LibreOffice im Netz.de Test

Die freie Büro-Software LibreOffice beinhaltet mehrere Anwendungen, wie unter anderem eine Textverarbeitungs-, Tabellenkalkulations- und Präsentations-Software. Zudem lässt sich die Freeware bei Bedarf erweitern.

  • Alles in einer Suite: Punktet mit sehenswertem Funktionsumfang, der sich mit Templates und Extensions erweitern lässt
  • Viel Übersicht: Dank der klar strukturierten Benutzeroberfläche eignet sich die Freeware sowohl für Profis als auch für Einsteiger
  • Tolle Kompatibilität: Microsoft Office- und OpenOffice-Dokumente können mit dem Programm bearbeitet werden
LibreOffice punktet mit einer übersichtlichen Benutzeroberfläche

Sobald man LibreOffice startet, wird man von dem übersichtlichen Auswahlfenster begrüßt. Von hier aus können die verschiedenen Programme gestartet, neue Dokumente erstellt und bereits existierende Dateien schnell und einfach geöffnet werden.

Die Installation von LibreOffice

Praktisch: Schon während der Installation kann man festlegen, welche Programm-Bestandteile installiert werden sollen.

LibreOffice lässt sich mit anderen Dateitypen verknüpfen

Darüber hinaus ermöglicht der praktische Installationsassistent die direkte Verknüpfung mit den Dateitypen der Office-Suite von Microsoft.

LibreOffice Writer

Das Userinterface der Textsoftware Writer bietet einen aus OpenOffice und Microsoft Office bekannten Aufbau - was den Einstieg in das Programm zum Teil deutlich vereinfacht.

LibreOffice Calc

Und auch Calc, das Tabellenkalkulations-Tool der kostenlosen Office-Suite LibreOffice, ähnelt vom Aussehen und vom Funktionsumfang her recht stark der Konkurrenz. Nichtsdestotrotz arbeitet die Anwendung fehlerfrei und kommt auch mit Fremd-Formaten bestens zurecht.

LibreOffice Impress

Ähnlich sieht es bei der Powerpoint-Alternative Impress aus. Dank der übersichtlichen Benutzeroberfläche hat man alle wichtigen Funktionen auf einen Blick parat und kann im Handumdrehen ansprechende Präsentationen zaubern.

Unsere Gesamtwertung
7,5 / 10
  • Funktion:
    8.0
  • Bedienung:
    7.5
  • Performance:
    7.0

LibreOffice downloaden

Hersteller:  The Document Foundation
Vorteile
  • Unkomplizierter Import von Dateien aus anderen Suiten
  • Mit "Writer", "Calc" und Co. alle wichtigen Office-Tools in Bord
  • Die Bedienelemente ähneln MS Office und OpenOffice
  • Lässt sich mit Extensions und zahlreichen Templates erweitern
  • Übersichtliches Userinterface und einfache Bedienung
Nachteile
  • Nur als komplette Suite erhältlich
  • Benötigt für einige Funktionen das "Java Runtime Environment"

LibreOffice - Die umfassende Büro-Software mit starken Werkzeugen

Mit LibreOffice steht seit bereits 2011 ein weiter Vertreter aus dem Bereich der Office-Suiten zur freien Verfügung. Im Gegensatz zu seinem namhaften Konkurrenten, dem Microsoft Office-Paket, ist LibreOffice eine komplett freie und kostenlos verfügbare Open-Source-Software. Sie stammt aus dem Hause "The Dokument Foundation" und wird, dank einer regen Community, stetig verbessert und weiterentwickelt.

Gerade in Bezug auf die Formatierung erfolgen in regelmäßigen Abständen neue Updates, um eine reibungslose Dokumentunterstützung zwischen den verschiedenen Office-Programmen zu ermöglichen. Das Programmpaket setzt sich, ähnlich wie das des Konkurrenten OpenOffice, aus mehreren praktischen Bürohelfern zusammen.

Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Formeleditor, Präsentationswerkzeug, Datenbankoberfläche und Grafikprogramm - diese leistungsstarken Werkzeuge bündelt die Software unter seiner Benutzeroberfläche und bietet somit für jedes Microsoft Office-Tool eine passende und vor allem kostenlose Alternative.

Wirklich löblich: Das zum Teil recht vielfältige Angebot kann bei Bedarf mit weiteren Extensions und Templates für die einzelnen Anwendungen funktional aufgewertet werden. Außerdem unterstützt die Software alle gängigen Betriebssysteme in Form von Windows, Linux und Mac OS X. Hinzu kommt, dass LibreOffice zwar sämtliche Dateien standardmäßig als OpenDocument abspeichert, darüber hinaus aber eine breite Formatunterstützung anbietet.

Wer oder was steckt eigentlich hinter LibreOffice?

Nachdem Mitte 2011 bekannt wurde, dass der amerikanische Softwarehersteller Oracle die Verwendungsrechte seines freien Office-Pakets OpenOffice an die Apache Software Foundation abgetreten hatte, hat sich innerhalb kürzester Zeit der Nachfolger Apache OpenOffice entwickelt. Neben dem Programmcode erhielt das Unternehmen gleichzeitig auch die Namensrechte an OpenOffice.

