Nitro Pro 10 im Netz.de Test

Macht alles, was der Adobe Reader macht – und sogar noch viel mehr. Sagen die Nitro-Hersteller. Tatsächlich ist Nitro Pro 10 ein hervorragendes Tool für die Bearbeitung, Konvertierung und die Erstellung von PDF.

  • Konvertierung: Wandelt so gut wie jedes Format in ein PDF um
  • Starker Editor: Macht sämtliche Elemente eines PDF komplett austauschbar und veränderbar - wie ein Textverabreitungsprogramm
  • Stempel & Co.: Mit Funktionen für digitale Stempel und Unterschriften
PDF mit Sticky Note.

Für Anmerkungen innerhalb eines PDF eignet sich die "Sticky Note"-Funktion von Nitro Pro 10 hervorragend.

Editor für die digitale Unterschrift.

Die digitale Unterschrift kann bei Nitro Pro 10 entweder selbst eingeübt oder aber über ein Handwriting-Font ausgeübt werden.

Die Editor-Funktion bei Nitro Pro 10.

Eine Hauptfunktion des Editors ist die Bearbeitung von Text im PDF-Dokument. Ein Doppelklick markiert das Textfeld und ermöglicht das Modifizieren, Ergänzen und Löschen des Textes.

Die Startoberfläche von Nitro Pro 10.

Die Benutzeroberfläche enthält bei Nitro Pro 10 die umfangreiche Taskleiste. Das Modelldokument lädt jedenfalls gleich zum Ausprobieren der vielen Möglichkeiten von Nitro Pro 10 ein.

Fenster zum Upload von Dateien in Nitro Pro 10.

Das Umwandeln von beliebigen Dateien in PDF ist bei Nitro Pro 10 eine Sache von wenigen Sekunden. Einfach per Drag-and-Drop auf dem Desktop-Icon ablegen - und los geht es.

Unsere Gesamtwertung
7,7 / 10
  • Funktion:
    9.0
  • Bedienung:
    7.0
  • Performance:
    7.0

Nitro Pro downloaden

Hersteller:  Nitro Software, Inc.
Vorteile
  • Extras: Stempel und digitale Unterschrift
  • Riesenpotenzial bei der Bearbeitung von PDF
  • Verwandelt fast sämtliche Dateiformate in PDF - und umgekehrt
Nachteile
  • Schwächen bei der Konvertierunjg in Power Point
  • Keine stringente Installation

PDF erstellen? Erstmal zu Nitro

Noch vor einigen Jahren war "PDF Converter" wohl einer der häufigeren Suchbegriffe bei Google. Ein PDF zu erstellen, war oft ein regelrechter Akt. Heute erleichtern Programme wie Nitro Pro diesen Arbeitsschritt gewaltig.

Die PDF-Produktion geht mit der Software ganz einfach von der Hand: Per Drag-and-Drop zieht man das gewünschte Dokument zunächst auf das Nitro Pro-Icon auf dem Desktop. Hier wird es sofort zu PDF konvertiert und in Nitro Pro geöffnet. Ist der Prozess abgeschlossen, kann man nun mit dem Dokument beliebig verfahren. Um es beispielsweise mit anderen Dokumenten unterschiedlicher Formate zu einem großen PDF zu verbinden, wählt man "Combine".

Anders herum funktioniert das genauso reibungslos bei Nitro Pro.

Gibt es ein PDF-Dokument, welches in ein anderes Format übertragen werden soll, dann hat man oben rechts auf der Taskleiste die Möglichkeit, in die Office-Anwendungen Word, Power Point und Excel zu konvertieren. Verschiedene alternative Textformate stehen ebenfalls als Ausgabedatei zur Verfügung.

Keine einfache Installation

Um an diesem Punkt anzukommen, muss natürlich zunächst die Installation gemeistert werden. Hierbei ist als erster Schritt eine Anmeldung mit der eigenen E-Mail-Adresse nötig. Dann erfolgt der Empfang von zwei E-Mails, in denen Hilfe zur Installation angeboten wird.

