Jing im Netz.de Test

Jing ist ein kostenloses Snapshot-Tool, mit dem im Handumdrehen kurze Videos und Screenshots vom Desktop gelingen - Inklusive vereinfachter Weitergabe der Schnappschüsse über die unterschiedlichen Exportfunktionen.

  • Sehr sozial: Leitet Bilder und Videos an Facebook, Twitter, YouTube und Co. weiter
  • 2 GB zum Dank: Screencast.com-Account ist lästige Pflicht und starkes Tool zugleich
  • Immer alles im Blick: Vollbild-, Fenster- oder Regionsaufnahme von Snapshots und Videos
  • Eyecatcher: Kleiner Editor mit Basisfunktionen hebt Bildinhalte hervor und fügt Text hinzu
Die Einstellungen von Jing

Das Startmenü und die Einstellungen des Snapshot-Tools Jing.

Jing bettet sich nach der Installation in den Desktop

Jing bettet sich nach der Installation als kleines Sonnensymbol an den oberen Rand des Bildschirms.

Screenshots speichern und unkompliziert teilen

Durch Jing kann man Screenshot nicht einfach nur abspeichern, sondern auch gleich über Screencast mit Freunden teilen. Zudem bietet das Tool einen kleinen Bildbearbeiter, mit dem wichtige Bildinformationen hervorgehoben werden können.

Auswahlbereich mit Fadenkreuz in Jing

Nachdem man auf den Capture-Button der kleinen Jing-Sonne geklickt hat, erscheint ein Fadenkreuz, mit dem man zielgenau die Aufnahmeposition und die Feldgröße des Bereichs bestimmen kann.

Die Jing-Schaltflächen können angepasst werden

Facebook, Youtube, Twitter und eigene FTP-Server werden heute immer beliebter. So lassen sich die Jing-Schaltflächen nach Wunsch so anpassen, sodass Bilder oder Videos direkt auf diese Plattformen hochgeladen werden können.

Der Screencast-Upload von Jing-Aufnahmen

Mit dem Screencast.com-Account lassen sich mit Jing aufgenommene Bilder uploaden.

Die Screencast-Ordneransicht von Jing

Nach dem Jing-Upload listen sich die aufgenommen Bilder in der Ordneransicht.

Unsere Gesamtwertung
8,2 / 10
  • Funktion:
    7.5
  • Bedienung:
    8.5
  • Performance:
    8.5

Jing downloaden

Hersteller:  TechSmith Corporation
Vorteile
  • Smarte Handhabung, absolut intuitiv und praktisch anwendbar
  • History-Funktion behält die Übersicht über alle Medienaufnahmen
  • Direkte Verknüpfung mit Screencast.com und Social-Media
  • Vollbild-, Fenster- und Regionsaufnahme
Nachteile
  • Keine Formatauswahl - PNG als Bild- und SWF als Videoformat vorgegeben
  • Anmeldung auf Screencast.com Voraussetzung

Jing - Übersichtlicher Aufnahmeassistent mit sonnigem Charakter

Mit Jing steht ein Snapshot-Tool aus den Büros des Software-Herstellers TechSmith zum kostenlosen Download bereit, das euch treue Dienste erweisen wird. Wer jetzt denkt, Jing ist nur ein 0/8/15 Screenshot-Tool hinter einem trendigen Design, der wird eine positive Überraschung erleben. Der kleine Helfer nistet sich nach der Installation am oberen Fensterrand des Desktops ein und verweilt dort als Sonnensymbol, bis seine Dienste benötigt werden.

Im Vorfeld müsst ihr zwar erst eine Anmeldung durchlaufen, dafür werden eure Mühen aber anschließend mit einem 2 GB Cloud-Speicher belohnt. Neben diversen Schnappschuss-Einstellungen besitzt Jing eine Screencast-Funktion - das heißt so viel wie: In einem maximalen Zeitraum von 5 Minuten nehmt ihr Kurzfilme vom Desktop auf, die sich prima zur Darstellung eines Sachverhaltes eignen.

Komplexe Sachverhalte oder Fragen lassen sich zum Teil relativ schwer in wenige Worte fassen, weshalb eine visuelle Unterstützung oft Abhilfe schafft. Zur Klärung eines Problems werden dann gerne Bilder oder Videos herangezogen, um anhand eines Beispiels den Fehler zu erkennen. Genau diesen Ansatz verfolgt das Snapshot-Tool.

