iPredator im Netz.de Test

Anonymität im Internet aus Schweden. Der VPN-Anbieter iPredator war einer der ersten VPN-Dienstleister, der vor allem für Personen geeignet ist, die Interesse an schwedischen IP-Adressen haben.

  • Systemübergreifend gut: Windows-PCs werden von iPredator ebenso unterstützt wie Mac und Linux-Systeme
  • Gratis Trial-Version: Im Gegensatz zu anderen VPN-Services bis zu drei Tage kostenlos testen, ohne vorher zu bezahlen
  • Regionaler Zwang: Bietet zwar ausschließlich schwedische IP-Adressen an, beim Log-in gibt es aber jedes Mal eine neue IP
Die Programmoberfläche von Ipredator

Je nachdem, welches Programm man für iPredator benutzt, kann die Programmoberfläche unterschiedlich gestaltet sein.

Die Anmeldung bei iPredator

Mit OpenVPN lässt sich iPredator auch nutzen, vorausgesetzt man besitzt die entsprechenden Zugangsdaten.

Ipredator bietet eine hilfreiche Anleitung

Wer Probleme mit der nicht ganz so einfachen Installation von iPredator hat, der bekommt auf der Webseite des Anbieters eine ausführliche Anleitung für verschiedene Betriebssysteme.

Unsere Gesamtwertung
5,8 / 10
  • Funktion:
    3.5
  • Bedienung:
    6.5
  • Performance:
    7.5

iPredator downloaden

Hersteller:  PrivActually Ltd
Vorteile
  • Speichert keine Log-Files mit
  • Dreitägige Testversion
  • Einfacher Start, simple Bedienung
Nachteile
  • Erstellt Verbindungsprotokolle zur Produktverbesserung
  • Weist ausschließlich schwedische IP-Adressen zu
  • Erlaubt nur eine Verbindung zurzeit

iPredator - Der politisch motivierte VPN-Service

Mittlerweile gibt es zahlreiche VPN-Anbieter. Einer der Ersten war allerdings iPredator - zwar nicht mehr der bekannteste Dienstleister seines Segments, dafür aber ein zuverlässiger Partner, wenn es darum geht, seine Identität im Internet zu verbergen.

iPredator wurde als Reaktion auf das im Jahr 2009 in Schweden erlassene Gesetz mit dem Namen IPRED entwickelt, das es erlaubte, bei Urheberrechtsverstößen auf persönliche Daten der User zurückzugreifen. Mit dem Anonymisierungsdienst iPredator konnten schwedische Internetnutzer dies umgehen und sich inkognito im Internet bewegen. Mittlerweile hat der Anbieter seinen Service ausgeweitet - Personen aus anderen Ländern können auf iPredator ebenso zugreifen, erhalten allerdings nur eine schwedische IP-Adresse, da sich sämtliche Server von iPredator in Schweden befinden.

Darüber hinaus leistet der VPN-Anbieter aber die üblichen Services. So erhält man bei neuer Verbindung zu iPredator fast immer eine neue IP-Adresse. Log-Files werden laut Angaben des Anbieters nicht aufgezeichnet. Dafür muss man sich aber damit zufriedengeben, dass Verbindungsprotokolle erstellt werden, die der Verbesserung des Angebots dienen sollen. Bekannt wurde iPredator neben der IPRED-Gesetzgebung vor allem durch die Sperrung von PayPal und Paysafecard sowie Payson. Mittlerweile ist zumindest der Bezahlvorgang über PayPal und Payson möglich, obgleich hier weiterhin keine Kreditkartenzahlung erlaubt ist.

Wenige Protokolle und Einschränkungen bei mobilen Systemen

Mittlerweile möchte man nicht nur auf seinem Desktop-PC sicher und anonym surfen, sondern seine Privatsphäre auch auf mobilen Geräten geschützt wissen. Zwar kann der VPN-Dienst auch mobil genutzt werden - wer sich auf der Homepage nach einem Support für Android oder iOS umschaut, der wird lange suchen müssen. iPredator richtet sich hauptsächlich an Personen, die anonym auf ihrem Windows-PC oder Mac surfen möchten.

Immerhin ist iPredator auch voll funktionsfähig auf Linux-Systemen. Einige Einschränkungen muss man auch bei der Auswahl seiner Protokolle hinnehmen. SSTP und L2TP/IPSEC werden nicht unterstützt und sind auch in naher Zukunft nicht geplant. Hier wird man sich bei Entscheid für den schwedischen VPN-Anbieter mit den Protokollen OpenVPN und PPTP begnügen müssen.

Ja zu Verbindungsprotokollen, nein zu Traffic-Logs mit iPredator

Alter Schwede! Einer der ältesten VPN-Dienste überhaupt.

