GIMP im Netz.de Test

GIMP ist ein umfassendes Bildbearbeitungsprogramm, das auf allen Betriebssystemen Platz findet. Neben einer ganzen Reihe von Werkzeugen und der professionellen Ebenenverwaltung steht der Semi-Pro völlig kostenlos bereit.

  • Schont den Geldbeutel: In Kombination aus Umfang, Erweiterbarkeit und Open-Source-Lizenz ein starker Bildbearbeiter
  • Großer Werkzeugkasten: Auswahlwerkzeuge wie magnetische Schere oder Zauberstab erleichtern Umgestalten oder Freistellen
  • Grundgerüst erweitern: Viele Plug-ins verbessern den Funktionsumfang mit Filtern, Effekten oder Bearbeitungsoptionen
  • Tiefgründig: Arbeitet mit Ebenen und ermöglicht die Umsetzung und Organisation komplexer Aufgaben
Die Startoberfläche von GIMP

Die Oberfläche von GIMP erinnert eher an einen MAC als an einen PC. Die Fenster schweben einzeln auf der Oberfläche des Computerbildschirms.

GIMP bietet einen integrierten Weichzeichner-Filter

Der Weichzeichner-Filter ist nur ein Beispiel für eine Fülle an Bearbeitungsoptionen. Mit Filtern lassen sich Schärfe, Strukturen und andere Effekte auf Fotos anwenden.

Das leicht verständliche Textwerkzeug von GIMP

Kein gutes Bildbearbeitungsprogramm kommt heute mehr ohne ein Textwerkzeug aus. Bei GIMP ist dieses klar und strukturiert angelegt und schnell verstanden.

GIMP hat ein praktisches Farbverlauf-Werkzeug mit an Bord

Mit dem Farbverlauf-Werkzeug lassen sich spielend leicht Verläufe in beliebigen Farbvarianten erstellen. Dieses Standardwerkzeug ist ein nützliches Hilfsmittel bei der farblichen Gestaltung von Flächen.

Die Einstellungen von GIMP

In den Einstellungen finden sich zahlreiche Optionen für die Verwaltung von GIMP wieder. so lässt sich zum Beispiel die Systemsprache einstellen oder die Darstellung verschiedener Hilfsmittel festlegen.

Unsere Gesamtwertung
7,2 / 10
  • Funktion:
    8.0
  • Bedienung:
    6.0
  • Performance:
    7.5

GIMP downloaden

Hersteller:  The GIMP Team
Vorteile
  • Großer Funktionsumfang mit konkurrenzfähigen Werkzeugen
  • Ebenen ermöglichen die Arbeit an komplexen Aufgaben
  • Schlank und dank zahlreicher Plug-Ins erweiterbar
  • Einzelfenstermodus ersetzt die ungewohnt freischwebenden Module
Nachteile
  • Performance und Bedienbarkeit mit Luft nach oben
  • Keine RAW-Dateiunterstützung

GIMP - Leistungsstarker Bildbearbeiter für anspruchsvolle Aufgaben

Wer sich im Netz auf die Suche nach kostenlosen Alternativen zu Adobes mehr als überzeugender, jedoch für den Hausgebrauch verhältnismäßig teuren Bildbearbeitungs-Software Photoshop macht, stößt unweigerlich auf Wilber - ein markanter kleiner Fuchs mit spitzen Ohren als Markenzeichen des Grafik-Programms GIMP (GNU Image Manipulation Program).

GIMP ist eine kostenlose Bildbearbeitungs-Software, die Open-Source bereitgestellt wird. Dank zahlreicher Effekte, Werkzeuge und der klassischen Ebenenverwaltung dient das Bildbearbeitungsprogramm als professionelles Werkzeug zur Manipulation, Verschönerung oder Retusche von digitalen Bildern und Grafiken. Per Drag-and-Drop zieht man seine Werke in die freigestellte Arbeitsfläche oder öffnet diese einfach über die Menüpunkte "Datei" - "Öffnen".