LibreOffice profitiert von der stetigen Weiterentwicklung

LibreOffice ist seit dem Aus des großen Vorgängers Oracle OpenOffice eine unabhängige Abspaltung, entstammt jedoch ebenfalls aus dessen Quellcode und liefert sich seit diesem Zeitpunkt ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Platz an der Sonne mit seinem größten Konkurrenten, der ebenfalls lizenzfreien und kostenlosen Apache OpenOffice-Suite. Die beiden Open-Source-Pakete laufen seitdem zwar parallel in der Weiterentwicklung, schlagen aber mehr und mehr getrennte Pfade ein, was es Nutzern oft schwer macht, die richtige Wahl zu treffen.

Allerdings gibt es noch immer recht viele Gemeinsamkeiten aus den vergangenen Tagen zwischen LibreOffice und Apache OpenOffice. So ist zum Beispiel die Namensgebung der einzelnen Werkzeuge in beiden Software-Paketen identisch. Außerdem starten beide Office-Suiten mit einer übersichtlichen Programm-Maske, über die man die einzelnen Werkzeuge wie Writer, Calc, Impress und Co. öffnen kann.

Hinzu kommt, dass sich beide Programme recht stark an dem Oberflächen-Design und den Funktionen des Marktführers Microsoft Office orientieren.

Textverarbeitung mit dem LibreOffice Writer

Das Textverarbeitungswerkzeug von LibreOffice nennt sich "Writer" und bedient die gängigen Anforderungen, die an ein modernes und umfangreiches Schreibprogramm gestellt werden. Nach dem Start gelangt man zunächst auf die übersichtliche Benutzeroberfläche, auf der man dank der verschiedenen Symbolleisten bereits erste Einstellungen wie die Schriftart, Schriftgröße, die Textausrichtung oder verschiedene Aufzählungsformate ins Layout übernimmt.

Die Oberfläche des LibreOffice-Writers lässt sich übrigens auch recht flexibel einrichten. Viele weitere Symbole und Werkzeuge können den Leisten bei Bedarf schnell und einfach hinzugefügt werden, um einen Schnellzugriff ohne lästiges Suchen im Drop-down-Menü zu ermöglichen.

Ebenfalls integriert sind eine Rechtschreib- und eine Grammatikprüfung, eine Autokorrektur-Funktion und verschiedene Textüberprüfungen, wie die Wortzählung des gesamten Dokuments. Darüber hinaus hat der "Writer" noch einige andere Features mit an Bord, die das Arbeiten mit dem Textprogramm vereinfachen.

Zu den neu eingeführten Funktionen gehören zum Beispiel eine Option zum Ausblenden des Seitenzwischenraums, sowie eine verständlichere Implementierung des LibreOffice-Tabellen-Tools bei der Erstellung von Serienbriefen. Mit der nun aktuellen Version 5.2 gesellen sich weitere Anpassungen dazu. So wurde etwa die neue, übersichtlichere Symbolleiste "Standard (einfacher Modus)" und eine Filterfunktion für Querverweise eingeführt.

Tabellenkalkulation - Der LibreOffice Calc

Für die Entwicklung von Tabellen und deren Zellformatierungen liefert LibreOffice ein mächtiges Tabellenkalkulationsprogramm mit dem einprägsamen Namen "Calc". Der umfangreiche Excel-Konkurrent verfügt über mehr als 300 vordefinierte Funktionen zur Berechnung von Ergebnissen, erstellt Analysen aus eingegebenen Werten und kreiert sehenswerte und anspruchsvolle Diagramme und Grafiken aus den berechneten Ergebniswerten.

Dank des beeindruckenden Funktionsumfangs muss sich "Calc" weder hinter dem gleichnamigen OpenOffice-Konkurrenten noch hinter Excel verstecken. Die Open-Source-Software ermöglicht zudem das Öffnen und Bearbeiten von Fremdformaten und kann bei Bedarf noch erweitert werden.

Auch "Calc" hat mit Version 5.2 einige neue Features erhalten: Unter anderem erscheint bei der Eingabe einer mathematischen Funktion jetzt automatisch ein hilfreicher Infotext, und auch in diesem Tool steht die neue Symbolleiste "Standard (einfacher Modus)" zur Verfügung.

Präsentationen leicht gemacht dank LibreOffice Impress

Mit der PowerPoint-Variante der LibreOffice-Suite erstellt man im Handumdrehen wirklich sehenswerte Präsentationen und betrachtet diese im Folgenden über die praktische Viewer-Funktion. Zu Beginn muss man sich für das Design eine sogenannte Masterfolie aussuchen, die im Anschluss daran durch verschiedene Layouts mit Inhalten gefüllt wird. Diese Layouts unterscheiden sich vor allem in der Unter- und Aufteilung der einzelnen Folien. Sowohl die Anzahl als auch die Anordnung der unterschiedlichen Textblöcke und Überschriften lässt sich in den diversen Layout-Vorlagen bequem verwalten.

