Ghostery im Netz.de Test

Ghostery schützt sowohl Firefox, Google Chrome, Safari als auch Opera effektiv vor unerwünschten Tracking-Attacken diverser Drittanbieter. Eine Tracking-Datenbank unterbindet Fremden den Zugriff auf euer Suchverhalten.

  • Anonymus-Browsing: Blockierte Analyse-Tools werden nicht mehr im Browser angezeigt
  • Drittanbieter haben keine Chance: Über Schaltflächen bestimmt man zweckmäßige und unzulässige Tracking-Elemente
  • Einfache Blockieroptionen: Mit Tracker-, Cookie- und Whitelist-Einstellungen kann man Regeln festlegen
  • Geister-Icon in Symbolleiste: Ghostery lässt sich einfach mithilfe von Browsern bedienen
Ghostery bietet einen kleinen Rundgang nach der Installation

Zunächst wird man vom Tool durch einen kleinen Rundgang und die bereits im Artikel-Review aufgegriffene Problematik des GhostRanks geführt. Hier müsst ihr euch zunächst entscheiden, ob ihr dem kostenlosen Tool ?anonyme statische Daten? der Datenerhebung zur Verfügung zu stellt oder Ghostery abweist und die Dienste ohne eine Gegenleistung nutzen wollt.Nach der wirklich schnell ablaufenden Installation und einem Neustart des jeweiligen Browsers ? ob Chrome, Firefox, Opera oder die iOS Variante Safari ? legt sich das kleine Add-on als graues Gespenster-Icon in die (in diesem Beispiel Firefox-abhängig) Adressleiste ab.

Das Suchergebnis nach dem Tracken von Aktivitäten einer Webseite

Ghostery erkennt die im Hintergrund verborgenen Aktivitäten, die sich auf Webseiten abspielen und zeigt diese Übersichtlich in seinem Suchergebnis-Panel an. Hier werden alle Tracking-Aktivitäten der Webseiten untereinander aufgelistet, können somit eingesehen und kontrolliert werden.

Blockieren des Trackers über die Schaltfläche in Ghostery

Die Einstellungen der Browser-Erweiterung sind recht überschaubar, dafür aber umso effektiver. Alle aktiven Tracker einer Seite können schnell und einfach über die wenigen Schaltflächen blockiert, aktiviert oder ?immer zugelassen? werden. In diesem Beispiel blockiert die Schaltfläche durch die rote Markierung den ?Adzerk-Tracker?, sodass dieser an der Ausübung seiner Tätigkeit gehindert wird.

Die Whitelist von Ghostery erlaubt Tracker auf der Webseite

Einzelne Tracker oder komplette Webseiten lassen sich mit einem Klick schnell zur sogenannten Whitelist von Ghostery hinzufügen. Diese Erlaubnis hat zur Folge, dass der kleine Geist alle ausgeführten Tracker ab diesem Zeitpunkt für die bestimmte Webseite zulässt. Mit einem erneuten Klick auf die Whitelist hebt ihr die Auswahl wieder auf.

Tracker erlauben und für die jeweilige Seite stetig zulassen

In diesem Beispiel erlaubt Ghostery dem Google Analytics-Tool die Erhebung von Daten ? einfach zu erkennen an der Blau eingefärbten Schaltfläche. Mit einem Klick auf das zunächst graugefärbte Häkchen färbt sich der Kreis grün ein und erlaubt, ab diesem Zeitpunkt, eine stetige Ausführung des Anaylse-Tools auf der ausgewählten Webseite.