Bilder und kurze Tutorials eignen sich hervorragend, um Informationen schnell und verständlich zu vermitteln - sie verleihen der Anleitung eine zusätzliche Gesprächsebene. Denn eins ist klar: Neben dem Sachverhalt kommt es auch auf den Gesprächspartner an, um die Problematik und die Lösung verständlich zu erläutern.

Ist das kurze Video oder der Screenshot erstmal im Kasten, leitet Jing die Aufnahme direkt zum Empfänger weiter - entweder über die eigene File-Sharing-Plattform Screencast.com, über soziale Kanäle oder über einen Upload auf YouTube. Wie Jing das genau anstellt, erfahrt ihr im Folgenden.

Capture-Funktionen von Jing - Momente, die bleiben

Betriebssysteme wie Windows und Mac OS X stellen eigene Tools bereit, um Bildschirminhalte zu speichern. Grundsätzlich ist das Werkzeug also an Bord. Im Alltag lassen sich diese jedoch unnötig kompliziert und funktionsarm steuern - ein Grund für die gut besetzte Nische der zahlreichen Screenshot-Tools am Markt.

Flexibles und gelungenes Zusammenspiel aller Funktionen

Jing löst dieses Problem mit Flexibilität und einem gelungenen Zusammenspiel der Funktionen. Das Tool heftet sich nach der Installation an den oberen Rand des Desktops und wird zum Start des PCs automatisch ausgeführt, sofern das dafür vorgesehene Häkchen in den Einstellungen nicht entfernt wird. Benötigt man seine Dienste, reicht ein Mausschwung über die kleine Sonne, um die Capture-Funktionen zu nutzen.

Zunächst wählt man aus den angebotenen Formaten entweder den kompletten Desktop, ein Fenster oder ein frei platziertes Feld als Aufnahmebereich aus. Anschließend fragt euch Jing, ob ihr einen einfachen Snapshot oder gleich ein kurzes Video erstellen wollt.

Entschließt ihr euch zu einen Schnappschuss, lädt sich das Bild in ein Vorschau-/Bearbeitungsfenster, um die Aufnahme zu begutachten. Die wenigen Bildbearbeitungswerkzeuge sind eher Basics, für kleinere Notizen und Hervorhebungen eignen sie sich dennoch ausgezeichnet. Ein Textfeld, Rahmen, Pfeile und ein Textmarker - mehr lässt sich aus Jing nicht rauskitzeln.

Jing nimmt kurze Screencasts auf

Nichts ist einfacher, als seinem Gegenüber eine Problematik anhand eines kurzen Beispiels zu erläutern. Für diese Zwecke eignen sich Video-Tutorials optimal - das eigene Wissen wird in ein kompaktes Video gepresst und über das Netz weitergeleitet, ohne, dass eure Anwesenheit nötig ist.

Mit Jing erstellt ihr deshalb spielend einfach kurze Video-Tutorials und unterlegt diese bei Bedarf noch mit Ton. Vorausgesetzt ihr benutzt ein Mikrofon oder ein Headset, um den Ton einzusprechen. Die Software schränkt euch dabei auf ein maximales Zeitlimit von 5 Minuten ein. Mehr als genug Zeit, um den problematischen Handlungsablauf kurz und effizient wiederzugeben und die passende Antwort darauf zu liefern.

Um die Screencast-Funktion zu wählen, entscheidet ihr euch nach der Auswahl der Bildregion anstatt eines Screenshots für die Aufnahmefunktion und legt los. Nach Ablauf eines kurzen Countdowns beginnt der Aufnahmeprozess. Neben dem Beenden der Aufnahme lässt sich der Screencast pausieren, die Audioaufnahme stumm schalten und der Neustart einleiten.

Anschließend erscheint auch hier das obligatorische Vorschaufenster, um die Qualität der Aufnahme vor dem Speichern zu bewerten. Das erspart unnötigen Speicherplatz.