Diese ist sogar nötig, denn auf den ersten Blick erschließt sich der kostenlose Test-Download nicht. Bei nochmaligem Eingeben der Daten in ein entsprechendes Dialogfenster erscheint in unserem Test erst eine kurze Fehlermeldung, daraufhin der Download-Button - Das Ganze hätte man sicher auch einfacher haben können.

Gewaltige Editier-Maschine

Die riesigen Potenziale beim Editieren von PDF werden von der holprigen Installation nicht überschattet.

Die riesigen Potentiale beim Editieren von PDFs sind die große Stärke von Nitro Pro, das kann eine holprige Installation kaum überschatten. Um ein PDF-Dokument zu verändern, führt der Weg über den Button "Edit". Dies ist sozusagen der Zentralschalter für das gesamte Programm. Sämtliche Inhalte des Dokumentes in Text und Bild können über die entsprechenden Teilfunktionen editiert werden.

Ein Mausklick auf den “Edit”-Button, dargestellt durch ein rotes Viereck, aktiviert die Editor- Funktion. Jetzt können etwa Textpassagen in dem importierten PDF markiert und in Schriftgröße, Farbe und Schriftart verändert werden.

Textpassagen umschreiben

Ein Doppelklick auf beliebige Textfelder im PDF ermöglicht in diesem Modus auch das Ergänzen, Löschen oder komplette Umschreiben des Textes – eine Option, die Otto Normal-User bis vor einiger Zeit nie für möglich gehalten hätten.

Nicht nur das Verschwindenlassen von Text gehört zu den manipulatorischen Fähigkeiten von Nitro Pro – auch das Hinzufügen von neuem Text an jeder beliebigen Stelle des PDF ist ein Kinderspiel. Auf diese Weise sind Arbeitsblätter ebenso umwandelbar wie PDFs von Zeitungsartikeln oder Anzeigen.

Für eine vielseitige Dokumentenansicht sorgt an der unteren rechten Ecke des Bildschirmes eine Steuerung. Zur Auswahl stehen sechs verschiedenen Perspektiven. Die detaillierte Ansicht einer einzelnen Seite ist ebenso möglich wie ein Blick auf das ganze Dokument.

Komplett neue PDF

Eine andere wichtige Funktion kommt der Funktion "Insert" in der "Edit"-Taskleiste zu: Er dient dem Hinzufügen von zusätzlichen Bildern, Seiten oder auch kompletten Dokumenten.

Den Bearbeitungsoptionen sind im Editier-Modus von Nitro Pro kaum Grenzen gesetzt: Hier kann nach Herzenslust extrahiert, gesplittet oder mit anderen PDF ersetzt werden. Nitro Pro eignet sich ebenfalls zur Erstellung von komplett neuen PDF. Eine ganze Reihe von Tools hilft dabei.

So etwa stehen nicht nur Textwerkzeuge zur Verfügung, sondern auch diverse Elemente wie Check Boxes, Buttons, sogar Barcode-Felder. Um zu starten, öffnet man im “File”-Menü ein neues Blanko-PDF mit der Schaltfläche “New”.

Kommentieren, Prüfen, Redigieren

Ein Review des Dokuments, also eine prüfende Überarbeitung, kann mit Nitro Pro selbstverständlich auch vorgenommen werden. Unter dem Button "Review" erscheint die Möglichkeit, mit einer Kurznotiz, einer so genannten "sticky note", an einer beliebigen Stelle des Dokumentes auf einen Sachverhalt, einen Fehler oder einen Gedanken hinzuweisen.

Ist das PDF schließlich fertig überarbeitet und abgespeichert, kann man es von der virtuellen Nitro-Festplatte mit einer beliebigen Applikation drucken lassen - Also entweder als PDF auswerfen oder aber als ein analoges Dokument auf gutem altem Papier.

Mit OCR Faxe und Scans modifizieren

Solche Papierdokumente werden immer seltener, aber manchmal verirrt sich doch noch ein Fax ins Büro. Ist dann eine Bearbeitung nötig, ist guter Rat oft teuer. Nitro Pro bietet auch in diesem Fall eine Lösung, denn dank der integrierten OCR-Funktion rechts neben dem “Edit”-Button werden selbst gescannte Dokumente – oder eben Faxe – bearbeitbar.