Unsere Gesamtwertung
7,3 / 10
  • Funktion:
    7.0
  • Bedienung:
    8.0
  • Performance:
    7.0

Ghostery downloaden

Hersteller:  Ghostery, Inc.
Vorteile
  • Suchergebnis-Panel listet alle Tracking-Treffer übersichtlich auf
  • Tracking blockieren oder erlauben, je nach Zweckmäßigkeit der Elemente
  • Unterbindet Tracking von Drittanbietern über die Tracker-Datenbank
Nachteile
  • Kritik am Datenverkauf nach Opt-In-Zustimmung
  • Teilweise fehlende Darstellung von Seiteninhalten

Ghostery - Cyber-Schlosshund gegen Tracking-Versuche

Mit der kostenlosen Ghostery-Erweiterung schützt ihr euren Webbrowser durch eine schnelle und unaufgeregte Installation gegenüber fieser Spionage und stoppt die Datensammelwut von Unternehmen sowie Online-Werbeagenturen. Das Add-on hindert die Tracking-Verfahren durch Seitenelemente wie Analyse-Pixel, Werbebanner oder Widgets in Social-Media-Anwendungen durch das Blockieren von Tracking- und Analyse-Skripten.

Dabei verfügt das Tool über eine weitläufige Tracker-Datenbank mit Informationen zu Drittanbietern und den "Tracking-Mustern" dahinter, die nach dem Zustimmen von Benutzerseite aus mit Ghostrank - sammelt statistische Daten zu Trackern, auf welche die Anwender beim Surfen gestoßen sind - stetig erweitert werden soll. Eine weitere positive Nebenerscheinung ist die beschleunigte Webseitengenerierung, da Cookies und andere Tracker die Ladezeiten von Seiten maßgeblich verlängern können.

Das Tool hat aber auch einen bewusst gewählten Angriffspunkt: Sowohl Ghostery selbst als auch ausgewiesene Tech-Veteranen wie Chip.de und Heise Technology Review geben an, dass der Dienst zwar das Tracking von Dritten verhindert, nach der (alles andere als unbemerkten) eingeholten Opt-in-Erlaubnis des Anwenders zu "Ghostrank" jedoch Daten an Dritte weitergibt. Ist es nicht genau das, was die Erweiterung grundsätzlich verhindern soll? Aber der Reihe nach...

Aufgaben und Funktionsweise der Ghostery-Erweiterung

Ghostery ist ein Plug-in, dass sich nach der Installation sowie erneutem Start des Webbrowsers als kleines Icon in die Symbolleiste des Firefox-, Google Chrome-, Safari- oder des Opera-Browsers einreiht und dabei verspricht, unerwünschten Tracking-Diensten den Kampf anzusagen. Das kleine Geist-Symbol ruht dabei gräulich wartend an der Seite des Browsers und wird erst aktiv, wenn man eine Webseite ansteuert.

Erfolgreich Tracker an der gezielten Ausspähung der Surfgewohnheiten hindern

Nachdem sich die Seite aufgebaut hat, analysiert Ghostery die ablaufenden Prozesse, die sich im Hintergrund der Seite abspielen, und gibt euch anschließend eine genaue Angabe über die Tracking-Verfahren, die dabei auf den Seitenbesucher angewendet werden. Über diverse Seitenelemente für Nutzeranalysen können Werbetreibende überaus zuverlässig herausfinden (tracken), wie sich die Surfgewohnheiten jedes einzelnen Netzbewohners abzeichnen, um über diese Informationen personenspezifische Werbeangebote anhand der Interessen und Gewohnheiten kreieren zu können.

Diese bestimmten Seitenelemente können sowohl Tracking-Cookies, Tags, Tracking-Pixel, Web-Bugs als auch Widgets aus den sozialen Netzwerken sein. Oder besser gesagt: Alles, was von Drittanbietern dazu verwendet wird, eine Seite mit Tracking- und Analyse-Tools auszustatten und über diesen Weg eine Informationsweitergabe zu ermöglichen - Ghostery unterbindet die Kommunikation zwischen Element und Auftraggeber gezielt.