Uploads der Aufnahmen direkt mit Jing weiterleiten

Nach einer Aufnahme lassen sich die Medien einfach auf der lokalen Festplatte speichern. Jing bietet zusätzlich direkte Weiterleitungsoptionen, die eure Medien über die eigene Screencast.com-Plattform oder diverse soziale Medien zugänglich machen.

Auswahlbereich mit Fadenkreuz in Jing

Mit dem Fadenkreutz lässt sich der Desktop-Bereich punktgenau auswählen.  

Auswahlbereich mit Fadenkreuz in Jing

Mit dem Fadenkreutz lässt sich der Desktop-Bereich punktgenau auswählen.  

Im Vorschaufenster des Programmes wählt man zwischen lokaler Festplatte, dem Button "Share via Screencast.com" und den Social-Media-Buttons wie Twitter, Facebook, YouTube oder Flickr. Letztere müssen zunächst editiert und mit dem eigenen Account verknüpft werden, um Bilder und Videos direkt zu veröffentlichen.

Wählt man den Upload auf Screencast.com, speichert Jing die Medien im eigenen Account und erzeugt einen Link, den man anschließend in eine E-Mail oder einen Chat-Verlauf kopieren kann. Außerdem lässt sich das Bild/Video über einen Einbettungs-Code direkt in eine Webseite integrieren.

History-Funktion verwaltet die geschossenen Schnappschüsse

Jing besitzt zudem eine praktische History-Funktion, die alle aufgenommenen und abgespeicherten Medien übersichtlich in einer Miniaturansicht auflistet. Somit fällt es leicht, Screenshots und Videos wiederzufinden, wenn diese in unterschiedlichen Verzeichnissen abgelegt wurden. Die Inhalte lassen sich nach Größe, Aufnahmedatum oder Medienart sortieren.

Foto von Dennie Beneke
(@deBeneke)
In Kombination seiner Stärken überzeugt Jing auf ganzer Linie

Screencasts und Bildschirmaufnahmen sind ohne Zweifel das Steckenpferd von TechSmith, dem Unternehmen hinter Jing und seinen großen Vorbildern Camtasia Studio und Snagit. Nach den ersten Aufnahmen bemerkt man die geballte Kompetenz, die sich hinter dem kostenlosen Snapshot-Tool verbirgt. Einfach im Umgang, schickes Design und smarte Anbindungen von sozialen Medien beschreiben den kleinen Aufnahmeassistenten, der sich im Test von seiner besten Seite zeigte.

Jing macht einfach einen rundum gelungenen Eindruck. Auch - oder gerade deshalb - weil es im Grunde "nur" ein Screenshot-Programm mit praktischen Extras ist.

In Kombination seiner Funktionen hat uns Jing dennoch absolut überzeugt und ist deshalb nur zu empfehlen. Wer sich allerdings am Account-Zwang von Screencast.com stört, dem empfehlen wir unsere alternativen Testobjekte.

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Die Einstellungen von Jing

Das Startmenü und die Einstellungen des Snapshot-Tools Jing.

Jing bettet sich nach der Installation in den Desktop

Jing bettet sich nach der Installation als kleines Sonnensymbol an den oberen Rand des Bildschirms.

Screenshots speichern und unkompliziert teilen

Durch Jing kann man Screenshot nicht einfach nur abspeichern, sondern auch gleich über Screencast mit Freunden teilen. Zudem bietet das Tool einen kleinen Bildbearbeiter, mit dem wichtige Bildinformationen hervorgehoben werden können.

Auswahlbereich mit Fadenkreuz in Jing

Nachdem man auf den Capture-Button der kleinen Jing-Sonne geklickt hat, erscheint ein Fadenkreuz, mit dem man zielgenau die Aufnahmeposition und die Feldgröße des Bereichs bestimmen kann.

Die Jing-Schaltflächen können angepasst werden

Facebook, Youtube, Twitter und eigene FTP-Server werden heute immer beliebter. So lassen sich die Jing-Schaltflächen nach Wunsch so anpassen, sodass Bilder oder Videos direkt auf diese Plattformen hochgeladen werden können.

Der Screencast-Upload von Jing-Aufnahmen

Mit dem Screencast.com-Account lassen sich mit Jing aufgenommene Bilder uploaden.

Die Screencast-Ordneransicht von Jing

Nach dem Jing-Upload listen sich die aufgenommen Bilder in der Ordneransicht.