Microsoft Windows Defender im Netz.de Test

Der Windows Defender gilt dank Echtzeitschutz und Virenscan mittlerweile als komplette Anti-Viren-Lösung: Er erkennt und entfernt Trojaner oder Spyware und schützt so den Computer von Windows-Nutzern.

  • Interner Schutz gegen Virenbefall: Die Software kann mit fast allen Betriebssystemen von Microsoft genutzt werden
  • Erkennt Bedrohungen in Echtzeit: Erkennt und entfernt Malware dank Echtzeitschutz, bevor Schaden angerichtet wird
  • Einfach unkomplizierte Bedienung: Schlicht und einfach aufgebaut, mit wenigen Klicks erreicht man alle Funktionen
Die Startseite des Windows Defenders

Auf der Startseite vom Windows Defender wird man auf mögliche Bedrohungen oder auf nötige Aktualisierungen hingewiesen.

So sehen die Scanvorgänge im Windows Defender aus

Das Menü vom Windows Defender ist schlicht und einfach zu überblicken – so sind auch die unterschiedlichen Scanvorgänge mit nur wenigen Klicks ausgewählt.

Aktivierung des Echtzeitschutzes im Windows Defender

Der Echtzeitschutz ist mittlerweile auch im Windows Defender integriert und lässt sich auf Wunsch in den Optionen abschalten.

Einstellungen und Extras im Windows Defender

Über „Extras“ kann man beim Windows Defender Ausnahmen für die Überwachung von Programmen einstellen und die Dateien in der Quarantäne einsehen.

Die Verlaufsansicht beim Windows Defender

Im Verlauf kann man mit dem Windows Defender die Aktionen der erkannten Schadsoftware nachvollziehen.

Unsere Gesamtwertung
5,5 / 10
  • Funktion:
    4.5
  • Bedienung:
    8.0
  • Performance:
    4.0

Microsoft Windows Defender downloaden

Hersteller:  Microsoft Corporation
Vorteile
  • Benutzerfreundlich und schnell
  • Geschütztes System quasi mit Erstbenutzung
  • Integriert in vielen Windows-Betriebssystemen
Nachteile
  • Fällt in puncto Schutz und Erkennung klar ab
  • Geringere Schutzwirkung als andere kostenlose Antivirenprogramme

Der Microsoft Windows Defender schützt das Betriebssystem

Da vor allem Betriebssysteme von Microsoft aufgrund ihrer Verbreitung und des großen Aufgabenfeldes Viren gegenüber anfällig sind, versucht auch der Software-Gigant aus den Vereinigten Staaten, sein System abzusichern. Nach Windows Live OneCare - einer kostenpflichtigen Antiviren-Software - bietet Microsoft mit dem Windows Defender seit einigen Jahren eine kostenlose Lösung an, um möglicher Schadsoftware Herr zu werden.

Das hauseigene Schutzmodul aus Microsofts Betriebssystem bietet den ersten Schutz gegen Malware, die aus Viren, Spyware, Adware und anderen Sicherheitsbedrohungen bestehen kann. Zu diesem Zweck wird der Defender bei der Installation von Windows Vista, 7 oder 8 mit in das System integriert. Nutzer des Windows-Server-Betriebssystems oder XP haben die Möglichkeit, den Virenschild per Download nachzurüsten.

Erweiterte Programmfunktionen beim neuen Windows-Antivirenprogramm

Während in den ersten Jahren das Hauptaugenmerk auf der Bekämpfung von Spy- und Adware lag, hat sich der Windows Defender mittlerweile zu einem kompletten, kostenlosen Virenschutz entwickelt. Seit der Einbindung in Windows 7 schützt der Defender den Rechner dank einiger Erweiterungen also besser, als noch zuvor.

Aktivierung des Echtzeitschutzes im Windows Defender

Mit dem neuen Echtzeitschutz sollen akute Bedrohungen aufgespürt werden.  

Aktivierung des Echtzeitschutzes im Windows Defender

Mit dem neuen Echtzeitschutz sollen akute Bedrohungen aufgespürt werden.  

Alles in allem muss man im Vergleich zu anderen Antivirusprogrammen jedoch festhalten, dass der Windows Defender in puncto Schutz und Erkennung klar abfällt. Wie bei anderen Antivirenprogrammen hat der Virenschutz verschiedene Suchmodi. Eine schnelle Überprüfung ist ebenso möglich wie der vollständige, aber dementsprechend langsamere Suchlauf. Darüber hinaus kann man beim benutzerdefinierten Scan ein komplettes Laufwerk oder den zu überprüfenden Ordner selbstbestimmt auswählen.

In den Optionen hat man die Möglichkeit, regelmäßige Scans zu planen - entweder täglich oder wöchentlich zu einer bestimmten Uhrzeit. Praktischerweise kann man den Windows Defender zusätzlich anweisen, direkt vor der Überprüfung automatisch die Virendefinitionen zu aktualisieren, die man benötigt um neue Bedrohungen ausfindig zu machen.

In den Optionen lassen sich regelmäßige Scans planen - täglich, wöchentlich und zu einer bestimmten Uhrzeit.

Um den Schutz abzurunden, stellt Windows mittlerweile auch einen Echtzeitschutz in seinem Antivirenprogramm zur Verfügung, mit dessen Hilfe die ausgeführten Programme und heruntergeladenen Dateien überprüft werden. Erkennt der Defender Schadsoftware, wird versucht, diese zu blockieren und den Nutzer via Pop-Up vor der Bedrohung zu warnen.