Unter dem Radar - Tracker mit Ghostery verbannen

Nachdem Ghostery die Seite auf etwaige Aktivitäten im Hintergrund durchsucht hat, listet das Browser-Plug-in die Ergebnisse in dem Suchergebnis-Panel auf, das sich über das Ghostery-Icon in der Symbolleiste abrufen lässt. Dort werden alle Treffer mit einem Schalter-Button angezeigt - das Tool führt ohne Zustimmung keine Blockierung von Trackern durch, sondern lässt alle aktiv. Mithilfe der unterstützenden Informationen zu den Datensammlern lässt sich im Anschluss entscheiden, ob man gezielt komplette Tracker oder das Tracken dieser auf einzelnen Seiten unterbinden möchte.

Die Informationen sind hilfreich und unterstützen euch dabei, schädliche Spionage von nützlichen Trackern wie Feed-Widgets oder Online-Games (browserbasierte Games) zu unterscheiden. Unachtsames Blockieren von Seitenelementen kann nach Angaben des Herstellers ungewollte Auswirkungen auf die Seiteninhalte haben und wird - gerade in Verbindung mit weiteren "Cookie-Such-Add-ons" - eventuell zu Fehlermeldungen führen. Die Schaltflächen im Panel heben sich farblich voneinander ab, sodass man auf den ersten Blick erkennt, welche Analyse-Elemente aktiv oder inaktiv sind.

Zu Beginn sind alle Schaltflächen blau und aktiv, aber mit einer Ziehbewegung unterbindet man einfach den Zugriff und stellt den Button auf rot. Aktiviert man die Schaltfläche für eine Ausnahme, lässt das Plug-in den ausgewählten Tracker auf jeder aktuellen Seite zu und leuchtet für diesen immer mit einer grünen Lampe auf. Zu diesem Zweck verfügt Ghostery auch über eine Whitelist, um ganze Seiten mit einer Ausnahme zu versehen - sofern man diese bereits für zweckmäßig befunden hat.

Überwiegen die Nachteile oder die Vorteile?

Direkt nach der Installation beleuchtet der "Rundgang durch die Ghostery-Konfiguration" die wesentlichen Punkte des Add-ons und kommt ebenfalls auf den bereits angesprochenen Ghostrank zu sprechen. Hier scheiden sich die Geister, denn auf Grundlage des Opt-in-Verfahrens kann man sich entweder dafür oder dagegen entscheiden, die eigenen Erfahrungen mit Tracking-Anwendungen an Ghostery zu übermitteln.

Blockieren des Trackers über die Schaltfläche in Ghostery

Wenige aber dafür effektive Buttons erleichtern das Unterbinden von "Tracken" mit Ghostery.  

Blockieren des Trackers über die Schaltfläche in Ghostery

Wenige aber dafür effektive Buttons erleichtern das Unterbinden von "Tracken" mit Ghostery.  

Dabei ist es spätestens seit dem Artikel von Heise Technology Review kein Geheimnis mehr, dass Ghostery die erhobenen Ghostrank-Daten an Unternehmen veräußert, damit diese "transparentere Verbraucherwerbung" entwickeln können. Wirklich vorwerfen lässt sich dieses Verhalten nicht, denn ohne die Ausdrückliche Zustimmung erhebt Ghostery keine Daten. Zudem stellt die Anwendung seine Dienste grundsätzlich kostenlos zur Verfügung - lässt man außen vor, dass Datenerhebungen keine Form von Bezahlung sind.

Auf der anderen Seite muss man schon etwas Fantasie aufbringen, um die Logik hinter einem Dienst zu verstehen, der das "Tracking" von Dritten unterbindet, um dann selbst Daten zu erheben. In den offiziellen FAQs beziehen die Verantwortlichen Stellung zu den aufgegriffenen Einwänden und verweisen beispielsweise auf den gewährleisteten Datenschutz und die vielen Vorteile, die eine Teilnahme an Ghostrank zur Folge hat. Entscheidet man sich gegen die Datenerfassung versichert der Dienst, keine Daten zu erheben. Entscheidet man sich dafür, versichert der kleine Helfer, "anonyme statische Daten" zu speichern - keine "Surf-Gewohnheiten".