Die für Einsteiger Teils ungewohnte Oberfläche mit den auf dem Desktop freischwebenden Modulen gliedert sich nach dem ersten Programmstart in drei Bereiche auf: dem Arbeitsfeld in der Mitte, der Steuerungsfelder wie Werkzeugauswahl am linken Bildrand und der Ebenenverwaltung inklusive Pinseleinstellungen am rechten Bildrand. Seit Version 2.8 hat GIMP zudem einen Einzelfenstermodus hinzugefügt, um die frei schwebenden Module auf dem Desktop übersichtlich in ein Arbeitsfenster zu ordnen.

Verschiedene Filter wie Weichzeichner oder Pixeleffekte werten digitale Schnappschüsse auf oder verfremden private Bildinhalte, die nicht für andere Augen bestimmt sind. Mithilfe von Malwerkzeugen erstellt ihr mit GIMP zudem ansehnliche Grafiken und zahlreiche Helfer aus dem Werkzeugkasten korrigieren ursprüngliche Motive nach euren Vorstellungen.

Aufbau, Umgang und Stabilität

Einer der größten Kritikpunkte an GIMP war lange Jahre die umständliche Handhabung und die schwankende Performance. Doch gerade in diesen Punkten hat die Entwicklung der Software einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Im Aufbau und in der Handhabung ähnelt das Open-Source-Grafikprogramm immer mehr seiner kostenpflichtigen Konkurrenz Photoshop.

Umfang und Performance reichen nicht an Adobes Kraftbündel heran

Auch wenn einige unterschiedlich ausgelegte Steuerelemente, die geringere Anzahl an Werkzeugen oder die unnötig unterschiedlich gewählten Shortcuts in GIMP einen Eins-zu-Eins-Vergleich nicht zulassen. Obwohl GIMP deutlich stabiler läuft, kämpft das Bildbearbeitungsprogramm vor allem bei der Arbeit mit größeren Projekten und Datenmengen. Das liegt nicht zuletzt an der Größe des Programms, das mit knapp 90 MB weiterhin recht klein gehalten ist. Kleine Ruckler und Verzögerungen sind hier leider keine Seltenheit. GIMP kann in Umfang und Performance nicht zu 100% mit Adobes Kraftbündel mithalten.

Dank der Ebenenarbeit gelingen auch umfangreiche Projekte

Herausstechend ist die Ebenenverwaltung des Grafikprogramms, die sich an der Funktion von Adobe Photoshop orientiert. Die Arbeit mit Ebenen lässt sich am einfachsten mit durchsichtigen Folien vergleichen: Die erste Folie bildet das Grundgerüst, auf der sich alle weiteren Folien stapeln. In GIMP arbeitet man mit der ersten Ebene als Grundfläche und legt nacheinander transparente Schichten mit Folien übereinander, ähnlich einer Collage.

Übereinandergelegte Folien ergeben nach und nach ein völlig neues Ergebnis. Es gibt keine Begrenzung an übereinanderliegenden Schichten. Über den Ebenendialog behält man die Übersicht und kann Ergänzungen oder weitere Arbeitsschritte an der richtigen Stelle im Projekt durchführen.

Die Ebenen lassen sich ausblenden, gruppieren, mit einem Namen versehen oder sperren, um die weitere Bearbeitung zu unterbinden. Dies ist nur ein Anriss, doch genau mit diesem Prinzip lassen sich durchaus anspruchsvolle Projekte in die Tat umsetzten.

Die Werkzeuge des Bildbearbeitungsprogramms

Durch den Einsatz verschiedener Werkzeuge könnt ihr Motive vom Rest des Bildes freistellen, verfremden oder ergänzen. Einige Beispiele hierfür sind unter anderem Textfelder, um Wörter in einem Bild zu platzieren oder Zeichen-Tools wie Radierer, Pinsel, Stift oder der Sprühpistole, um einen Airbrush-Effekt zu erzeugen.