In Antivirusprogrammen übliche Quarantäne- und Ausnahmeeinstellungen sind ebenfalls im Windows Defender unter "Extras" einzusehen und zu ändern. Zusätzlich hat man hier dank der Verlinkung auf Internetseiten von Microsoft die Möglichkeit, Zugriff auf Tools zur Entfernung von spezieller Schadsoftware und Informationen über Sicherheitsbedrohungen für den PC zu erhalten.

Fokus auf Schnelligkeit und Benutzerfreundlichkeit

Die Antiviren-Software von Microsoft leistet ihren Dienst meist schnell und bringt in Bezug auf die Performance keine großen Einschränkungen für den Benutzer mit sich. Die schlichten Menüs sind einfach angeordnet, sodass sich mit wenigen Klicks alle nötigen Einstellungen vornehmen lassen.

Die Verlaufsansicht beim Windows Defender

In der Verlaufsübersicht erhält man einen Überblick über Aktionen von Schadsoftware auf dem System.  

Die Verlaufsansicht beim Windows Defender

In der Verlaufsübersicht erhält man einen Überblick über Aktionen von Schadsoftware auf dem System.  

Darüber hinaus hat man die Option, direkt über die Windows-Defender-Software am Microsoft SpyNet teilzunehmen. Hierbei werden Informationen über die erkannten Schadprogramme mit Microsoft geteilt. In der dazugehörigen Community kann man sich anschließend Rat über Dateien einholen, bei denen man sich nicht sicher ist, ob sie eine Bedrohung darstellen oder nicht. Dieser Dienst ist aber jederzeit ausschaltbar.

Mit der Integration in Windows 8 wurde die Sicherheitssoftware in puncto Funktionsweise und Benutzerfreundlichkeit nochmals überarbeitet. Darüber hinaus sorgt ein zusätzlicher Phishing-Filter für mehr Schutz vor betrügerischen Internetseiten. Die Benutzeroberfläche wurde dem Design von Windows 8 angepasst, bietet aber sonst die gleichen Funktionen.

Mangelnde Schutzwirkung für Windows Defender attestiert

Bei der Schutzwirkung aber muss die Antiviren-Software von Microsoft trotz vieler sinnvoller Neuerungen weiterhin ordentlich Abstriche machen. In den Tests für Antivirenprogramme schneidet der Windows Defender meist nicht gut bis schlecht ab. Viele Bedrohungen, die sich auf Computern befinden können, werden von Microsofts Tool demnach nicht erkannt.

Das Schutzmodul von Microsoft bietet den ersten Schutz gegen Malware

Für Nutzer, die kaum externe Daten abrufen oder im Internet surfen, wenig E-Mails lesen oder sich einfach mit weniger Schutz abfinden, kann der Windows Defender eventuell ausreichend sein. Alternative Antivirenprogramme erreichen aber meist eine bessere Schutzwirkung und sollten deshalb dem Windows Defender vorgezogen werden.

Für besonders hartnäckige Fälle stellt Microsoft auf der Homepage zusätzlich den Windows Defender offline zur Verfügung, um infizierte Systeme wieder flott zu bekommen. Dieses Windows Tool erstellt einen bootfähigen Datenträger, von dem aus das System daraufhin nach Malware untersucht wird.

Das ist vor allem für infizierte Systeme interessant, die sich gar nicht mehr hochfahren lassen und wodurch man somit keinen Zugriff mehr auf die Antiviren-Software bekommt. Wenn man beim Boot-Vorgang des Betriebssystems schon auf Probleme stößt, kann der Windows Defender offline eventuell Abhilfe schaffen.

Trotz stetiger Erweiterung (noch) kein ausreichender Schutz

Der Windows Defender bietet dank der erweiterten Möglichkeiten mittlerweile einen besseren Schutz als in seinen Anfängen. Die Neuerungen fügen sich gut in die simple Bedienung ein und in der schlichten Menüführung finden sich auch Laien zurecht. Auf den gängigen Betriebssystemen von Microsoft hat man überdies mit dem ersten Starten bereits ein einigermaßen sicheres System.

Trotz dieser Vorteile und einiger Verbesserungen der Schutzmechanismen bietet die Antivirensoftware von Microsoft verglichen mit anderen Antivirenprogrammen weiterhin eine mangelnde Schutzwirkung. Für die meisten Nutzer gilt daher die Empfehlung, sich mit einem Antivirenprogramm eines anderen Anbieters auszurüsten, von denen auch viele kostenlos verfügbar sind.

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Die Startseite des Windows Defenders

Auf der Startseite vom Windows Defender wird man auf mögliche Bedrohungen oder auf nötige Aktualisierungen hingewiesen.

So sehen die Scanvorgänge im Windows Defender aus

Das Menü vom Windows Defender ist schlicht und einfach zu überblicken – so sind auch die unterschiedlichen Scanvorgänge mit nur wenigen Klicks ausgewählt.

Aktivierung des Echtzeitschutzes im Windows Defender

Der Echtzeitschutz ist mittlerweile auch im Windows Defender integriert und lässt sich auf Wunsch in den Optionen abschalten.

Einstellungen und Extras im Windows Defender

Über „Extras“ kann man beim Windows Defender Ausnahmen für die Überwachung von Programmen einstellen und die Dateien in der Quarantäne einsehen.

Die Verlaufsansicht beim Windows Defender

Im Verlauf kann man mit dem Windows Defender die Aktionen der erkannten Schadsoftware nachvollziehen.