links lassen sich die Unterknoten in FreeMind mit vielen weiteren visuellen Elementen bestücken. Das Gratis-Tool bindet über ein Textfeld Hyperlinks von Webseiten und Dateipfaden ein, um so schnelle Querverweise zu erzeugen. Dargestellt wird dieser Hyperlink jedoch nur mit einem kleinen roten Pfeil-Icon, weshalb man einen kurzen Link-Text zur sinnvollen Beschreibung in Betracht ziehen sollte.

Außerdem können Knoten ebenso leicht mit Bildern aus der eigenen Mediathek bestücken. Das Tool lässt zudem viele unterschiedliche Formate in einem einzigen Knotenpunkt zu. So werden bei Bedarf verschiedene Textfelder, Hyperlinks und Icons in nur einem Knoten untergebracht. Allerdings sollte man in diesem Fall darauf achten, dass die Mindmap trotz zahlreicher Elemente übersichtlich und leicht verständlich bleibt.

Die Exportfunktionen von FreeMind

Nachdem die eigenen Gedanken aus Brainstorming-Meetings oder Unterrichtseinheiten anschaulich festgehalten wurden, können die Mindmaps in unterschiedliche Formate exportiert werden. Für diesen Zweck stellt der kostenlose Gedankenvisualisierer FreeMind zunächst sein eigenes Dateiformat unter der Bezeichnung .MM bereit. Die Projekte können aber ebenso gut durch die Exportfunktion als weitläufig bekanntere Dateiformate abgespeichert werden. Das ist vor allem dann recht praktisch, wenn man die Gedächtnislandkarte an Freunde oder Kollegen weitergeben möchte.

Neben dem Export in die bekannten JPEG-, PDF- oder PNG-Formate, lassen sich die Projekte auch als Java-Applet oder Flash-Datei abspeichern. Außerdem können die Mindmaps als HTML/XHTML-Seite exportiert werden. Darüber hinaus ermöglicht FreeMind die Erstellung von OpenOffice-Dokumenten. Ein echtes Manko ist jedoch die nicht vorhandene Unterstützung der Microsoft Office-Produkte wie Word und Excel. Und wenn mal kein Computer oder Bildschirm zur Verfügung steht, kann das Ergebnis auch einfach ausgedruckt und als Print-Version verteilt werden.

Foto von Dennie Beneke
(@deBeneke)
Der praktische Open-Source-Mindmapper

FreeMind hat sich als gute Alternative zu kostenpflichtigen Programmen erwiesen. Das Tool arbeitet mit einfachen Hilfsmitteln und lässt sich auch genauso einfach handhaben. Während der Bearbeitung der Knotenpunkte und der Textfelder darin reagierte die Software manchmal etwas träge und das freie Verschieben der Elemente innerhalb der Oberfläche wurde das ein oder andere Mal zu einer Geduldsprobe. Wer sich bisher noch gar nicht mit dem Thema Mindmap auseinandergesetzt hat, findet den Einstieg allerdings nicht ganz so zügig. Gerade grafische Links machen in der hierarchischen Struktur einer Gedächtniskarte den Unterschied aus und verleihen dem Projekt erst die nötige Tiefe. Das Einfügen und Ergänzen der Knotenpunkte mit verschiedenen Elementen wie Hyperlinks, Icons und Bildern gelang ohne große Komplikationen, da sich die Oberfläche und die Menüführung dank den wenigen und trotzdem sinnvollen Werkzeugen praktisch von alleine erklärt.

Die fehlende Integration von Office-Anwendungen ist jedoch ein kleiner Minuspunkt. Dennoch kann man sich die Dienste des praktischen Mindmap-Tools ohne Bedenken sichern.

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FreeMind bietet ein übersichtliches Userinterface

Die Benutzeroberfläche der Open-Source-Anwendung Freemind punktet mit viel Übersicht und gut strukturierten Menü- und Icon-Leisten. Aufgrund der Funktionsvielfalt bedarf es allerdings einer gewissen Einarbeitungsphase.

Die einzelnen Knotenpunkte können miteinander verbunden werden

Die kostenlose Software bietet zahlreiche Möglichkeiten, um eine aussagekräftige Mindmap zu erstellen. Der Hauptknotenpunkt kann über nahezu unzählige Verästelungen mit den übrigen Elementen verbunden werden, sodass eine übersichtliche Gedächtnislandkarte entsteht.

FreeMind bietet zahlreiche grafische Elemente

Mit den praktischen Icons können besonders wichtige Knotenpunkte optisch hervorgehoben werden.

Die farbigen Verbindungen in FreeMind sorgen für mehr Übersicht

Bei der Erstellung einer neuen Mindmap sollte man darauf achten, dass man nicht zu viele Verbindungen benutzt, da man ansonsten schnell die Übersicht verlieren kann. Praktischerweise lassen sich die verschiedenen Elemente jedoch farblich anpassen und so besser unterscheiden.