Gute Nachrichten gibt es für all diejenigen, die ihre Privatsphäre auch beim VPN-Anbieter selbst geschützt wissen wollen. iPredator zeichnet keine Traffic-Logs auf, was leider noch nicht bei allen VPN-Services eine Selbstverständlichkeit ist. Dies bedeutet, dass iPredator das Surf-Verhalten seiner User nicht protokolliert.

Allerdings gibt es eine kleine Einschränkung, denn zur Verbesserung des Dienstes erhebt iPredator Daten über Verbindungs-Logs. Hier werden unter anderem Informationen über Verbindungsabbrüche oder fehlerhafte Logins gesammelt, auf deren Basis iPredator seinen Service optimieren will.

Der Funktionsumfang von iPredator ist eher schwach. Laut der Angabe von iPredator ist die Wahrscheinlichkeit, dass man eine neue IP-Adresse bei Neuverbindung mit dem VPN-Service erhält "sehr wahrscheinlich". Dafür kann man sich jedoch nur mit einem Gerät zur gleichen Zeit einwählen. Wer also mit seinem Desktop-PC und Smartphone gleichzeitig anonym surfen will, hat bei iPredator schlechte Karten.

Einfacher Start mit iPredator - mit der richtigen Anleitung

Der Start mit iPredator ist dafür denkbar einfach, sofern man sich penibel an die Anleitung hält, die auf der Homepage des Anbieters für unterschiedliche Betriebssysteme zur Verfügung gestellt wird. Beispielsweise kann man iPredaor dann mit dem beliebten OpenVPN nutzen. Im Vergleich zu anderen VPN-Anbietern darf man den schwedischen Dienst drei Tage kostenlos testen - und das ohne vorab Geld bezahlen zu müssen. Über die Homepage des Anbieters darf man sich für eine kurze dreitägige Testphase registrieren.

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Den Trial-Code, den es hierfür benötigt, erhält man direkt vom E-Mail-Support, den man eigenständig dafür kontaktieren muss. Nach der Testphase muss man sich entscheiden, ob man den Dienst für einen, sechs oder zwölf Monate nutzen möchte. Bezahlt wird wie bei anderen Anbietern auch im Voraus. Die Nutzeroberfläche fällt je nach verwendetem Dienst unterschiedlich aus, ist aber sowohl bei OpenVPN als auch Viscosity äußerst spartanisch gehalten. Sie hält kaum Einstellungsmöglichkeiten oder weitere Funktionen bereit.

Doch darf dies durchaus auch als Vorteil angesehen werden, denn sobald man mit iPredator verbunden ist, muss man sich prinzipiell um nichts weiter kümmern. Über die Programmoberfläche erhält man alle wesentlichen Informationen über den aktuellen Verbindungsstatus, die zugewiesene IP-Adresse oder eine graphische Darstellung der Down- und Upload-Rate. Bei Fragen steht einem der Live-Chat über die Homepage des Anbieters oder der E-Mail-Support zur Verfügung, der allerdings nur in Englisch antwortet.

iPredator nur bedingt für deutsche User geeignet

Eines muss man iPredator ganz gewiss zu Gute halten: Einfacher könnte ein VPN-Service kaum aufgebaut sein. Wer sich erst einmal für den schwedischen Dienst entschieden hat, der darf nach der Bezahlung auf einen Guide zugreifen, der einem Schritt für Schritt erklärt, wie er iPredator startet und sich seines Privatsphärenschutzes sicher sein kann. Dafür muss man aber einige wesentliche Einschränkungen hinnehmen. So gibt es ausschließlich schwedische IP-Adressen.

Bedeutet im Umkehrschluss, dass man auf Online-TV-Dienste aus anderen Ländern noch immer nicht zugreifen kann oder es nicht möglich ist, Geo-Sperren aus Schweden zu umgehen. Auch die Tatsache, dass man sich nur mit einem Gerät zurzeit einwählen darf, kann den Spaß auf Dauer trüben. Im Vergleich zu anderen VPN-Diensten überzeugt iPredator vor allem mit seinem simplen Aufbau und dem einfachen Start, hinkt aber deutlich zurück, was den Funktionsumfang anbelangt. Die eigene IP verschlüsselt der VPN-Dienst aber zuverlässig, so wie es der Anbieter verspricht.

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Die Programmoberfläche von Ipredator

Je nachdem, welches Programm man für iPredator benutzt, kann die Programmoberfläche unterschiedlich gestaltet sein.

Die Anmeldung bei iPredator

Mit OpenVPN lässt sich iPredator auch nutzen, vorausgesetzt man besitzt die entsprechenden Zugangsdaten.

Ipredator bietet eine hilfreiche Anleitung

Wer Probleme mit der nicht ganz so einfachen Installation von iPredator hat, der bekommt auf der Webseite des Anbieters eine ausführliche Anleitung für verschiedene Betriebssysteme.