LibreOffice Impress

Mit der MS PowerPoint-Alternative "Impress" gelingen im Handumdrehen ansprechende Präsentationen.  

Quelle:

LibreOffice Impress

Mit der MS PowerPoint-Alternative "Impress" gelingen im Handumdrehen ansprechende Präsentationen.  

Quelle:

Anschließend kann man zur audiovisuellen Unterstützung Grafiken, Bilder oder Töne an die benötigten Stellen der Präsentation mit einfließen lassen. Animierte Übergänge zur nächsten Folie sind aus PowerPoint ebenso übernommen worden wie die einfache und übersichtliche Handhabung. Auf der offiziellen Template-Seite des Herstellers kann man die eher spärlich vorhandenen Masterfolien-Templates deshalb mit weiteren professionellen und ebenfalls kostenlosen Vorlagen ergänzen.

Draw, Math und Base - Die weiteren Werkzeuge der Büro-Software

Neben den häufig genutzten Standard-Programmen "Writer", "Calc" und "Impress" bietet das kostenlose LibreOffice mit "Draw", "Base" und "Math" weitere praktische Werkzeuge, um die Büroarbeit zu vereinfachen. "Draw" nennt sich das Vektorgrafik-Programm zum Erstellen und Bearbeiten von Bildern. Darüber hinaus lassen sich (nach Angaben des Herstellers) technische Zeichnungen, Diagramme, Skizzen und auch Raum- & Schaltpläne schnell und unkompliziert umsetzen.

Es gibt mit Sicherheit umfangreichere Grafikprogramme mit einer professionelleren Ausstattung, aber für die einfache Bildbearbeitung hat das Open-Source-Bildprogramm ohne Zweifel seine Daseinsberechtigung.

"Math" ist der kleine Formeleditor der LibreOffice-Suite, mit dem sich formatierte mathematische Gleichungen erstellen und in die Text- oder Tabellendokumente übertragen lassen. "Base" hingegen ist ein Modul zur Datenbankverwaltung, mit dessen Hilfe man im Handumdrehen auf Datenbankeinträge zugreift oder eigene Einträge anlegt. Das Werkzeug ist in die anderen Programmteile implementiert und kann daher ohne Umwege direkt in Verbindung mit dem "Writer", "Calc" und Co. genutzt werden.

Foto von Dennie Beneke
(@deBeneke)
Geballte Bürokraft mit zahlreichen Vorteilen

LibreOffice ist ein komplett kostenloses Office-Paket, das als Pendant zu Microsoft Office für jede Anwendung die passende Lösung anbietet. Die Oberfläche des Büroassistenten wirkt durch die eher altbackenen Symbolleisten etwas aus der Mode gekommen, dem durchweg positiven Gesamtbild schadet dieser Eindruck jedoch nicht wirklich.

Einzig die ständig wiederkehrende Diskussion über die unzureichend umgesetzte Dokumentunterstützung trübt den Gesamteindruck etwas. Dafür, dass MS Office bekanntlich nur mit seinen urheberrechtlich geschützten Dokumentformaten arbeitet, kann sich die Formatunterstützung von LibreOffice aber trotzdem sehen lassen. Außerdem vergisst man bei all der Diskussion, dass selbst Microsoft Formatierungsprobleme aufweist, wenn man mit dem gleichen Dokument in älteren Versionen arbeitet.

Insgesamt gehört LibreOffice zum aktuellen Zeitpunkt zu den besten kostenlosen Office-Programmen.

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LibreOffice punktet mit einer übersichtlichen Benutzeroberfläche

Sobald man LibreOffice startet, wird man von dem übersichtlichen Auswahlfenster begrüßt. Von hier aus können die verschiedenen Programme gestartet, neue Dokumente erstellt und bereits existierende Dateien schnell und einfach geöffnet werden.

Die Installation von LibreOffice

Praktisch: Schon während der Installation kann man festlegen, welche Programm-Bestandteile installiert werden sollen.

LibreOffice lässt sich mit anderen Dateitypen verknüpfen

Darüber hinaus ermöglicht der praktische Installationsassistent die direkte Verknüpfung mit den Dateitypen der Office-Suite von Microsoft.

LibreOffice Writer

Das Userinterface der Textsoftware Writer bietet einen aus OpenOffice und Microsoft Office bekannten Aufbau - was den Einstieg in das Programm zum Teil deutlich vereinfacht.

LibreOffice Calc

Und auch Calc, das Tabellenkalkulations-Tool der kostenlosen Office-Suite LibreOffice, ähnelt vom Aussehen und vom Funktionsumfang her recht stark der Konkurrenz. Nichtsdestotrotz arbeitet die Anwendung fehlerfrei und kommt auch mit Fremd-Formaten bestens zurecht.

LibreOffice Impress

Ähnlich sieht es bei der Powerpoint-Alternative Impress aus. Dank der übersichtlichen Benutzeroberfläche hat man alle wichtigen Funktionen auf einen Blick parat und kann im Handumdrehen ansprechende Präsentationen zaubern.