Kompozer im Netz.de Test

Kompozer erlaubt es auch unerfahrenen Benutzern recht einfach eine Internetseite zu gestalten. Der umfangreiche Web-Editor bietet eine praktische Benutzeroberfläche und zahlreiche nützliche Funktionen.

  • Sehr guter WYSIWYG-Editor: Dank der praktischen Vorschau-Funktion sieht man die Ergebnisse direkt auf einen Blick
  • Keine Programmierkenntnisse nötigt: Man kann einfach loslegen und mithilfe des Web-Editors die erste simple Homepage erstellen
  • Integriertes FTP-Programm: Kompozer hat auch einen FTP-Client mit an Bord, mit dem die finale Webseite direkt auf den Server hochgeladen werden kann
Das Kompozer Startbild

Kompozer wird gestartet und zeigt den HTML-Code der aktuellen Seite an. In unterschiedlichen Farben wird der Quellcode dargestellt. Das macht die Bedienung übersichtlicher.

Mit Kompozer erstellt man im Handumdrehen Tabellen

Kompozer lässt den Nutzer einfach Tabellen erstellen und bearbeiten. Somit lassen sich Webseiten einfach strukturieren und aufbauen.

Verschiedene CSS-Stylesheets können direkt konfiguriert werden

Verschiedene CSS-Stylesheets können direkt konfiguriert werden und sind problemlos speicherbar.

Die Kompozer WYSIWYG-Vorschau

In der WYSIWYG-Vorschau zeigt Kompozer, wie die aktuelle Webseite aussieht. So lässt sich jede Veränderung im Quellcode direkt betrachten.

Unsere Gesamtwertung
7,0 / 10
  • Funktion:
    7.5
  • Bedienung:
    6.5
  • Performance:
    7.0

KompoZer downloaden

Hersteller:  KompoZer
Vorteile
  • Einfach zu bedienen
  • Zahlreiche Funktionen
  • Direkte FTP-Übertragung möglich
  • CSS-Styles werden unterstützt
  • Integrierter WYSIWYG-Editor
Nachteile
  • Keine PHP-Unterstützung

Kompozer - Gestalten simpler Webseiten leicht gemacht

Kompozer ist ein schneller und kompakter HTML-Editor, der seinen Nutzer vom Beginn mit einer leeren Seite bis zum fertigen Internetauftritt begleiten will. In erster Linie bietet es dafür alle nötigen Tools und Funktionen, um HTML- und CSS-Dateien zu erstellen und zu bearbeiten, ohne dass irgendwelche Vorkenntnisse vom Nutzer gebraucht werden. Selbst ein Laie, der bisher nur mit Word und Powerpoint gearbeitet hat, kann mit Kompozer seine erste kleine Homepage erstellen und dabei HTML lernen. Mithilfe der WYSIWYG-Arbeitsoberfläche (eng. "What You See Is What You Get") kann der Inhalt kinderleicht bearbeitet werden, ohne dass HTML-Code eingegeben werden muss.

Kompozer unterstützt HTML und CSS, wodurch es möglich ist, einfache statische Websites zu gestalten. Nach ein wenig Einarbeitungszeit kann die Arbeit an der eigenen Homepage losgehen. Da es sich in Kompozer genauso arbeitet, wie in Textbearbeitungsprogrammen - zum Beispiel Microsoft Word - geht die Arbeit angenehm fließend von der Hand. Nur wenn man nach einer Funktion sucht, muss die Arbeit unterbrochen werden. Im folgenden Testbericht wird der volle Funktionsumfang von Kompozer näher vorgestellt und untersucht, inwiefern es seinen Ansprüchen gerecht wird.

Bearbeitung der Seite per WYSIWYG in Kompozer

Kompozer ist übersichtlich und schlicht aufgebaut. Zusätzlich zur Aufgabenleiste stellt das Programm einem die wichtigsten Formatierungs- und Textbearbeitungswerkzeuge direkt in der Programmoberfläche zur Verfügung. Auch die Tabellenfunktion lässt sich auf diese Weise mit einem Klick aufrufen. Die Arbeitsoberfläche von Kompozer bietet einmal den WYSIWYG- sowie den Code-Editor.

Gut zu wissen

Damit der Editor für Einsteiger übersichtlich bleibt, wurde auf eine PHP-Unterstützung verzichtet.

Im WYSIWYG lassen sich die allermeisten Einstellungen vornehmen, wodurch Einsteiger den Quellcode überhaupt nicht beachten müssen. Zu diesen Einstellungen gehören Ausrichtung (also Links, Rechts, Zentriert oder Block) sowie die typischen Style-Attribute Fett, Kursiv und Unterstrichen. Zusätzlich kann man den Text einfärben und Hintergrundfarben bestimmen. Außerdem findet man hier auch die Ein-, Ausrück- und Aufzählungsfunktionen wieder.

Mit Kompozers Style-Editor lässt sich die Vorformatierung festlegen

Mit Kompozer ist es sehr einfach spezifische Style-Attribute zu bestimmen, damit der Internetauftritt eine einheitliche Textgestaltung bekommt. Der mitgelieferte CSS-Editor bringt alle notwendigen Methoden dazu mit. Um Styles zu bearbeiten, ruft man einfach den Editor auf und erstellt eine neue Regel für bestimmte Typen, Klassen oder Elemente im HTML-Dokument. Dadurch lässt sich dann die Vorformatierung der Überschriften und des einfachen Textes im gesamten Dokument bestimmen. Auch hier gilt wieder: Es werden keine Programmierkenntnisse benötigt.