OCR, das steht für Optical Character Recognition, ermöglicht dem Rechner, den Text einer gescannten Textseite zu lesen. Die Software wandelt diesen Text dann in eine Datei um. Wird diese hochgeladen, ermöglicht Nitro Pro das Bearbeiten, Kopieren und optische Verändern des Textes. Auch hierbei gilt, dass zusätzliche Dokumente und Bilder dieser Datei hinzugefügt werden können.

Ihre Unterschrift, bitte!

Was für uns als der Inbegriff der alten, analogen Verwaltungswelt gilt, erlebt in Nitro Pro seine Renaissance: Der Stempel. Digital kann dies sinnvoll sein, wenn etwa ein Angebot oder ein Konzept beurteilt und dann weiter geleitet werden soll.

Kurzes Ausprobieren

Die Testphase von Nitro Pro 10 läuft schon nach 15 Tagen ab.

Auch mit Nitro Pro kann der Nutzer stempeln gehen, indem er im “Review”-Modus die Schaltfläche “Stamp” betätigt.

Eine Anzahl von Mustern liegt bereits vor, allerdings ausschließlich auf Englisch. Einen eigenen Stempel kann man sich unter “Create new Stamp” basteln. Der gewünschte Stempel kann dann mit der Maus – wie früher – an eine beliebige Stelle im PDF aufgedrückt werden.

Zu guter Letzt fehlt noch die Unterschrift. Die Funktion “QuickSign” ist im Hauptmenü angesiedelt. Mit dieser ist es möglich, PDF oder jedes andere digitale Dokument zu unterschreiben. Dazu gibt es drei Möglichkeiten: Entweder es existiert bereits ein Scan von der eigenen Unterschrift, den man dann an gewünschter Stelle platziert, oder man täuscht eine computergenerierte Handschrift vor wie im Bild oben.

Zuletzt gibt es die Option, sie auf einer Tafel mit der Maus selbst zu zeichnen – was erfahrungsgemäß aber eher wie die erste Schreibübung eines Kindes aussieht.

Leistungsstarkes PDF-Werkzeug

Wer viel mit PDF arbeitet, findet in Nitro Pro mit Sicherheit eine gute und leistungsstarke Software zum vielfältigen Bearbeiten und Umwandeln dieser Dokumente. Die zusätzlichen Features wie OCR erweitern das Repertoire des Programms ideal.

Dennoch bleibt zu vermerken, dass etwa die Installation ein wenig aufwändig ist. Insgesamt setzt der Umfang der Software eine intensive Test- und Einarbeitungsphase voraus. Wem es nur ums Umwandeln geht, ist etwa mit dem PDF24 Creator besser bedient.

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PDF mit Sticky Note.

Für Anmerkungen innerhalb eines PDF eignet sich die "Sticky Note"-Funktion von Nitro Pro 10 hervorragend.

Editor für die digitale Unterschrift.

Die digitale Unterschrift kann bei Nitro Pro 10 entweder selbst eingeübt oder aber über ein Handwriting-Font ausgeübt werden.

Die Editor-Funktion bei Nitro Pro 10.

Eine Hauptfunktion des Editors ist die Bearbeitung von Text im PDF-Dokument. Ein Doppelklick markiert das Textfeld und ermöglicht das Modifizieren, Ergänzen und Löschen des Textes.

Die Startoberfläche von Nitro Pro 10.

Die Benutzeroberfläche enthält bei Nitro Pro 10 die umfangreiche Taskleiste. Das Modelldokument lädt jedenfalls gleich zum Ausprobieren der vielen Möglichkeiten von Nitro Pro 10 ein.

Fenster zum Upload von Dateien in Nitro Pro 10.

Das Umwandeln von beliebigen Dateien in PDF ist bei Nitro Pro 10 eine Sache von wenigen Sekunden. Einfach per Drag-and-Drop auf dem Desktop-Icon ablegen - und los geht es.