Bereiche in einem Bild markiert ihr mit verschiedenen Auswahlwerkzeugen, um diese anschließend neu zu positionieren, auszuschneiden oder dank der Ebenenunterstützung in anderen Bildprojekten zu platzieren. Rechtecke, Ellipsen oder freihändig gezogene Bereiche ermöglichen eine pixelgenaue Auswahl und mithilfe diverser Tools wie der magnetischen Schere gelingen Freistellungen auf den Punkt genau.

Verschiedene Fähigkeiten auch für gehobene Ansprüche

Freistellen, auswählen und einfügen meistert GIMP trotz der nicht ganz durchsichtigen Handhabung ohne Probleme und eignet sich deshalb auch für gehobene Ansprüche. Sind die Befehle erst einmal bekannt, manövriert ihr gekonnt durch die Funktion von GIMP. Auf oft genutzte Werkzeuge aus Einstiegsprogrammen wie Microsoft Paint müsst ihr zudem nicht verzichten. Mit der Pipette zieht man die Farbe aus einem Pixel heraus, um eine Fläche anschließend über die Farbeimerfunktion aufzufüllen und vieles mehr.

Gut zu wissen...

Nach dem Download arbeitet GIMP standardmäßig mit dem Farbmodus RGB (… "ein Farbraum, der durch das Mischen der Grundfarben Rot, Grün und Blau die Farbwahrnehmung nachbildet" - RGB-Farbraum - Wikipedia). Möchte man alternativ mit dem CMYK-Farbmodell (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) wie Photoshop arbeiten, muss man sich ein passendes Plug-In für GIMP downloaden.

Ferner lassen sich verschiedene Effekte mit der Bildbearbeitungs-Software realisieren. Bildkontraste retten vermeintlich verkorkste Fotos durch Helligkeits- und Schärfeeinstellungen, sensible Inhalte auf Fotos lassen sich mit dem "verschmieren-" Werkzeug einfach verfremden - beispielsweise wenn man Gesichter unbeteiligter unkenntlich machen möchte.

Bildreparaturen sind für GIMP kein Problem

Für Bildmängel nach einer Aufnahme - sei es durch eine verschmutzte Linse oder andere Einflüsse - hat GIMP meist die passende Antwort parat. Neben dem Klonwerkzeug, das Bildbereiche kopiert und an anderer Stelle wieder anwendet, kann das verwandte Heilen-Werkzeug Bildkorrekturen vornehmen.

Es beseitigt mit einem Klick auf das Pflastersymbol Kratzer, Unreinheiten und kleinere Fehler. Zunächst bestimmt ihr mit dem Tastenbefehl "Strg" einen Punkt im Bild, der als Ausgangspunkt verwendet wird und bearbeitet im Anschluss die zu behebende Position im Bild.

Foto von Dennie Beneke
(@deBeneke)
Leistungsststarke, kostenlose Photoshop-Alternative

Mit der kommerziellen Konkurrenz aus dem Adobe-Lager kann GIMP kaum mithalten, dafür ist das professionelle Photoshop einfach zu mächtig. GIMP legt jedoch die Messlatte für kostenlose sowie kostenpflichtige Bildbearbeitungsprogramme sehr hoch und hält jedem semiprofessionellen Vergleich stand. Trotz immer größerer Entwicklungssprünge in Sachen Benutzerfreundlichkeit und Performance hat die Software gerade in diesen Bereichen allerdings noch etwas Luft nach oben.

Die Einarbeitung erfordert mitunter etwas Geduld - doch nach einiger Zeit navigiert ihr flüssig durch die Menüführung und die zahlreichen Werkzeuge. Kurz und knapp: Setzt man Kostenfaktor und Umfang des Tools ins Verhältnis, ist GIMP für den Einstieg in die Bildbearbeitung nicht nur nennenswert, sondern eine echte Download-Empfehlung!

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Die Startoberfläche von GIMP

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