Im Style-Editor findet der Nutzer alle Eigenschaften wieder, die ein Text hat. Farbe, Größe oder Schriftart lassen sich innerhalb weniger Augenblicke ganz einfach festlegen. Allerdings besteht eine Webseite natürlich nicht nur aus Tabellen und Texten. Auch der Hintergrund der Website lässt sich leicht bearbeiten, es lassen sich Hintergrundfarbe und -Bild festlegen und Metadaten bearbeiten, indem man im Menüpunkt "Format" die Seiteneinstellungen vornimmt.

Links neben der Arbeitsoberfläche findet sich der sogenannte "Site Manager". Mit diesem praktischen Tool kann man auf die Dateien im Webserver zugreifen. Gespeicherte Dateien kann Kompozer sogar selbstständig per FTP hochladen, ohne dass ein weiteres Programm zur Dateiübertragung notwendig ist.

Im "Site Manager" findet man nun die Ordner- und Dateistruktur auf dem Webserver und die Dateien lassen sich beliebig hoch- und herunterladen. Das ermöglicht eine rasche Bearbeitung und das direkte Hochladen der Dateien. Zusätzlich lässt sich die erstellte Seite auch im Webbrowser betrachten - unabhängig davon, ob die Dateien per FTP hochgeladen werden oder direkt auf dem PC gespeichert.

Kompozer kann so viel, nur kein PHP

Es findet sich alles in Kompozer wieder, was man zum Erstellen und Bearbeiten von HTML-Dokumenten benötigt. Aktuelle komplexe Websites und Plattformen wie Foren, soziale Netzwerke und Suchmaschinen lassen sich mit HTML alleine freilich nicht erstellen. Für eine kleine statische Homepage reicht es allerdings und genau dafür ist Kompozer gedacht. Verglichen mit größeren Konkurrenten fällt nämlich auf: Kompozer unterstützt kein PHP. Das bedeutet, dass sich keine Skripte ausführen lassen.

Da man die Ergebnisse direkt sehen kann, fällt die Webseiten-Programmierung leichter.

Es unterstützt schon keine PHP-Dateien, diese lassen sich nicht öffnen. Dem Laien tut das allerdings nichts zur Sache, denn wer PHP braucht, der möchte dynamische Webseiteninhalte schaffen, die HTML alleine nicht leisten kann. Somit lässt sich also schon der Zweck bestimmen: Kompozer ist dazu da, um einfache Internetauftritte zu erstellen, etwa eine persönliche Homepage. Und in diesem Gebiet ist es durchaus konkurrenzfähig! Es macht nicht viel weniger, als zum Beispiel Adobe Dreamweaver, wenn es um die Gestaltung von Webseiten mit HTML geht, da solche Seiten nicht sehr kompliziert sind und für geübte Profis nicht aufwendig.

Also ist Kompozer für Einsteiger gedacht. Profis greifen eher zu teureren Vollversionen von Microsoft und Adobe, da sich komplexe dynamische Websites nicht ganz so leicht erstellen lassen und hier der Code-Editor wichtig wird. Denn der Code-Editor ist sehr schlicht gehalten und liefert keinerlei Hilfe, wenn doch einmal etwas "per Hand" gemacht werden muss. Weder Tag-Vorschläge noch Code-Vervollständigung sind vorhanden, dafür zumindest farbliche Kennzeichnung und Zeilen.

Foto von Sven Schäfer
(@kreativfrei)
Praktischer Web-Editor für Einsteiger

Alles in Allem hinterlässt Kompozer ein rundes Gesamtbild. Das Fehlen von PHP könnte man als Manko betrachten. Es fällt allerdings nicht schwer ins Gewicht, da Kompozer grundsätzlich erst mal für HTML-Laien und Einsteiger gedacht ist, die Interesse daran haben ihren ersten einfachen Internetauftritt zu gestalten. Dafür ist Kompozer sehr gut geeignet, da der Editor sehr einfach zu verwenden ist.

Deshalb fällt es auch nicht weiter auf, dass der Code-Editor schnell an seine Grenzen stößt, einfach aus Mangel an Funktionen. Die meisten Anfänger können mit dem Quelltext eher wenig anfangen. Es lässt sich zusammenfassen, dass der Kompozer seinen Job in den Bereichen gut macht, worauf es ankommt und bietet somit auch viele wertvolle Funktionen. Wirklich funktionsreich ist er allerdings nicht, was aber wiederum der Übersichtlichkeit entgegenkommt. Kompozer wird seinen Ansprüchen durchaus gerecht.

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Das Kompozer Startbild

Kompozer wird gestartet und zeigt den HTML-Code der aktuellen Seite an. In unterschiedlichen Farben wird der Quellcode dargestellt. Das macht die Bedienung übersichtlicher.

Mit Kompozer erstellt man im Handumdrehen Tabellen

Kompozer lässt den Nutzer einfach Tabellen erstellen und bearbeiten. Somit lassen sich Webseiten einfach strukturieren und aufbauen.

Verschiedene CSS-Stylesheets können direkt konfiguriert werden

Verschiedene CSS-Stylesheets können direkt konfiguriert werden und sind problemlos speicherbar.

Die Kompozer WYSIWYG-Vorschau

In der WYSIWYG-Vorschau zeigt Kompozer, wie die aktuelle Webseite aussieht. So lässt sich jede Veränderung im Quellcode direkt betrachten.