Java Runtime Environment im Netz.de Test

Das Java Runtime Environment ist eine plattformunabhängige Laufzeitumgebung. Ohne dieses Software-Bundle können in Java geschriebene Applets nicht ausgeführt werden.

  • Systemunabhängig: Windows, OS oder Linux – Java-basierte Programme laufen überall dort, wo Java Runtime (JRE) installiert ist
  • Standard-Software: Beinhaltet die Laufzeitumgebung, Bibliotheken und das Browser-Plug-in für Java-Applets
  • Plug-in-Komponente vor dem Aus: Zu viele Sicherheitslücken, moderne Multimedia-Standards wie HTML5 ersetzen das Urgestein

Das wohlbekannte Markenzeichen von Java - die dampfende Kaffeetasse.

Installationsfenster von Java Runtime Environment

Viel mehr als dieses Fenster bekommt man von der Java Runtime Environment während des Installationsprozesses nicht zu sehen. Die Software läuft – wie es sich gehört – unauffällig im Hintergrund. Ab und zu aber werden Updates zur Performance und zur Sicherheit von Java angeboten. Diese sollte man installieren.

Die Java-Website

Die Website der Entwickler analysiert den Besucher-Browser und verknüpft sofort auf die Seite mit der entsprechenden Version für Java Runtime Environment.

Unsere Gesamtwertung
8,3 / 10
  • Funktion:
    9.0
  • Bedienung:
    9.0
  • Performance:
    7.0

Java Runtime Environment downloaden

Hersteller:  Oracle
Vorteile
  • Passgenaue Installation
  • Ist im Alltagsgebrauch oft unentbehrlich
Nachteile
  • Anfällig für Sicherheitslücken
  • Benötigt laufend Updates
  • Wird nicht von allen Browsern unterstützt

Java Runtime Environment – systemunabhängig Java-Anwendungen ausführen

Den meisten Internetnutzern wird die berühmte dampfende Kaffeetasse als Markenzeichen hinter der Java-Technologie ein Begriff sein. Auf Grundlage dieser Technologie entstehen Anwendungen, die sowohl für interaktive Browser-Inhalte (Browser-Spiele, animierte Buttons oder Grafiken, ...) als auch für Computerprogramme verwendet werden - sogenannte Java-Applets. Das Besondere daran: Mithilfe der Java-Laufzeitumgebung (JRE) können Anwendungen und Applets sowohl unabhängig von der Hardware als auch vom Betriebssystem ausgeführt werden. Die Java Runtime Environment (JRE) wird demnach zwingend benötigt, wenn man Programme ausführen möchte, die in der Programmiersprache Java geschrieben wurden.

Im Einzelnen übersetzt die in JRE enthaltene virtuelle Maschine den menschenverständlichen Quellcode via Java-Compiler in sogenannten Java-Bytecode. Ein zweiter, ebenso unablässiger Teil der Java-Laufzeitumgebung sind die Programmbibliotheken. Diese kommunizieren über eine Programmierschnittstelle plattformunabhängig mit den jeweiligen Betriebssystemen und sorgen so für die Ausführung der Java-Anwendungen.

Trotz Plug-in-Abgesang ein integraler Bestandteil für den PC

Zu vielen dieser Anwendungen im Internet gehörten bis vor kurzem etwa Online-Games und virtuelle Straßenkarten, außerdem dynamische Anwendungen wie zum Beispiel Webgalerien oder Chat-Funktionen. Aufgrund von massiven Sicherheitslücken, die in den letzten Jahren viele Millionen Computer gefährdet haben, wird das Browser-Plug-in aber nun von den Entwicklern beerdigt. Mittlerweile wird Java aber immer weniger zur Grundlage von interaktiven Netzanwendungen. Hier haben konkurrierende Computersprachen, vor allem HTML5, inzwischen die Nase vorn. Google beispielsweise hat daraus die Konsequenz gezogen und hat seinen Browser Chrome bereits gegen das neueste Java Plug-in gesperrt. Die entsprechenden Anwendungen müssen also mit anderen Browsern wie dem Internet Explorer oder Firefox gestartet werden.

Trotzdem ist das Java Runtime Environment nicht überflüssig: Zunächst einmal enthält sie als integralen Bestandteil die erwähnte Java Virual Machine (JVM). Weiterhin wird sie gebraucht, um den Gebrauch von Offline-Anwendungen zu ermöglichen, die in Java geschrieben sind. Darunter beispielsweise E-Mail-Clients und Messenger-Dienste, oder Foto-Apps auf Smartphones.

Die JRE bleibt weiterhin wichtig

Aus für das Browser Plug-in?

Die Herstellerfirma Oracle hat angekündigt, dass sie in der nächsten Version der Programmierplattform – Java 9 – das im Bundle enthaltene Browser Plug-in als veraltet kennzeichnen wird und in einem der nächsten JRE-Pakete entfernt.

Nicht nur die Ausführung solcher Apps, sondern erst recht deren Programmierung und Entwicklung kann nur erfolgen, wenn die Java Runtime Environment sowie das Java Development Kit (JDK) installiert sind. Beides sind die wichtigsten Bestandteile der Java-Technologie. Aus diesem Grund wird das JRE auch weiterhin für viele Anwendungen gebraucht.

Für Windows-Systeme ist dies die aktuelle Version „Java 8“. Bei Windows findet sich das Java-Bedienfeld in der Systemsteuerung. Hier können, wenn notwendig, Änderungen vorgenommen werden.

Wichtig: Updates einbauen!

Ist Java installiert, werden dem Nutzer regelmäßig Updates vorgeschlagen, welche die Verbesserung der Performance, eine Funktionserweiterung oder die Sicherheit der Software betreffen. Die Herstellerfirma Oracle empfiehlt, diese Updates zu installieren und stets die neueste Version zu nutzen, da vor allem das Java Plug-in verwundbar und für Viren anfällig sein kann. Darüber hinaus ist es natürlich generell von Vorteil, die eigene Antiviren-Software auf dem aktuellen Stand zu halten.

Agiert aus dem Hintergrund und ist doch integraler Bestandteil

Gravierende Sicherheitslücken haben das Java Plug-in immer wieder zu einem Einfalltor für Hacker gemacht. Es zeichnet sich ab, dass es die Komponente aus diesem Grund mittelfristig nicht mehr geben wird.

Dennoch bleibt die Java Runtime Environment als Ausführungsumgebung wichtig für die Funktion von allen Anwendungen, die offline mit Java entwickelt wurden und werden. Da dies noch immer mehr sind, als man gemeinhin glaubt, sollte man die Installation des JRE – dann ohne das Browser

Sag uns deine Meinung!

Um einen Kommentar zu verfassen, melde Dich an oder registriere Dich jetzt auf Netz.de!

Das wohlbekannte Markenzeichen von Java - die dampfende Kaffeetasse.

Installationsfenster von Java Runtime Environment

Viel mehr als dieses Fenster bekommt man von der Java Runtime Environment während des Installationsprozesses nicht zu sehen. Die Software läuft – wie es sich gehört – unauffällig im Hintergrund. Ab und zu aber werden Updates zur Performance und zur Sicherheit von Java angeboten. Diese sollte man installieren.

Die Java-Website

Die Website der Entwickler analysiert den Besucher-Browser und verknüpft sofort auf die Seite mit der entsprechenden Version für Java Runtime Environment.