Foto von Dennie Beneke
(@deBeneke)
Browser-Plug-in zum Schutz vor Tracking-Attacken

Ghostery ist ein kleines, absolut intuitiv zu bedienendes Browser-Plug-in um lästige Drittanbieter daran zu hindern, personenbezogene Daten des eigenen Surf-Verhaltens zu "tracken". Dabei greift Das Tool auf seine Tracker-Datenbank zurück und erkennt durch die - teilweise etwas eng bemessene - Blockierliste bereits tausende Tracking-Tools und Elemente wie Cookies, Tracking- und Analyse-Codes und Pixel-Tracker von Drittanbietern.

Ghostrank ist dabei ein Fall für sich, den man dank der Opt-in-Auswahl nicht aktivieren muss. Obwohl der Dienst angibt keine personenbezogenen Daten zu sammeln hinterlässt diese Funktion einfach ein paar Fragezeichen, denn gerade das möchte man mit dem Dienst ja verhindern. An sich macht das Add-on einen empfehlenswerten Eindruck, weshalb hier das Bauchgefühl entscheidet.

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Ghostery bietet einen kleinen Rundgang nach der Installation

Zunächst wird man vom Tool durch einen kleinen Rundgang und die bereits im Artikel-Review aufgegriffene Problematik des GhostRanks geführt. Hier müsst ihr euch zunächst entscheiden, ob ihr dem kostenlosen Tool ?anonyme statische Daten? der Datenerhebung zur Verfügung zu stellt oder Ghostery abweist und die Dienste ohne eine Gegenleistung nutzen wollt.Nach der wirklich schnell ablaufenden Installation und einem Neustart des jeweiligen Browsers ? ob Chrome, Firefox, Opera oder die iOS Variante Safari ? legt sich das kleine Add-on als graues Gespenster-Icon in die (in diesem Beispiel Firefox-abhängig) Adressleiste ab.

Das Suchergebnis nach dem Tracken von Aktivitäten einer Webseite

Ghostery erkennt die im Hintergrund verborgenen Aktivitäten, die sich auf Webseiten abspielen und zeigt diese Übersichtlich in seinem Suchergebnis-Panel an. Hier werden alle Tracking-Aktivitäten der Webseiten untereinander aufgelistet, können somit eingesehen und kontrolliert werden.

Blockieren des Trackers über die Schaltfläche in Ghostery

Die Einstellungen der Browser-Erweiterung sind recht überschaubar, dafür aber umso effektiver. Alle aktiven Tracker einer Seite können schnell und einfach über die wenigen Schaltflächen blockiert, aktiviert oder ?immer zugelassen? werden. In diesem Beispiel blockiert die Schaltfläche durch die rote Markierung den ?Adzerk-Tracker?, sodass dieser an der Ausübung seiner Tätigkeit gehindert wird.

Die Whitelist von Ghostery erlaubt Tracker auf der Webseite

Einzelne Tracker oder komplette Webseiten lassen sich mit einem Klick schnell zur sogenannten Whitelist von Ghostery hinzufügen. Diese Erlaubnis hat zur Folge, dass der kleine Geist alle ausgeführten Tracker ab diesem Zeitpunkt für die bestimmte Webseite zulässt. Mit einem erneuten Klick auf die Whitelist hebt ihr die Auswahl wieder auf.

Tracker erlauben und für die jeweilige Seite stetig zulassen

In diesem Beispiel erlaubt Ghostery dem Google Analytics-Tool die Erhebung von Daten ? einfach zu erkennen an der Blau eingefärbten Schaltfläche. Mit einem Klick auf das zunächst graugefärbte Häkchen färbt sich der Kreis grün ein und erlaubt, ab diesem Zeitpunkt, eine stetige Ausführung des Anaylse-Tools auf der ausgewählten Webseite.